AG Betreuung im Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V. - Flüchtlinge

AG Betreuung ‑ Flüchtlinge

Die Helfer der Arbeits­gruppe Betreu­ung wollen die unmittel­baren Ansprech­partner der Flücht­linge sein. Mit der Ankunft in Deutsch­land werden die Asyl­bewerber mit vielen Situa­tionen konfron­tiert, die sie aus Ihren Heimat­ländern nicht kennen.

Die Helfer ver­suchen, den Flücht­lingen bei der Bewäl­tigung der Schwie­rig­keiten beizu­stehen, die sich z.B. beim Umgang mit den Behörden oder wegen der ungewohn­ten All­tags­kultur ergeben. Dafür werden regel­mäßige Meetings mit den Flücht­lingen und Sprech­stunden für die Flücht­linge abge­halten.

In Zusam­men­arbeit mit den AGs Begeg­nung, der „Sprache und Bildung” und Gesundheit kümmern sich die Helfer der AG Betreu­ung auch um die Kinder der Flücht­linge. Infor­ma­tionen darüber finden Sie auf der sepa­raten Seite „Kinder” der AG.

Flücht­lingen, die ein Bleibe­recht in Deutsch­land erwor­ben haben, hilft die AG „Arbeit und Inte­gra­tion”, sich in Deutsch­land zu eta­blie­ren.

Die Ansprech­partner der AG Betreu­ung sind Brigitte Hartmann und Jürgen Gnuschke. Benut­zen Sie bitte unser wenn Sie ihnen etwas mit­teilen möch­ten.

Aufgabe

Was ist zu tun?

Weitere Informa­tionen

Sprech­stunden des Helfer­kreises

Ein- bis Zwei­mal in der Woche stehen Helfer der AG Betreu­ung den Flücht­lingen in einer Sprech­stunde zur Ver­fügung. Die Helfer können auf die akuten Probleme, Fragen und Wünsche sofort rea­gie­ren oder sie zur Bear­beitung weiter­leiten.

Damit die Sprech­stunden von den Flücht­lingen ange­nom­men werden und Doppel­arbeit ver­mie­den wird, bitten wir alle Helfer, die mit Flücht­lingen Kon­takt haben, um die Beach­tung einiger Hin­weise für Besucher der Unter­künfte.

Für die Sprech­stunden­helfer selbst ist dieses Handout.

Auf der Seite „Helfer­kreis intern” gibt es einen Link zum Sprech­stunden­plan, mit dem fest­gelegt wird, welche Sprech­stunden­helfer wann für eine Sprech­stunde in den Unter­künf­ten anwesend sind.

Sozial­dienst für Asyl­bewer­ber und aner­kannte Flücht­linge Mehr­fach in der Woche bietet der Sozial­dienst der Inneren Mission im Auftrag des Land­rats­amts München Asyl­sozial­bera­tung in der Unter­kunft Räter­straße in Kirch­heim an. Der Sozial­dienst hat inzwi­schen etliche Aufgaben feder­füh­rend über­nommen, die hier noch als Auf­gaben der AG Betreu­ung beschrie­ben werden. Eine ent­spre­chende Aktua­li­sie­rung dieser Home­page ist in Vor­berei­tung.
Meeting der Flücht­linge Einmal im Monat findet ein Treffen statt, zu dem alle Flücht­linge, die Asyl­sozial­bera­tung der Inneren Mission und Ver­treter der Gemeinde Kirch­heim ein­ge­laden sind. Dieses Treffen wird von der AG Betreu­ung vor­be­reitet und mode­riert. Flücht­linge, die zu den Zeiten des Treffens wegen Ihres Schul­besuchs oder wegen ihrer Arbeit ver­hin­dert sind, werden durch einen Aushang des Proto­kolls infor­miert.
Will­kommens­mappe Neu ein­ge­trof­fene Asyl­bewerber erhalten für ihre erste Orien­tierung dieses zusammen mit der Gemeinde Kirch­heim bei München erstellte Infor­mations­paket. Mehr darüber finden Sie
Land­kreis­Pass und IsarCard S

Mit dem Land­kreis­Pass des Land­kreises München erhält man bei teil­nehmen­den kom­muna­len Einrich­tungen und Gewerbe­trei­benden Preis­nach­lässe und Ver­günsti­gungen unter­schied­lichster Art. So kann man z.B. die IsarCard S, ein Monats­ticket für das Gesamt­netz des MVV zum Preis von € 24,60 erhalten. Eine Liste der Akzep­tanz­stel­len mit Angaben zu Preis­nach­lässen und Ver­güns­ti­gungen gibt es hier.

Wichtig: Die IsarCard S ist vor 9:00 Uhr nicht gültig und wer ohne gültigen Fahr­ausweis ange­troffen wird, zahlt € 60 und begeht damit eine Straftat, die erheb­liche negative Konse­quenzen auf das Asyl­ver­fahren und die Auf­enthalts­erlaub­nis in Deutsch­land haben kann.

Flücht­linge, die keine wesent­lichen Ein­nahmen aus einer Beschäf­tigung haben, können den Land­kreis­Pass auf Antrag (auch in Englisch) kostenlos bekommen.

Neue Asyl­bewerber werden normaler­weise vom Land­rats­amt mit dem Land­kreis­Pass ausge­stattet. Um Asyl­bewerber ohne Land­kreis­Pass kümmern sich die Sprech­stunden­helfer.

Zusammen­arbeit mit den Behörden Bei der Betreu­ung der Flücht­linge ver­suchen wir, ver­trauens­voll mit den Behörden zusammen zu arbeiten. Ins­beson­dere mit dem Land­kreis und der Gemeinde funktio­niert das sehr gut. Wir haben einige zusammen­gestellt.
  Bei der Erst­erfas­sung kommen immer wieder Fehler bei der Schreib­weise der Namen und beim Geburts­datum vor. Es ist aber wichtig, dass im Verkehr mit Behörden durch­gängig die exakte Schreib­weise ver­wendet wird, die auf der BüMA (Beschei­ni­gung über die Meldung als Asyl­suchen­der) zu finden sind. Eine Korrek­tur von Fehlern kann nur das BAMF vor­nehmen. Am besten wartet man darauf, bis der Asyl­bescheid erfolgt und akzep­tiert ist. Eine Korrek­tur ist in der Regel nur möglich, wenn Doku­mente aus dem Heimat­land als Beweis­mittel vor­gelegt werden.
Work­shops der Inte­gra­tions­beauf­tragten

Die der Gemeinde Kirch­heim bemüht sich in Koor­di­na­tion mit dem Hel­fer­kreis tat­kräf­tig und sehr erfolg­reich um die Inte­gra­tion der Flücht­linge. U.a. hat sie mit den Flücht­lingen schon einige, recht gut besuchte Work­shops ver­an­stal­tet, die sie auf die Bewäl­ti­gung von All­tags­pro­ble­men vor­berei­ten sollen.

Sowohl an Flücht­linge als auch an Helfer wenden sich Work­shops zum Theme Inter­kultu­relle Kompe­tenz.

Themen der Work­shops für Flücht­linge waren unter anderen das deutsche Schul- und Aus­bil­dungs­system, Arbeits­suche, Führer­schein und Auto­besitz, Ver­brau­cher­schutz, Kom­muni­ka­tion mit Sprache, sowie all­gemein Wissens­wertes über München, Bayern, Deutsch­land und die EU.
Beglei­tung zu Behörden Wegen der anfangs schlech­ten Deutsch­kennt­nisse, der schwie­rigen Orien­tierung und dem für Flücht­linge gewöh­nungs­bedürf­tigen Umgang mit den Behörden, müssen Helfer Flücht­linge bei vielen Behör­den­ter­minen beglei­ten. Flücht­linge haben haupt­säch­lich mit dem Land­rats­amt (Aus­länder­amt), der Gemeinde­ver­waltung (Sozial­amt) und dem BAMF (Bundes­amt für Migra­tion und Flücht­linge) zu tun. Zu den Kon­tak­ten mit dem BAMF siehe die Seite der AG Asyl­ver­fahren).
Aufbewah­rung der Unter­lagen

In der ersten Zeit ist die deutsche Büro­kratie den Flücht­lingen ein einziges Rätsel. Um ihnen die Orien­tierung zu erleich­tern, statten wir sie mit Ordnern aus und leiten sie in der Ablage ihrer Unter­lagen und ihrer Kor­res­pon­denz an.

Das Logbuch für Flücht­linge des Land­rats­amts München verfolgt den gleichen Zweck. Wie die Auf­gaben­ver­tei­lung zwischen den beiden Ablage­mög­lich­kei­ten sein wird, ver­suchen wir gerade heraus­zu­fin­den.

Word-Dateien mit mehr­sprachi­gen Deck­blät­tern für 10- und 12-teilige Register können Sie herunter­laden.
Siche­rung des Lebens­unter­halts Nicht nur der Asyl­antrag kann zum Streit­fall werden, auch bei der auf die Flücht­linge angewen­deten Sozial­gesetz­gebung kann es Kon­flikte geben. Der Pari­tä­tische Gesamt­ver­band stellt auf dieser Seite seine Arbeits­hilfe „Soziale Rechte für Flücht­linge” zur Verfügung. Darin werden die recht­lichen Grund­lagen der mate­riel­len Ver­sorgung von Flücht­lingen umfas­send dargestellt.
Gesund­heit­liche Betreu­ung Um die Betreu­ung von erkrank­ten Flücht­lingen kümmern sich die Helfer der aus der AG Betreu­ung aus­ge­glieder­ten Arbeits­gruppe Gesund­heit. Einzel­heiten finden Sie auf der Seite der AG Gesund­heit.
Sicher­heit Die Helfer bemühen sich auch um die Sicher­heit der Flücht­linge. Dafür gibt es Kontakte zum Sicher­heits­perso­nal in den Unter­künften und zur Feuer­wehr. Die frei­wil­lige Feuer­wehr Heim­stetten hat die Bewohner der Unter­kunft Räter­straße im Dezember 2015 im Brand­schutz unter­rich­tet.

Die wichtig­sten Regeln:

  • Ver­lassen Sie bei Rauch­alarm sofort die Unter­kunft!
  • Gießen Sie niemals Wasser in bren­nen­des Öl!
  • Nehmen Sie Kindern die Angst vor dem bedroh­lichen Aussehen der Feuer­wehr­leute!
Kinder In Zusam­men­arbeit mit der AG Begeg­nung und der AG Sprache und Bildung kümmern sich die Helfer der AG Betreu­ung auch um die Kinder der Flücht­linge. Diese Aktivi­täten werden auf der sepa­raten Seite „Kinder” der AG beschrie­ben.
Heran­wach­sende und junge Erwach­sene Ein großer Teil der Flücht­linge sind jung. Um die Inte­grations­chancen von jungen Flücht­lingen zu erhöhen, ist eine Förde­rung im sprach­lichen, schuli­schen und beruf­lichen und sozialen Bereich erfor­der­lich. Der AWO Jungend­migrations­dienst (jmd) nimmt sich mit indi­viduel­len Bera­tungs­ange­boten speziell dieser jungen Flücht­linge an.
Unbe­glei­tete minder­jährige Flücht­linge Soge­nannte UMFs brauchen auch nach einem posi­tiven Ent­scheid über den Asyl­antrag eine beson­dere Betreu­ung. Hinweise dazu finden Sie
Präven­tion gegen Radi­kali­sierung Das beste Mittel gegen eine Radi­kali­sie­rung besteht in einer inten­siven Betreu­ung der Flücht­linge. Darum bemüht sich der Hel­fer­kreis mit großem Erfolg. Dagegen sind Flücht­linge, die sich selbst über­lassen werden und denen keine Mög­lich­kei­ten zum Deutsch­ler­nen und zum Arbeiten ange­boten werden, beson­ders gefähr­det. Eine Webseite der Bayeri­schen Staats­regie­rung versucht, Ant­worten auf den Sala­fis­mus zu geben.
Umvertei­lung Es kommt immer wieder vor, dass Familien bei der Flucht aus­einan­der gerissen werden oder dass dies bei der Zuwei­sung zu Erst­aufnahme­ein­rich­tungen oder Asyl­bewer­ber­unter­künf­ten passiert. In diesen Fällen können die Asyl­bewer­ber einen Um­ver­teilungs­antrag stellen. Mehr Informa­tionen dazu findet man hier auf einer Seite des Flücht­lings­rats Nieder­sachsens.
Asyl­ver­fahren Der Helfer­kreis kann den Asyl­bewer­bern keine Rechts­beratung in ihrem Asyl­ver­fahren anbieten. Aber die Helfer der aus der AG Betreu­ung aus­ge­glie­derten Arbeits­gruppe Asyl­ver­fahren können sie in durch das Ver­ständ­lich­machen von Beschei­den, Hinweise auf einzu­hal­tende Fristen und die Beglei­tung zu den Behörden Hilfe unter­stützen. Einzel­heiten finden Sie auf der Seite der AG Asyl­ver­fahren.
Einkaufs­bera­tung Beglei­tung beim Einkauf mit Infor­ma­tionen, wo und wie man günstig ein­kaufen kann. Wo sind die Dis­coun­ter? Wo stehen die billige­ren Pro­dukte im Regal? Wo kann man z.B. Rind­fleisch günsti­ger bekommen als beim Türken in der Stadt?
Bank­konto Auch für Asyl­bewerber kann ein Bank­konto erfor­der­lich sein. Auch die Asyl­bewer­ber­leis­tungen werden dann auf das Bank­konto über­weisen. Die Banken und Spar­kassen richten üblicher­weise Konten ein, die nicht über­zogen werden können. Einzel­heiten zur Eröff­nung eines Bank­kontos finden Sie
Wohnungs­suche

In der Regel müssen Asyl­bewerber in den ihnen zuge­wiesenen Unter­künften leben. Asyl­bewerber, die über ein regel­mäßiges Ein­kommen aus einer Berufs­tätig­keit verfügen, können sich von dieser sogenann­ten Auflage u.U. befreien lassen. Auch dieser Per­sonen­kreis muss deshalb bei der im Münch­ner Raum schwie­rigen Wohnungs­suche unter­stützt werden.

Mehr Infor­ma­tionen zur Wohnung­suche für Flücht­linge finden Sie auf der Seite der AG „Arbeit und Inte­gra­tion”.

Die Aktion Flücht­linge Will­kommen versucht, Flücht­lingen private Unter­künfte, z.B. WG-Plätze zu ver­mit­teln, sich um die Finan­zierung zu kümmern und Ansprech­partner für alle Fragen der Ver­mieter und Mieter zu sein.

Rückkehr­hilfe Bei zahl­reichen Asyl­bewer­bern muss realis­tischer­weise ange­nom­men werden, dass ihr Asyl­antrag abge­lehnt wird und dass sie auch keinen anderen Aufent­halts­titel bekommen, der ihnen gestat­tet, in Deutsch­land zu bleiben. Der Helfer­kreis versucht, diese Asyl­bewerber bei der Rückkehr zu beglei­ten. Ziel muss sein, dass sie und ihr Heimat­land einen Nutzen aus dem tempo­rä­ren Auf­ent­halt ziehen können, und dass ihn nicht als ver­lorene Lebens­zeit betrach­ten müssen. Haupt­ziel des von der EU geför­der­ten Projekts Coming Home ist es, Flücht­linge, Asyl­suchende und ausreise­pflich­tige Dritt­staats­ange­hörige bei der frei­willigen Rückkehr und dauer­haften Reinte­gra­tion in ihre Heimat zu unter­stützen. Bei Vor­liegen einer Ableh­nung ist es immer empfeh­lens­wert, die Bera­tungs­möglich­keiten dieses Projekts zu nutzen, die in München vom Büro für Rückkehr­hilfen des Amts für Wohnen und Migra­tion wahr­genom­men werden.
Gesprächs­aus­tausch 1:1

Mitt­ler­weile haben viele Flücht­linge recht gute Deutsch­kennt­nisse erworben, natür­lich auf unter­schied­lichem Niveau. Die meisten äußern nun das Bedürf­nis, ihre Umwelt besser kennen zu lernen und mit Ein­heimi­schen in Kontakt zu treten.

Deshalb haben wir zusammen mit der AG „Spra­che und Bil­dung” das Projekt „Gesprächs­aus­tausch 1:1” gestar­tet. Es sollen sich lockere Gespräche zwischen Ein­heimi­schen und inte­res­sier­ten Flücht­lingen ergeben. Wir denken daran, dass sich jeweils immer nur zwei Personen zu einem Gespräch treffen, da ein 1:1 Kontakt am ehesten Selbst­ver­trauen und Indi­vidua­li­tät zulässt. Gesprächs­anlässe können von ver­schiede­ner Art sein, z.B. All­tags­ange­legen­heiten, Anknüp­fen an besuchte Work­shops, Erkun­dun­gen im Ort, kleine Ausflüge in die Stadt.

Wir suchen Personen, die sich für dieses Projekt inte­res­sie­ren und sich offen genug für die Kom­muni­ka­tion mit den Flücht­lingen fühlen. Man braucht dazu keine Ver­pflich­tung zu festen Zeiten ein­zu­gehen. Man kann ein bis zweimal im Monat, so wie man selbst und natür­lich auch der betref­fende Flücht­ling Zeit hat, ein Treffen vor­schla­gen und dieses nach den eigenen Mög­lich­keiten gestal­ten.

Wenn Sie mit­machen möchten, benutzen Sie bitte unser .

Persön­liche Ansprech­partner Der Start der der Flücht­linge in Deutsch­land ist viel ein­facher, wenn es für sie bevor­zugte Ansprech­partner gibt. Helfer können für einzelne Flücht­linge oder für eine Gruppe von Flücht­lingen (z.B. ein Zimmer in der Unter­kunft) Ansprech­part­ner sein. Auch zwei Helfer können sich diese Aufgabe teilen, um so die Belas­tung zu ver­rin­gern und Abwesen­heiten besser zu über­brücken. Der Verein münchner­mentoren orga­nisiert Vormund­schaften, Paten­schaften und Pflege­familien für junge Flücht­linge.

Für alle diese Aufgaben werden weitere enga­gierte Helfer gesucht. Sprach­kennt­nisse - vor allem in Englisch und Persisch - sind dafür hilf­reich aber nicht unbe­dingt erforder­lich. Bitte benut­zen Sie unser