Das Archiv des Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V.
Archiv
Auf dieser Seite finden Sie Berichte und Dokumente über die Arbeit des Helferkreises
in der Vergangenheit. Sie erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit.
Die vom oder über den Helferkreis oder über die Flüchtlinge in Kirchheim in den
Kirchheimer Mitteilungen veröffentlichten Artikel finden
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Bitte klicken Sie auf die Jahreszahlen, wenn Sie Abschnitte mit den in Jahren zusammengefassten
Berichten und Dokumenten auf- oder zuklappen wollen. Die Einträge sind in umgekehrter
Chronologie angeordnet. Die neuesten Berichte und Dokumente kommen zuerst. Und die
aktuellsten Neuigkeiten finden Sie immer auf unserer
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Die Sieger des Fotowettbewerbs „Mein Kirchheim” stehen
fest
Der Helferkreis Asyl Kirchheim hatte sich eine Ferienbeschäftigung für die Kinder
der Geflüchteten im Alter von 12 bis 16 Jahren ausgedacht. Sie sollten durch Kirchheim
gehen und mit ihren Handys die Motive suchen, die ihnen dort am besten gefielen.
So sollten sie ihren neuen Wohnort kennenlernen und sinnvoll Gebrauch von ihren
Handys machen. In der 1. Septemberwoche war Einsendetermin des Fotowettbewerbs „Mein
Kirchheim”.
Fünf Bilder von drei Schülern stachen aus den Einsendungen hervor.
Zwei Motive zeigen den Ortspark mit dem kleinen See und im Hintergrund
das neue Rathaus in jeweils unterschiedlicher Beleuchtung,
eines die kleine Brücke mit ihrer Struktur, zwei Fotos haben unterschiedliche
Themen, einmal drei Enten im Gras und dann den Kirchturm von St. Andreas mit
im Vordergrund herbstlichem Laub auf dem Boden.
Die Jury fand alle eingereichten Fotos sehr schön und verlieh allen drei Bewerbern,
darunter einem Zwillingspaar, den ausgesetzten Preis, nämlich einen 90-minütigen
Spaß im Kirchheimer Freizeitpark
MAXXArena.
Außerdem wurden die Fotos gerahmt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und
zwar in der Grund- und Mittelschule
Kirchheim im Flur des ersten Stockwerks beim Sekretariat.
(Fahren Sie mit der Maus über die Bilder, wenn sie ein anderes Bild des gleichen
Fotografen(teams) sehen wollen)
Fortbildungsangebot „Argumentationstraining gegen Stammtischparolen”
am 28.11.2025
"Was soll man da nur sagen?" – Rassistische oder diskriminierende Sprüche machen
uns oft sprachlos. Solche Situationen kennen viele von uns – ob in der S-Bahn, beim
Familienfest oder im Gespräch mit Nachbarn. Damit wir künftig besser reagieren können,
lädt Euch der Helferkreis Asyl Kirchheim bei München e.V. herzlich ein zu einem
professionellen
Reaktions- und Argumentationstraining auf rassistische Äußerungen
und Stammtischparolen
Gemeinsam wollen wir üben, wie wir klar Haltung zeigen, argumentieren und Grenzen
ziehen, wenn andere sie überschreiten – immer mit dem Ziel, für Vielfalt und demokratische
Werte einzustehen.
Freitag, 28.11.2025, 16:30–20:30 Uhr
Der Ort (in Kirchheim) wird noch bekannt gegeben.
Das Training ist kostenfrei - finanziert durch den Helferkreis Asyl Kirchheim.
Es wird ein kleiner Snack gereicht.
Um Anmeldung bis zum 19.10.2025 wird gebeten.
25.09.2025
Der Helferkreis sucht Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
in den Sozialen Netzen
Für die teils schon provisorisch etablierte und teils erst geplante Präsenz des
Helferkreises Asyl Kirchheim in den Sozialen Media Kanälen Facebook, Instagram und
Tiktok sucht der Helferkreis Unterstützung bei den anfallenden redaktionellen und
technischen Aufgaben. Wer Lust dazu hat, den bitten wir den Helferkreis zu kontaktieren,
z.B. mit unserem
08.05.2025
Mitgliederversammlung 2025: Rückblick, Bestätigung und Ausblick
Die Mitgliederversammlung des Helferkreises Asyl Kirchheim b. München e.V. zum Geschäftsjahr
2024 fand am 8. Mai 2025 im Pfarrsaal von St. Andreas in Kirchheim statt. Außer
den satzungsgemäßen Notwendigkeiten wie z.B Jahresbericht des Vorstands von Rolf
Siegel, Kassenbericht von Jürgen Gnuschke und Bestätigung der Vorstandsmitglieder
in ihren Ämtern gab Carina Steger einen motivierenden Blick auf die für 2025 geplanten
Aktivitäten. Einen ausführlicheren Bericht finden Sie
in der Ausgabe 05/2025 der Kirchheimer Mitteilungen.
10.04.2025
Engagiertes Miteinander beim Helfertreffen
Das diesjährige Treffen der Aktiven und der Unterstützer des Helferkreises Asyl
Kirchheim fand am 10. April 2025 im Pfarrsaal von St. Andreas in Kirchheim statt.
Nach Begrüßungen und Würdigungen durch den Vorsitzenden Rolf Siegel und Herrn Zimmermann
vom Landratsamt erläuterte Jürgen Gnuschke die aktualisierte Organisationsstruktur
des Helferkreises. Anschließend bot sich bei einem vom Landratsamt gesponserten
Fingerfood-Buffet Gelegenheit zum inhaltlichen Austausch. Etwas mehr über den anregenden
Abend erfahren Sie in
in der Ausgabe 05/2025 der Kirchheimer Mitteilungen
.
15.01.2025
Der Helferkreis hat seine Struktur angepasst
Durch die inzwischen schon lange andauernde Anwesenheit der Flüchtlinge in Kirchheim
und den professionellen Einsatz von Mitarbeiter:innen von Gemeinde, Landkreis und
Flüchtlings- und Integrationsberatung FIB sind manche Aufgaben des Helferkreises
weniger nötig geworden oder sogar ganz entfallen und andere neu aufgetreten. Deshalb
hat der Helferkreis Arbeitsgruppen aufgelöst oder neu gruppiert und eine neue Arbeitsgruppe
gebildet.
Im Einzelnen sind die AGs Gesundheit und Recht aufgelöst, bzw. in Teilen in die
AG Unterstützung,
die aus der AG Betreuung hervorgegangen ist, eingegliedert worden. Die AG Wohnen, die sich um die angemessene Sesshaftmachung
von Flüchtlingen kümmert, ist schon vor einiger Zeit neu hinzugekommen. Und die
Aufgaben der bisherigen AG Begegnung werden in Zukunft von Fall zu Fall als von
den Arbeitsgruppen unabhängige
Projekte bearbeitet.
Eine grafische Darstellung der neuen Struktur finden Sie hier.
Diese Homepage ist inzwischen schon weitgehend an die neue Struktur angepasst worden.
Der Webmaster bittet um Verständnis, wenn einige Stellen noch unvollkommen sind.
Die erste Veranstaltung der Reihe „Workshops für Wohnungssuchende wurde von
der Arbeitsgruppe Wohnen
organisiert. Eingeladen waren 12 Parteien aus den Flüchtlingsunterkünften in der
Gemeinde Kirchheim. Erfreulich war, dass nicht nur Suchende aus unserer Gemeinde
teilgenommen haben, sondern - durch Hörensagen informiert - auch solche aus anderen
Orten im Großraum München. Obwohl so nicht geplant, reichte der Platz und das Material
für alle.
Eine Woche später folgte die erste Veranstaltung der Reihe „Workshops für
Neumieter”. Eingeladen waren alle Parteien aus den Unterkünften in der Gemeinde
Kirchheim, die eine Wohnung im Rathausviertel in Kirchheim bekommen hatten.
Über diese Aktivitäten der AG Wohnen wird ausführlicher in
in der Ausgabe 02/2025 der Kirchheimer Mitteilungen berichtet.
(Kandil El Sewisy)
20.09.2024
Erfolgreiche Integration durch Bildung - Kirchheimer Geflüchtete
feiern ihre Abschlüsse
Zum fünften Mal ehrte der Helferkreis Asyl im September Geflüchtete, die im vergangenen
Schuljahr einen Schulabschluss oder eine Prüfung erfolgreich bestanden hatten. Dieses
Jahr wurden sechs Personen für ihre Leistungen im Haus der Begegnung in Kirchheim
gewürdigt. Neben anerkennenden Worten erhielten die Geehrten Einkaufsgutscheine
für Kirchheimer Geschäfte.
In flüssigem Deutsch schilderten die Absolventen ihre schulischen Erfahrungen und
sprachen offen über die Herausforderungen, die ihnen in Ausbildung und Beruf bevorstehen.
Eine Frau, die die Prüfung zur Kinderpflegerin bestanden hatte, ist bereits in einem
Kindergarten in Kirchheim tätig. Sie bedankte sich besonders bei ihrer Mentorin
aus dem Helferkreis, die sie während ihrer Ausbildung tatkräftig unterstützt hatte.
Weitere vier Geflüchtete – eine Frau und drei Männer – schlossen erfolgreich die
Mittelschule ab. Zwei von ihnen besuchen nun die Berufsfachschule für Kinderpflege
und absolvieren Praktika in Kirchheimer Kindergärten. Ein anderer hat eine Ausbildung
zum Physiotherapeuten begonnen, während der vierte eine Lehrstelle im KFZ-Bereich
gefunden hat.
Eine weitere Frau, die bereits als Krankenschwester im Ausland arbeitete, erreichte
den B1-Abschluss und bereitet sich derzeit auf die B2-Prüfung vor. Sie hofft auf
die baldige Anerkennung ihres Berufs in Deutschland.
Alle Geehrten betonten die Schwierigkeiten, denen sie beim Lernen und insbesondere
beim Erlernen der deutschen Sprache begegneten. Großen Dank sprachen sie den Mitgliedern
des Helferkreises aus, ohne deren Unterstützung sie diese Erfolge nicht hätten erreichen
können.
Den festlichen Abschluss bildete ein geselliges Beisammensein, bei dem die Gäste
kulinarische Spezialitäten genossen und sich über berufliche sowie persönliche Themen
austauschten.
Die Ehrung fand im Beisein des Vorstandsmitglieds der „Stiftung Hubert Beck
zur Ausbildungsförderung”, Herrn Helmut Krück, statt. Diese Institution unterstützt
den Helferkreis schon seit vielen Jahren durch großzügige finanzielle Zuwendungen.
Helferkreis und geförderte Geflüchtete bedanken sich sehr.
20.09.2024
Neue Containerunterkunft am Schlehenring - Stellungnahme
des Helferkreises
Der Helferkreis distanziert sich von der unzutreffenden und populistischen Überschrift
sowie wesentlichen Textpassagen des Artikels im Münchner Merkur vom 14.09.2024 zum
Tag der offenen Tür bei der neuen Containeranlage für Geflüchtete am Schlehenring.
Leserbriefe von zwei bei der Veranstaltung anwesenden Vorstandsmitgliedern des Helferkreises
wurden bereits an den Münchner Merkur geschickt.
Der Helferkreis teilt einige der sachlichen Bedenken, die beim Tag der offenen Tür
von Kirchheimer Bürgerinnen und Bürgern geäußert wurden: Auch der Helferkreis sieht
die Unterbringung von Geflüchteten in großen Sammelunterkünften wie der neuen Containerunterkunft
kritisch. Wie schon mehrfach gegenüber dem Landratsamt geäußert, befürwortet der
Helferkreis die Unterbringung in kleineren dezentralen Unterkünften. Neben der zu
hohen Belegungszahl empfindet auch der Helferkreis die gewählte Lage als zu nah
an den neuen Reihenhäusern und kann einige Ängste der Anwohnerinnen und Anwohner
deshalb nachvollziehen.
Nichtsdestotrotz wird der Helferkreis die einziehenden Menschen im Rahmen seiner
personellen (ehrenamtlichen) Möglichkeiten sowie auch unter den erschwerten Umständen,
die eine Großunterkunft mit sich bringt, bestmöglich unterstützen. Als Helferkreis
helfen wir gemäß unserem Selbstverständnis (in unserer Satzung dokumentiert) politisch,
rassisch oder religiös Verfolgten, Geflüchteten und Vertriebenen. Wie diese Menschen
untergebracht sind, liegt leider nicht in unserer Entscheidungsmacht und spielt
für uns somit bei unserer Hilfe keine Rolle.
Die bewährten Hilfsangebote des Helferkreises werden somit auch für die neuen Bewohnerinnen
und Bewohner der Containeranlage gelten. Da der Helferkreis dabei sicherlich an
Kapazitätsgrenzen stoßen wird, freuen wir uns über jede Art von Unterstützung. Begegnungsangebote
sind ein Instrument zur Förderung der Integration und zur Minimierung von Konflikten
in der Nachbarschaft. Sie werden von Seiten des Helferkreises somit als sehr wichtig
in der neuen Situation wahrgenommen. Hier wird der Helferkreis gerne von der Gemeinde
initiierte Projekte wie Veranstaltungen, Austauschtreffen oder Nachbarschaftsfeste
unterstützen. Wir arbeiten, wie bisher, auch für die Belange der neuen Containerunterkunft
vertrauensvoll und konstruktiv mit dem Landratsamt, der Flüchtlings- und Integrationsberatung
FIB und der Gemeinde Kirchheim zusammen.
Gemeinsam möchten wir das Beste aus der neuen Situation machen und setzen uns weiterhin
für ein friedliches, vielfältiges und offenes Kirchheim ein.
07.09.2024
Ein Sommertag der Begegnung und Freude: Ausflug nach Wasserburg und
zum Simssee
Am 07. September 2024 erlebte der Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V. mit
rund 60 Geflüchteten einen unvergesslichen Ausflugstag bei bestem Sommerwetter.
Die bunt gemischte Gruppe setzte sich aus Menschen aus Syrien, Afghanistan, Eritrea,
Nigeria, Sierra Leone und der Ukraine zusammen, die zusammen mit ca. 10 Mitgliedern
des Helferkreises einen besonderen, interkulturellen Tag erleben durften. Besonderer
Dank gilt Hans Binder, der die Organisation des Ausflugs übernommen hatte.
(Foto: Carina Steger)
Der Ausflug begann mit einer Busfahrt ins malerische Wasserburg am Inn. Vom Aussichtspunkt
aus bot sich ein beeindruckender Blick über die historische Altstadt und den Inn.
Anschließend ging es zu Fuß in die charmante Innenstadt.
Nach einem steilen Aufstieg zurück zum Bus ging es weiter zum Simssee. Mit einem
idyllischen Alpenpanorama im Hintergrund erwartete die Teilnehmenden dort nicht
nur die natürliche Schönheit des Sees, sondern auch ein besonderes kulinarisches
Erlebnis: ein internationales Picknick. Syrische, sierra-leonische und ukrainische
Speisen wurden untereinander ausgetauscht, probiert und gegenseitig gelobt. Es war
eine wunderbare Gelegenheit, die Vielfalt der Kulturen durch das gemeinsame Essen
noch näher zu erleben.
Spontan kamen viele Teilnehmende zu einem Tanz zusammen: Unter der Anleitung der
syrischen Teilnehmenden wurde gemeinsam der traditionelle Reihentanz „Dabkeh”
zu lebhafter syrischer Musik getanzt.
(Foto: Carina Steger)
Anfangs noch sehr stockend, hatten alle die Schritte recht schnell verinnerlicht
und waren voller Energie beim Tanzen dabei. Die Freude am gemeinsamen Tanz und der
gegenseitigen Unterstützung machte dieses Erlebnis zu einem verbindenden Moment
der Begegnung.
Auch das Schwimmen im Simssee, Fußball- und Volleyballspiele sowie anregende Gespräche
trugen zur harmonischen Stimmung bei. Als Dankeschön sangen ukrainische Kinder zum
Schluss „ein bisschen Friede, ein bisschen Freude…” für alle Teilnehmenden.
Das Singen endete damit nicht – die halbe Busfahrt wurde bei bester Stimmung gemeinsam
weitergesungen.
Der Ausflug bot allen die Möglichkeit, sich besser kennenzulernen und einen Sommertag
voller Leichtigkeit und Freude zu genießen. Der Tag bleibt vielen sicher noch lange
in Erinnerung – als Symbol für gelebten interkulturellen Austausch und eine bereichernde,
friedliche und von gegenseitigem Respekt geprägte Gemeinschaft.
(Carina Steger)
25.07.2024
Abschiedsfest für Olga Haunolder
Am Donnerstag, den 25. Juli, fand am Heimstettener See ein Abschiedsfest für Olga
Haunolder statt, die nach jahrelangem Engagement ihre Stelle als Lehrkraft für Deutsch
als Fremdsprache, d.h. als Deutschlehrerin für Geflüchtete, bei der Gemeinde aufgibt.
(Foto: Andrea Etterer)
Das Fest, zu dem sie herzlich eingeladen hatte, begann mit einem großen Picknick.
Olga hatte Getränke besorgt, und die Teilnehmer brachten eine Vielzahl an Speisen
mit, wodurch ein buntes Buffet entstand, das die kulinarische Vielfalt der Anwesenden
widerspiegelte.
Olga Haunolder ist seit 2015 eine zentrale Figur im Leben vieler Geflüchteter und
für viele Helfer. In den vergangenen Jahren hat sie unzählige Stunden im Deutschunterricht
verbracht und vielen Geflüchteten erfolgreich zu ihren Abschlusstests in der deutschen
Sprache verholfen. Ihr Unterricht war nie langweilig, sondern geprägt von Ausflügen,
Bibliotheksbesuchen, Diskussionen, Festen, Gesprächen, Projekten, Spaziergängen
durch den Ort und zahlreichen Veranstaltungen.
Das Abschiedsfest war eine Gelegenheit für die Geflüchteten und die Mitglieder des
Helferkreises, Olga Danke zu sagen. Es wurden Abschiedsgeschenke überreicht, darunter
ein selbst gemaltes Bild und ein liebevoll gestaltetes Fotoalbum, das die gemeinsamen
Erlebnisse und Erinnerungen festhielt.
Der Nachmittag am See war erfüllt von fröhlichen Gesprächen, Musik und Tanz und
dem Duft von gegrilltem Essen. Viele Geflüchtete waren gekommen, um sich persönlich
von Olga zu verabschieden. Das Picknick am Heimstettener See war ein gelungenes
Abschiedsfest, das die Bedeutung von Olgas Arbeit und die tiefe Wertschätzung für
ihre unermüdliche Unterstützung deutlich machte.
Ab Herbst wird Olga Haunolder weiterhin den Helferkreis unterstützen, jedoch in
einer anderen Rolle. Mit ihrem Engagement und ihrer Hingabe für die Integration
und Unterstützung von Geflüchteten wird sie auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag
leisten.
(Andrea Etterer)
26.06.2024
Der Helferkreis trauert um Ilse Pirzer
Wir trauern um unser langjähriges Mitglied Ilse Pirzer, die am Sonntag, dem 16.
Juni 2024 plötzlich und unerwartet verstorben ist.
Sie hat den Helferkreis seit der Flüchtlingsankünfte in unserer Gemeinde 2015 viele
Jahre aktiv unterstützt, indem sie u.a. einzelne Geflüchtete umfassend betreute.
Die Belange der Geflüchteten lagen ihr als sozial engagierte Persönlichkeit immer
am Herzen.
Ilse war eine der ersten, die unserem Verein nach dessen Gründung Anfang 2017 beigetreten
ist. Als Mitglied des Gemeinderats sowie des Sozialen Netzwerks Kirchheim hat sie
uns auch nach außen vertreten und nachhaltig gefördert. Unsere Werte und Ziele hat
sie immer mitgetragen und zum Nutzen des Helferkreises verbreitet.
Noch am 23. Mai war sie mitten unter uns, als wir die Friedenspfähle auf dem Gelände
Landesgartenschau eingeweiht haben.
Wir werden sie nicht vergessen.
Im Namen aller Mitglieder, ehrenamtlichen Helfer und Unterstützer
Der Vorstand
Rolf Siegel Carina Steger Jürgen
Gnuschke
06.06.2024
Eröffnung des Projekts „Schlüssel zu einer offenen Gesellschaft”
in der Räterstraße
(Foto: Günter Reichart)
Am 6. Juni fand beim Sonnenschein die Eröffnung des Projekts „Schlüssel zu einer
offenen Gesellschaft“ statt. Vor der Unterkunft in der Rätersrtaße 40 versammelten
sich Kinder und Erwachsene. Zuerst wurden die Teile der Installation an die Holzfassade
befestigt. Danach wurde das Projekt interaktiv mit Spielen und spontan dargestellten
Alltagsszenen in der Art des Improvisationstheaters, erklärt.
Es ist wichtig, dass die Türen sich öffnen: Günter Reichart erklärte die Darstellung
der Personen in den Büros, spricht Erfahrungen der Gefluchteten an und betont, wie
wichtig es ist, weiterzukommen.
(Foto: Jürgen Gnuschke)
Das Projekt wurde von Olga Haunolder organisiert. Einige Mitglieder des Helferkreises
Asyl b. München haben mitgewirkt und visuell die Offenheit und die Geschlossenheit,
die Gefluchtete nach ihrer Ankunft in Deutschland erleben, dargestellt. Die ausdrucksvoll
gemalte Türen von Günter Reichart wurden durch Türschilder (gestaltet von Carina
Steger und Simon Reichel) und Bildern von Kindern sowie Schlüsseln Schlösser und
einer Kette zu einer wirkungsvoller Installation. Aktiv hat auch Halyna Novikova
(eine Geflüchtete aus der Ukraine) mitgewirkt.
In den nächsten Tagen und Wochen finden weitere Aktionen statt: Gestaltung einer
Tafel mit der Überschrift (Halyna Novikova), Malen und Basteln mit den Schlüsseln,
Schreiben von Schlüsselwörter und Gedanken. Die Installation ist eine Mitmachaktion
und zieht in den nächsten Monaten die Blicke der vorbeieilenden Passanten, Rad-
und Autofahrer, Fahrgäste der Linie 263 an.
23.05.2024
Einweihung der Kirchheimer Friedenspfähle auf der Landesgartenschau
Am 23. Mai 2024 veranstalteten der Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V., der
Tänze des Universellen Friedens e.V., die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde
der Cantate-Kirche und die Katholischen Pfarrgemeinden St. Peter und St. Andreas
ein Fest für Frieden, das die Herzen der Teilnehmenden tief berührte. Es war die
feierliche Einweihung der drei von den Veranstaltern finanzierten Friedenspfähle
auf der Landesgartenschau. Die symbolträchtigen Mahnmale tragen die eindringliche
Botschaft „MAY PEACE PREVAIL ON EARTH – MÖGE FRIEDE AUF ERDEN SEIN!”
auf 12 unterschiedlichen Sprachen und sollen uns alle an die Möglichkeit und Notwendigkeit
des Friedens erinnern.
Bereits über 250.000 dieser Friedenspfähle stehen weltweit in 191 Ländern und vereinen
Menschen aller Kulturen, Nationen und Religionen. Nun ist auch Kirchheim Teil dieser
weltumspannenden Friedensbewegung. Die Pfähle werden dauerhaft in Kirchheim stehen
und als „Friedensakupunktur” für die Welt und internationales Friedenssymbol
wirken.
Leider gibt es aktuell wieder sehr viel Krieg auf der Welt. Umso aktueller sind
Friedensbewegungen und große sowie kleine Zeichen für den Frieden!
Ein solches kleines Zeichen möchten wir (der Helferkreis Asyl, beide Kirchheimer
Kirchengemeinden und der Friedenstänze e.V.) setzen.
„MAY PEACE PREVAIL ON EARTH – MÖGE FRIEDE AUF ERDEN SEIN!”
Das ist die Botschaft unserer 3 Friedenspfähle. Es wurden schon 250.000 Pfähle des
May Peace Prevail On Earth International e.V. in 191 Ländern auf der Welt aufgestellt
– von Menschen aller Nationen & Religionen. Nun auch 3 in Kirchheim auf dem Gelände
der Landesgartenschau! Die Pfähle werden dauerhaft in Kirchheim stehen – auch nach
Ende der Landesgartenschau.
Friedenspfähle sind Mahnmal, stummes Gebet und internationales Friedenssymbol in
einem – eine Friedensakupunktur für die Erde. Sie sollen uns daran erinnern, dass
Frieden möglich ist, er nur in uns selbst beginnen kann und wir den Alltag im Geiste
der Worte MÖGE FRIEDE AUF ERDEN SEIN leben sollten.
Angelika Schuster, zertifizierte Tanzleiterin für die Tänze des Universellen Friedens
e.V., der Helferkreis Asyl Kirchheim bei München e.V., die Evangelisch-Lutherische
Kirchengemeinde der Cantate-Kirche und die Katholischen Pfarrgemeinden St. Peter
& St. Andreas haben die 3 Kirchheimer Friedenspfähle errichten lassen: Für ein buntes,
offenes & friedliches Kirchheim!
05.04.2024
Theaterbesuch mit Flüchtlingskindern
Am Freitag, den 5. April, war es soweit. Mit sechs Kindern von Flüchtlingsfamilien
fand ein Besuch des „Theaters für Kinder” in München statt.
Im Theater wimmelte es bald von Kindern, viele warteten am Boden sitzend, auf den
Beginn der Vorstellung.
Das Stück „Aladin und die Wunderlampe” war sehr kindgemäß inszeniert:
mit ziemlichem Tempo und sehr anschaulich. Der Geist der Lampe war ein ungefähr
2 m hohes Wesen, das im dunklen Raum schwebte. Vor allem wurde das kindliche Publikum
immer wieder in die Handlung einbezogen. Aladin fragte z.B. ob er dies oder jenes
tun solle, worauf das Publikum lautstark „ja” oder „nein”
brüllte. Beim Verkauf der Wunderlampe durch die unwissende Dienerin machte sich
das Publikum auch lautstark warnend bemerkbar.
Die Kinder haben alles gut verstanden -die Schauspieler haben sehr deutlich gesprochen
– und sind bei der Handlung sehr mitgegangen. Eine junge Erwachsene Geflüchtete
unterstützte als Begleiterin und Aufsichtsperson. Der Theaterbesuch hat allen Kindern
viel Spaß gemacht und war ein Erfolg.
(Brigitte Marx - Dieser Artikel ist fast gleichlautend auch in den Kirchheimer Mitteilungen erschienen.)
06.02.2024
Gemeinsam für Integration und Vielfalt: Wir suchen engagierte Unterstützer!
Wir, die Helfer des Helferkreises Asyl Kirchheim bei München, laden Sie dazu ein,
sich mit uns für Integration und Unterstützung von Geflüchteten einzusetzen. Mit
unserem Aufruf möchten wir neue aktive Helferinnen und Helfer gewinnen, die sich
gemeinsam mit uns für eine vielfältige, offene und solidarische Gesellschaft bei
uns vor Ort engagieren.
Wir suchen Ihre Unterstützung
Wir sind auf der Suche nach Menschen, die in verschiedenen Bereichen mitwirken möchten:
Unterstützung bei der Wohnungssuche (Schreiben von Bewerbungstexten, gezielte Suche,
Begleitung zu Besichtigungen)
Unterstützung bei der Jobsuche (Bewerbungen, geeignete Stellen suchen, Arbeitgeber
kontaktieren, auf Vorstellungsgespräche vorbereiten)
Hilfe bei Hausaufgaben und Ausbildungen, Nachhilfe (für Kinder und Erwachsene)
Organisation und Durchführung von Veranstaltungen (Feste, Ausflüge, Unternehmungen
mit Kindern, Integrationsveranstaltungen)
Marketing und Pressearbeit (Schreiben von Artikeln, Social-Media-Betreuung)
IT (Homepage, Verteiler, Programme)
Individuelle Begleitung von Einzelfällen
Jeder Beitrag ist wertvoll: ob eine Stunde pro Woche oder mehr, auch wenn es für
einen begrenzten Zeitraum ist, jede Unterstützung macht einen Unterschied und ist
willkommen, gerne auch in anderen als den genannten Bereichen! Selbstverständlich
stellen wir auch Bestätigungen über Ihr Engagement aus.
Machen Sie mit!
Gemeinsam wollen wir die Vision einer bunten, vielfältigen und zusammenhaltenden
Gesellschaft weitertragen. Die Mitarbeit bei uns bietet nicht nur die Chance, einen
positiven sozialen Beitrag zu leisten, sondern auch neue Fähigkeiten zu erlernen
und sich unserem Netzwerk aus engagierten Menschen anzuschließen. Die Arbeit macht
Spaß, versprochen! Die Teilnahme ist natürlich kostenlos. Wir bieten neuen Helfern
anfangs umfassende Unterstützung. Wir suchen sowohl Personen, die uns bei Projekten
unterstützen, als auch Menschen, die eigenverantwortlich Projekte übernehmen möchten.
Wenn Sie Integration fördern und aktiv an der Gestaltung einer offenen Gesellschaft
mitwirken möchten und andere Kulturen kennenlernen wollen, sind Sie bei uns genau
richtig. Jedes neue Mitglied bereichert uns mit frischen Perspektiven und Ideen
und hilft dabei, das Leben der Geflüchteten in Kirchheim positiv zu gestalten. Weitere
Informationen zu unserer Arbeit finden Sie hier.
Melden Sie sich gerne jederzeit bei uns unter
oder benutzen Sie unser
Wir freuen uns auf Sie!
18.01.2024
Seite „Integration & Teilhabe” in den Kirchheimer Mitteilungen
Die ganze Seite 11 in der Mitte der Kirchheimer Mitteilungen 01/2024 widmet sich den Themen
Integration und Teilhabe. In einem langen Interview berichtet die Integrationsbeauftrage
der Gemeinde Anja Wosch über Ihre Tätigkeit. Kürzere Beiträge erklären Begriffe
aus dem Themenfeld und berichten u.a. vom Runden Tisch Integration und der geplanten
FrauenKonferenz.
Wie in jedem Jahr wurden auch diesmal Ende September vom Helferkreis Asyl Kirchheim
die Geflüchteten geehrt, die 2022/23 entweder eine Prüfung oder einen Schulabschluss
erfolgreich absolviert hatten.
Dazu versammelten sich im ‚Haus der Begegnung‘ sieben Männer und vier Frauen zusammen
mit einigen ihrer stolzen Angehörigen und drei Helferinnen, von denen sie neben
Lob auch Einkaufsgutscheine für Geschäfte in unserer Gemeinde erhielten.
Neben ihren eigenen Leistungen wurden bei dieser Gelegenheit auch die Anstrengungen
der Ehrenamtlichen des Helferkreises gewürdigt, die die einzelnen Personen zum Teil
schon sehr lange begleiten. Alle waren sich bewusst, dass die Geflüchteten nur mit
ihrer Unterstützung schaffen konnten, diese Ziele zu erreichen.
Gefeiert wurden vier Führerscheine, die für Ausbildung und Arbeit notwendig sind,
ebenso wie erfolgreiche B1- bzw. B2-Deutschprüfungen, ein Hauptschulabschluss und
Schulabschlüsse, die mittlerweile in Ausbildungen zum Kfz-Mechaniker und Elektroniker
münden. Als besonders erfreulich wurden die Berufsabschlüsse zum Krankenpfleger
und zur chemisch-technischen Assistentin hervorgehoben, ermöglichen sie doch Sicherheit
und Eigenständigkeit.
Ein kleiner Imbiss aus den jeweiligen Herkunftsregionen sowie persönliche Gespräche
sorgten für einen schönen Ausklang der kleinen Feier.
(Brigitte Hartmann)
09.11.2023
Erfolgreicher Workshop „Lernen lernen” der
Gemeinde
Die Sommerferien sind zwar schon eine ganze Weile her - zur Erinnerung an die wärmeren
Tage gab es in den Kirchheimer Mitteilungen nun aber noch einen schönen Rückblick
auf das gemeindliche Ferienangebot für Deutschlerndende. Der Workshop „Lernen
lernen” führte die Geflüchteten u. a. in die Bücherei am Schlehenring und
zum Bajuwaremhof. Die Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache der Gemeinde Kirchheim
Olga Haunolder hat darüber einen
in der Ausgabe 14/2023 der Kirchheimer Mitteilungen verfasst.
09.11.2023
Flüchtlingskinder besuchen einen Biobauerhof
Im noch warmen August besuchten einige geflüchtete Kinder den Biobauernhof in Riem.
Sie erfuhren nicht nur allerlei Wissenwertes über Pflanzen, sondern machten auch
Bekanntschaft mit großen und kleinen Tieren und deren Leben auf dem Hof. Mehr Einzelheiten
stehen im
der Helferin Brigitte Marx in der Ausgabe 14/2023 der Kirchheimer Mitteilungen.
19.10.2023
Flüchtlinge und Helferkreis machen einen Ausflug nach Nördlingen
Dank der finanziellen Unterstützung der Süddeutschen Zeitung konnte der Helferkreis
am 9. September 2023 für die Bewohner der Kirchheimer Unterkünfte einen Ausflug
nach Nördlingen organisieren. Einzelheiten zu diesem Event finden Sie in einem
in der Ausgabe 13/2023 der Kirchheimer Mitteilungen.
21.09.2023
Machen Sie mit im Projekt „Sprachtandem” der
Gemeinde Kirchheim!
Olga Haunolder, die Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache der Gemeinde Kirchheim.
bereitet ein Projekt „Sprachtandem” vor, in dem Muttersprachler und
Neuankömmlinge paarweise versuchen, auf Deutsch zu kommunizieren. So können die
Neuankömmlinge erste Sprachkenntnisse erwerben, um die Integrationskurse schneller
und effektiver abzuschließen. Erfahren Sie mehr darüber in ihrem
in der Ausgabe 13/2023 der Kirchheimer Mitteilungen.
17.08.2023
Auszeichnung für den Helferkreis
Wegen seiner Mitarbeit im Projekt
„Neustart im Team” (NesT) ist der Kirchheimer Helferkreis Asyl
von der Ehrenamtsbeauftragten der Staatsregierung, Eva Gottstein, mit der Auszeichnung
„Ehrenamt der Woche” gewürdigt worden. Wir hatten auf unserer Homepage Ende 2021 das Projekt vorgestellt. Die Süddeutsche
Zeitung hat über die Auszeichnung am 17.8.2023 berichtet.
29.06.2023
Unser erstes Hochbeet steht!
Wir berichten von einer schönen Aktion zusammen mit der Organisation ICOYA (International
Connection Of Young Artists e.V.).
Am Donnerstag, den 29. Juni 2023, trafen zwei Freiwillige der ICOYA bei den syrischen
Flüchtlingen in der Hauptstraße in Heimstetten ein. Sie hatten einen Anhänger voller
Bio-Erde, Werkzeug und Pflanzen dabei. Die Europaletten, die der Helferkreis stellen
sollte, waren bereits vor Ort und die beiden Familien standen erwartungsvoll vor
dem Haus.
Die älteren Söhne der Familien begannen dann mit der Arbeit und bauten die Paletten
zu einer Kiste zusammen. Auch einer der kleinen Söhne hatte Gelegenheit, das technische
elektrische Gerät ausprobieren.
Als die „Kiste” zusammengebaut war, wurde sie mit einer schwarzen Folie
ausgekleidet und der Boden mit Zweigen belegt. Dann schaufelten die Älteren die
Erde vom Anhänger in das Beet. Als sich herausstellte, dass die Erde nicht reichte,
besorgte einer der ICOYA-Mitarbeiter aus der BayWa in Poing noch einige weitere
Säcke mit Erde.
Dann war es Zeit für die Bemalung des Hochbeets. Die Familien entschieden sich für
Grün als Grundfarbe. Auch ein Freund, der eigentlich die Jungen zum Fußballspielen
abholen wollte, blieb und schwang zusammen mit seinen Freunden den Pinsel.
Zur Verzierung wurden dann in Rot mithilfe einer Schablone Tierbilder an die Seiten
des Hochbeetes gemalt.
Danach brachte eine ICOYA-Mitarbeiterin den Karton mit den Pflanzen. Normalerweise
werden die Pflanzen in den Hochbeeten von der Organisation ausgesät. Da aber die
Jahreszeit schon fortgeschritten ist, wurden nun kleine Salat , Radieschen , Kohlrabi
und andere Pflanzen gesetzt. Einer der Väter verteilte zwischen die Pflanzen zusätzlich
einige Samen.
Die komplette Gruppe der Pflanzbegeisterten wurde am Ende der Aktion noch in einem
Foto verewigt und Brigitte Marx überreichte den beiden ICOYA-Mitarbeitern jeweils
ein kleines Geschenk zum Dank.
Jetzt können alle Passanten das Hochbeet von der Hauptstraße aus bewundern!
(Brigitte Marx und Andrea Etterer)
24.06.2023
Besuch im Wildpark Poing
Da es zu dieser Zeit im Jahr nicht mehr sinnvoll ist, die geplanten Hochbeete für
einige Familien der Geflüchteten zu bauen und zu bepflanzen, wird das Projekt auf
das nächste Jahr verschoben. Einige Kinder hatten sich nun schon sehr auf die Beschäftigung
mit den Hochbeeten gefreut und waren nun entsprechend enttäuscht. Aus diesem Grund
organisierte Brigitte Marx als Ersatz einen Besuch im Wildpark Poing. Drei Kinder
nahmen teil, ein viertes Kind konnte leider nicht mitkommen; dieses bekam aber im
Vorfeld schon eine Tomatenpflanze geschenkt, um die es sich bereits fleißig kümmert.
(Fotos: Familie Streit)
Bei der Ankunft am Nachmittag wurde bereits auf dem Parkplatz des Wildparks klar,
dass dort Hochbetrieb herrschte. Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, die Tiere
von nahem kennen zu lernen, hatte Brigitte Marx eine Tüte Futter für die Rehe gekauft.
Das Füttern gestaltete sich anfangs etwas schwierig, da die Kinder ihre Hand mit
dem Futter immer zurückzogen, sobald ein Reh fressen wollte. Sie hatten Angst, dass
die Tiere beißen. Es hat ein wenig gedauert, bis die Kinder die Angst verloren hatten.
Nächste Station war die Flugschau der Raubvögel. Dort waren bereits Hunderte von
Zuschauern versammelt. Die Flugschau fanden die Kinder recht schnell langweilig,
da ihnen die Hintergrundinformation zu den Vögeln fehlte, um das Ganze richtig schätzen
zu können. Sie konnten daher auswählen, entweder zu den Bären oder zum Spielplatz
zu gehen. Die Kinder entschieden sich für den Spielplatz und dieser war für sie
ein Highlight. Es gibt dort mehrere sehr große Rutschen und Klettermöglichkeiten,
auch zu den Rutschen hinauf. Das Klettern und Rutschen hat den Kindern großen Spaß
gemacht. Für die Bären war dann am Ende keine Zeit mehr, ebenso wenig für den Wasserspielplatz.
Auf dem Rückweg haben alle dann noch einmal Halt bei den Rehen gemacht. In der Zwischenzeit
hatte sich das Verhalten der Kinder den Tieren gegenüber verändert: Sie wollten
sie nun nicht mehr durch heftige Bewegungen oder laute Geräusche auf sich aufmerksam
machen.
Kurz vor Schluss gab es noch eine kleine Aufregung am Käfig der Meerschweinchen,
von denen die Kinder sehr beeindruckt waren: Ein winzig kleines Meerschweinchen
quetschte sich durch den Maschendraht und fiel Brigitte Marx direkt vor die Füße.
Sie hob es auf, einer der Umstehenden rief jemandem vom Personal und am Ende öffnete
eine Angestellte das Gitter und setzte das Tierchen wieder zu den andern.
Brigitte Marx hatte dem Eindruck, dass der Ausflug den Kindern gut gefallen hat
und dass sie viel öfter Anregungen dieser Art brauchen. Ein Kind hat sich beispielsweise
ausführlich über die Pfauen informieren lassen. Allerdings fiel bei der Gelegenheit
auch auf, dass die Kinder sich nicht lange konzentrieren können. Es wäre gut, wenn
sie dazu in Zukunft weitere Unterstützung bekommen würden.
(Brigitte Marx und Andrea Etterer)
18.04.2023
Abschied und Neubeginn - Vorstandswahlen bei der Mitgliederversammlung
des Helferkreises
Am Dienstag, den 18. April, fand im Pfarrsaal von St. Peter die diesjährige Mitgliederversammlung
des Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V. statt.
Zu Beginn der Versammlung blickten die beiden Vorstandsfrauen Gerlinde Reichart
und Brigitte Hartmann zum letzten Mal mit ihrem Jahresbericht auf die Aktivitäten des Helferkreises zurück.
Eine der größten Herausforderungen des vergangenen Jahres 2022 stellte im März das
Eintreffen der ersten ukrainischen Geflüchteten dar. Neben einem breiten Unterstützungsangebot
konnte durch die besondere Initiative zweier Helfer eine Betreuung der privat untergebrachten
Ukrainer sichergestellt werden. Auch die Zusammenarbeit mit der neuen Integrationsbeauftragten
der Gemeinde hat sich dabei sehr bewährt.
Daneben unterstützte der Helferkreis alle Geflüchteten mit weiteren Aktionen wie
dem Verteilen von Osterkörbchen und Weihnachtsgutscheinen oder gewährte Zuschüsse
zu Deutsch-Zertifikaten, Lehrbüchern, beruflich erforderlichen Führerscheinerwerb
oder Besuche im Fitnessstudio. Im Sommer war neben dem Besuch auf dem Bajuwarenhof
die Ausrichtung des Flohmarktes auf dem Dorffest ein besonderes Highlight, im Winter
die Gestaltung des Adventsfensters in der Räterstraße.
Die AG Sprache und Bildung kümmerte sich im vergangenen Jahr hauptsächlich um die
Unterstützung der ukrainischen Grundschüler und der Schulkinder aus Syrien. Zusätzlich
dazu bekamen einige Auszubildende gezielte Hilfe bei ihren Prüfungsvorbereitungen.
Für bestandene Bildungsabschlüsse verschiedenster Art wurden im Jahr 2022 zehn Geflüchtete
geehrt.
Besonders in Atem gehalten hat den Helferkreis im vergangenen Jahr aber die unvergessene
Zitterpartie um ein Ausbildungsvisum für einen unserer Geflüchteten, die mit viel
Einsatz schließlich zu einem guten Ende geführt werden konnte.
Nach dem Vorstandsbericht trug der Schatzmeister Jürgen Gnuschke den Kassenbericht
vor. Es folgten die Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfer.
Die neuen und alten Vorstandsmitglieder: Carina Steger, Brigitte Hartmann,
Rolf Siegel, Gerlinde Reichart, Jürgen Gnuschke
Als nächster Punkt standen Neuwahlen an. Als neue Kandidaten für den 1. und 2. Vorsitzenden
stellten sich Carina Steger und Rolf Siegel kurz persönlich den Mitgliedern vor.
Die ehemalige Integrationsbeauftragte der Gemeinde Kirchheim Carina Steger ist als
engagierte Helferin allseits bekannt. Rolf Siegel ist die reibungslose Aufnahme
der ukrainischen Flüchtlinge zu verdanken. Jürgen Gnuschke stellte sich dankenswerterweise
als Schatzmeister und 3. Vorstandsmitglied zur Wiederwahl. Ebenso neu gewählt wurden
die Kassenprüfer, hier stellten sich Karla Mix-Spagl und Friedemann Gerster-Streit
zur Wiederwahl und wurden in ihrem Amt bestätigt.
Mit der erfolgreich durchgeführten Wahl der neuen Vorstände geht für den Helferkreis
eine kleine Ära zu Ende. Beendet wurde die Mitgliederversammlung daher auch mit
sehr persönlichen und emotionalen Dankesworten von Brigitte Hartmann an Gerlinde
Reichart. Beide Frauen haben mit ihrer Arbeit im Vorstand den Helferkreis in den
letzten zehn Jahren entscheidend geprägt und ihn mit viel Herzblut, Beharrlichkeit
und noch mehr persönlichem Einsatz zu einem der erfolgreichsten Helferkreise im
Umkreis geführt. Was sie mit dem Helferkreis in all der Zeit alles auf die Beine
gestellt haben und wie sehr sie von Geflüchteten und Helfern geschätzt werden, bekamen
die zwei ehemaligen Vorstände während des anschließenden gemütlichen Teils in einem
gelungenen Film zum Dank für ihre Arbeit noch einmal in Erinnerung gerufen, was
durchaus zur Folge hatte, dass die eine oder andere Träne verdrückt wurde ... Gerlinde
Reichart und Brigitte Hartmann sind zwar aus dem Vorstand ausgeschieden, dem Helferkreis
selbst bleiben sie aber weiter erhalten.
Den neuen Vorständen Carina Steger und Rolf Siegel wünschen wir einen guten Start
in ihr Amt und freuen uns auf die Zusammenarbeit!
Zum Jahreswechsel ist das Gesetz zum „Chancen-Aufenthaltsrecht”
in Kraft getreten und es sind weitere Bleiberechtsregelungen geändert worden. Das
erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen verschiedenen Personengruppen, die sich
bisher mit einer befristeten Duldung in Deutschland aufgehalten haben und deshalb
von einer Abschiebung bedroht waren, ein gesichertes Aufenthaltsrecht zu erwerben.
Der Helferkreis bemüht sich darum, in Frage kommenden, gut integrierten Flüchtlingen
in Kirchheim zu helfen, diese Chance zu nutzen. Mehr Informationen dazu finden Sie
auf einer Seite der
AG „Unterstützung”.
18.12.2022
Adventsfensterln in der Unterkunft an der Räterstraße
- International, interreligiös und interkulturell
(Foto: Heike Kraft)
Trotz klirrender Kälte hatten sich zahlreiche Bewohner der Unterkunft an der Räterstraße,
aber auch viele weitere Gäste aus Kirchheim und Umgebung, am 4. Advent abends um
17 Uhr am stimmungsvoll geschmückten Vorplatz der Unterkunft versammelt. Ukrainische
Kinder sangen zu Beginn ein Weihnachtslied aus Ihrer Heimat. Gerlinde Reichart,
Mitglied des Vorstands des Helferkreises Asyl Kirchheim b. München e.V., begrüßte
die Gäste und lud dazu ein, sich Texte anzuhören, die die Empfängnis Jesu durch
Maria beschreiben. Eine junge Muslima las die entsprechende Textpassage aus dem
Koran, eine afrikanische Christin den Abschnitt aus dem Lukasevangelium: ein Beispiel,
wie Gemeinschaft trotz Verschiedenheit funktionieren kann. Zum Abschluss der kleinen
Feier sangen die ukrainischen Kinder nochmals ein Lied aus ihrer Heimat. Danach
wurde das sehr geschmackvoll gestaltete Adventsfenster der Unterkunft geöffnet.
Alle Teilnehmer konnten sich dann mit Apfelpunsch (mit oder ohne Schuss) aufwärmen
und sich mit vielfältigen selbstgebackenen Speisen, angeboten von den Bewohnern
der Unterkunft, stärken. Für die Kinder gab es natürlich Kinderpunsch zum Aufwärmen.
Olga Haunolder, Deutschlehrerin für Flüchtlinge der Gemeinde Kirchheim, überreichte
Gerlinde Reichart die von den Bewohnern selbstgebastelten Geschenke für die HelferInnen
des Helferkreises. Diese freute sich sehr über das Engagement, bedankte sich ganz
herzlich und versprach, die Geschenke an die HelferInnen weiterzugeben.
Allen Helfern und Unterstützern, die an der Gestaltung des Adventsfensters und der
Feier mitgewirkt haben, wie auch dem Bauhof der Gemeinde und dem Hausmeister des
Seniorenwohnheims dankt der Helferkreis herzlich für die Hilfe.
(Günter Reichart)
17.09.2022
Ein Flüchtling aus Kirchheim macht Urlaub in Afrika?
(Foto: Wikipedia)
Dieses Foto zeigt den Labadi Beach in Accra, Ghana, Westafrika. Ein aus Sierra Leone
stammender Bewohner der Unterkunft Räterstraße hat tatsächlich die letzten drei
Wochen in Accra verbracht. Von Entspannung oder Urlaubsfeeling konnte aber ganz
und gar keine Rede sein, denn er musste um sich, seine Frau, seine gesamte Lebensplanung
- möglicherweise sogar auch um sein Leben - bangen:
Bekommt er ein Ausbildungsvisum von der deutschen Botschaft oder bekommt er es nicht?
Das war die alles entscheidende Frage.
Die Vorgeschichte:
7½ Jahre in Kirchheim, in jeder Hinsicht vorbildlich integriert, stets in Arbeit
– wenn es ihm denn erlaubt war - , also so gut wie keine Inanspruchnahme von Sozialleistungen.
Dann, plötzlich, mehrfache - zum Teil brachiale - Versuche der Festnahme zur Abschiebung,
die bei seiner Frau zum Nervenzusammenbruch führten. Sie scheiterten aber glücklicherweise
alle.
Die Anordnung zur Abschiebung war paradoxerweise möglich geworden, weil er mit erheblichem
organisatorischem und finanziellem Aufwand einen Identitätsnachweis, d. h. einen
Reisepass seines Herkunftslands, beschafft hatte. Der Helferkreis und die Integrationsbeauftragte
der Gemeinde hatten ihm dazu geraten, da die Ausländerbehörde klar signalisiert
hatte, dass er bei Passvorlage eine Beschäftigungsduldung erhalten würde. Dass seine
aktuelle Sachbearbeiterin in der Ausländerbehörde das ganz anders sah und den Pass
in meinem Beisein eiskalt einkassierte, damit konnte niemand rechnen …. Nicht einmal
die zwischenzeitliche zusätzliche Vorlage eines Ausbildungsvertrags (Stichwort:
Fachkräftemangel) konnte etwas bewirken. Leider war diese gefühlte Täuschung juristisch
nicht anfechtbar.
Durch Einschalten unseres Bürgermeisters und des Landrats konnte immerhin erreicht
werden, dass die Fahndung gegen Vorlage eines Flugtickets mit einem Ziel außerhalb
des Schengen-Raums gestoppt und das sogenannte Visumverfahren (Ausreise in das Herkunftsland
bzw. zur zuständigen deutschen Botschaft und Wiedereinreise mit Ausbildungs-Visum)
begonnen werden konnte.
Nun Erleichterung pur: Vor einer Woche erreichte uns aus Accra eine WhatsApp-Nachricht
mit einem Scan des Ausbildungsvisums im Reisepass.
(Foto: Jürgen Gnuschke)
Die erheblichen Anstrengungen zur Beschaffung der erforderlichen Nachweise (förmlicher
Visumantrag, Ausbildungsvertrag mit Handelskammer-Stempel, Nachweis von Sprachkenntnissen,
Wohnung, etc.) sowie die Erfüllung der Einreiseformalitäten für Ghana und der große
finanzielle Aufwand für Flug, Hotel und Rechtsanwalt haben sich also gelohnt. Gott
sei Dank!
Dennoch: Auch die Ghanaer, mit denen er über seinen Aufenthaltszweck dort gesprochen
hat, haben über die deutsche Bürokratie grinsend den Kopf geschüttelt.
Am Samstag ist unser geschätzter A.K. wohlbehalten in München angekommen. Wir haben
ihn persönlich am Flughafen und mit einer Welcome-Grillparty bei einer Helferin
begrüßt. Ab sofort beginnt für ihn mit der Berufsschule der Ernst der Ausbildung.
Wir werden ihn auch dabei bis zum erfolgreichen Abschluss begleiten.
Vielen Dank an alle, die außerhalb und innerhalb des Helferkreises mitgewirkt haben.
(Jürgen Gnuschke)
Nachzutragen ist, dass inzwischen auch in einem Artikel des SZ-Adventskalenders über diesen Fall berichtet
worden ist. Ein weiterer Artikel aus dem Münchner Merkur berichtet ein knappes halbes
Jahr später über A.K.s Fortschritte bei seiner Ausbildung zum Elektroniker.
15.09.2022
Lernwerkstatt im Haus der Begegnung
In den Sommerferien konnten die Sprachschüler der Gemeinde Kirchheim in einer Lernwerkstatt
ihre Sprachkenntnisse vertiefen. Im Haus der Begegnung hat man spielerisch geübt,
mit Plakaten gelernt, mit Bildkarten Wörter wiederholt und deutsche Sprichwörter
kennengelernt. Mehr darüber erfahren Sie in einem
für die Gemeinde Kirchheim in den Kirchheimer Mitteilungen.
10.07.2022
Schnäppchenjäger, Schatzsucher und Second-Hand Fans aufgepasst: Flohmarkt
des Helferkreises auf dem Dorffest!
(Foto: Wikimedia)
Wie es vor vielen Jahren Tradition war, wird es 2022 nach langer Zeit wieder einen
Flohmarkt auf dem Kirchheimer Dorffest geben! Nach dem Gottesdienst am Sonntag,
den 10.07.2022 geht es ab 13 Uhr los: Das ganze Festzelt auf dem Pfarrer-Caspar-Mayr-Platz
wird sich in eine Schnäppchenmeile verwandeln! Sie können bei jedem Wetter stöbern,
Schätze finden und Gebrauchtem neues Leben schenken. Flohmarkt-Shopping ist nachhaltig,
günstig und einzigartig!
Organisiert wird der Flohmarkt vom Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V. –
die Standgebühr ist also für den guten Zweck: Sie geht an den Helferkreis und wird
für seine Projekte und Hilfeleistungen für Geflüchtete verwendet. Gerade jetzt ist
dies ein wertvoller gesellschaftlicher Beitrag.
10.05.2022
Mitgliederversammlung des Helferkreises wieder als Präsenzveranstaltung
Nach zwei erfolgreichen digitalen Veranstaltungen war es in diesem Jahr tatsächlich
wieder möglich: Die jährliche Mitgliederversammlung des Helferkreis Asyl Kirchheim
b. München e.V. konnte als Präsenzveranstaltung abgehalten werden. Mit der Bitte
um das Tragen einer Maske und der Kontrolle des Impfstatus fanden sich am Dienstag,
den 10. Mai 2022 im Pfarrsaal von St. Peter zahlreiche Mitglieder ein.
Zu Beginn der Versammlung blickte die erste Vorsitzende, Gerlinde Reichart, im Jahresbericht des Vorstands auf die Aktivitäten des Helferkreises
im Jahr 2021 zurück. Danach trug der Schatzmeister Jürgen Gnuschke den Kassenbericht
vor. Es folgte ein Ausblick von Brigitte Hartmann auf das kommende Jahr.
Der Vorstand bedankt sich für die Entlastung zum Geschäftsjahr 2021, für die zahlreiche
Teilnahme an dieser Mitgliederversammlung sowie das immer noch sehr hohe Engagement
der Mitglieder, gerade auch mit Blick auf die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine
und die vielen in Kirchheim aufgenommenen Geflüchteten.
Das im Anschluss stattfindende gemütliche Beisammensein hatte vielen Mitgliedern
in den letzten Jahre sehr gefehlt. Alle waren froh über die Möglichkeit, sich vor
Ort nun wieder persönlich austauschen zu können.
17.04.2022
Muslime und Christen – wenn Ramadan und Ostern zusammenfallen
(Foto: Jürgen Gnuschke)
Während der Osterhase am frühen Ostersonntagmorgen seine Ostereier an das Kind bringen
will, ist es ganz still in den Unterkünften. Also traut er sich nicht so recht.
Ja, Du meine Güte! Wir haben Ramadan, den Fastenmonat. Da darf man nur nach Sonnenuntergang
essen und trinken. Das dann aber bis spät in die Nacht. Und die Kinder sind natürlich
dabei. Also bis frühmorgens 16 Uhr zehn (Gebrüder Blattschuss: Kreuzberger Nächte
sind lang; Wer erinnert sich?) geht da gar nichts, nicht mal für den Osterhasen.
Aber irgendwann waren dann doch alle 51 Osterkörbchen von Helfern des Helferkreis-Osterhasen
verteilt. Die Kinderfreuden beim Plündern der Körbchen blieben für uns leider verborgen.
Herzlichen Dank und großes Lob an die Verteiler Barbara, Brigitte und Annette und
vor allem an die Mitarbeiterinnen der Körbchenwerkstatt Elfriede, Marie-Luise und
Annette.
(Jürgen Gnuschke)
24.03.2022
Die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine sind eingetroffen
Inzwischen sind die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine in der Gemeinde Kirchheim
angekommen. Wer bereits Flüchtlinge bei sich aufgenommen hat, sollte sich per E-Mail
bei
melden. Die Registrierung ist wichtig, damit Gemeinde und Helferkreis entsprechend
unterstützen können. Der Helferkreis Asyl Kirchheim hat in den Kirchheimer Mitteilungen einen Artikel mit
veröffentlicht.
03.03.2022
Hilfe für die Flüchtlinge aus der Ukraine
Die aktuelle dramatische Situation in der Ukraine macht uns alle fassungslos. Rund
eine Million Menschen sind inzwischen aus der Ukraine geflüchtet, vor allem Frauen
und Kinder.
Wir vom Helferkreis sind uns bewusst, dass mit der größten Flüchtlingskrise in Europa
seit dem Ende des zweiten Weltkriegs auch auf uns neue Aufgaben zukommen und wir
uns dazu entsprechend aufstellen müssen. Zum Ersten unterstützen wir die Aufrufe
der staatlichen Stellen zur Aufnahme und Unterstützung von Geflüchteten aus der
Ukraine in Kirchheim.
Informationen zu Möglichkeiten für Sach- und Geldspenden, zur Unterbringung von
Personen sowie zur Suche nach Dolmetschern finden Sie daher auf der Homepage der
Gemeinde Kirchheim, auf Seiten des Landratsamts München und auf der Seite „Hilfen in der Ukrainekrise” des bayerischen
Innenministeriums.
Ab Donnerstag, den 3. März, übernimmt der Caritas-Verband die Koordination der privaten
Unterbringungsangebote im Landkreis München. Erste Anlaufstelle für Flüchtlinge
aus der Ukraine sind die Ankunftszentren in Deutschland. Für den Großraum München
ist das Ankunftszentrum der Regierung von Oberbayern mit der folgenden Adresse zuständig:
Ankunftszentrum für Asylbewerber
Maria-Probst-Straße 14
80939 München
Dort werden die Flüchtlinge erfasst und alles weitere wird, unabhängig von Ausweispapieren,
veranlasst. Die Menschen bekommen eine Unterkunftsmöglichkeit und, falls nötig,
eine erste Unterstützung.
Anbieter von Wohnraum und Sachspenden können sich beim Landratsamt München melden bzw. informieren oder unser
nutzen.
Weitere Informationen zum Thema Flucht aus der Ukraine finden Sie auf der
unserer Homepage.
Der Weihnachtsmann des Helferkreises verteilte zusammen mit seiner Helferin insgesamt
53 prall gefüllte Weihnachtstüten an die Flüchtlingskinder zwischen 0 und 14 Jahren.
Die Familienunterkunft in der Räterstr. und 9 Wohnungen in Kirchheim und Heimstetten
wurden dabei aufgesucht, die Übergabe erfolgte leider wieder coronabedingt mit „Abstand“.
Dennoch konnte der Weihnachtsmann manch Kinderlächeln aus der Entfernung erhaschen.
Zuvor wurden die Tüten in der Weihnachtswerkstatt (Reihenhaus-Dachgeschoss) mit
den Namen der Kinder personalisiert und mit Clementinen, knackigroten Nikolausäpfeln,
Walnüssen, und fair gehandelter Schokolade vom Eine-Welt-Laden standardmäßig bestückt.
Dazugelegt wurde Spielerisches und/oder Praktisches, je nach Altersgruppe unterschiedlich,
siehe Foto vom Sortiment. Den Helfern des Christkinds hat es wieder viel Spass gemacht.
(Annette & Jürgen Gnuschke)
Der Helferkreis bedankt sich bei der Regierung von Oberbayern, die wie im letzten
Jahr einen Zuschuss für Weihnachtsgeschenke für die 35 in Unterkünften des Landratsamtes
lebenden Kinder ausgezahlt hat.
19.11.2021
Bundesweiter Vorlesetag ist in Kirchheim international
Einmal im Jahr wird in ganz Deutschland vorgelesen! Jedes Jahr am dritten Freitag
im November findet der bundesweite Vorlesetag statt, in diesem Jahr war das der
19. November. Die Kinder der Grund- und Mittelschule bekamen allerdings schon ein
paar Tage früher internationalen Besuch: Drei Geflüchtete kamen in die Klasse, um
Ihnen in ihren Muttersprachen vorzulesen. Mehr darüber finden Sie in einem in den
Kirchheimer Mitteilungen veröffentlichten
der Deutschlehrerin für Flüchtlinge der Gemeinde Kirchheim.
15.11.2021
Neustart in Kirchheim – Mit Hilfe des NesT-Programms
Schon seit Jahren unterstützen in Kirchheim viele Helfern und Helferinnen tatkräftig
Flüchtlinge. Seit 2021 beteiligt sich der Helferkreis nun auch an einem neuen Programm
zur Aufnahme und Integration besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge und bietet
so einer Flüchtlingsfamilie eine neue Lebensperspektive.
NesT (Neustart im Team)
ist ein Pilotprojekt, das im Rahmen des Resettlement-Programms des Flüchtlingswerks
der Vereinten Nationen (UNHCR) die Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen
ermöglicht. In Oberbayern wird Nest von der Caritas betreut. Die Erzdiözese von
München und Freising leistet finanzielle Unterstützung und ist bei der Wohnraumbeschaffung
behilflich.
Die Geflüchteten werden noch im Ausland vom UNHCR ausgewählt und dann vom Bundesamt
für Migration und Flüchtlinge als schutzbedürftig anerkannt. Bereits vor der Einreise
nach Deutschland erhalten sie einen Aufenthaltstitel. Da das Asylverfahren schon
außerhalb Deutschlands abgeschlossen wurde, konnte die Familie somit ohne Fluchtrisiko
nach Kirchheim kommen.
Fünf Personen aus dem Helferkreis sollten sich zusammenfinden, um die bereits im
ersten Fluchtland anerkannte Flüchtlinge ein Jahr lang engmaschig zu betreuen. Diese
Gruppe der Mentoren war schnell gefunden. Im Frühjahr kamen die Mentoren mit einer
Familie in Kontakt, die seit langen Jahren in einem Auffanglager leben musste. Nach
einem kurzen Kennenlernen in einem Zoom-Call war für beide Parteien klar: Das schaffen
wir gemeinsam!
Helfer aus dem Helferkreis packten sofort mit an. Eine Wohnung wurde hergerichtet
und mit Möbeln, Kücheneinrichtung und Waschmaschine bestückt. Einige Wochen danach
war es so weit und wir konnten die sicher gelandete Familie mit zwei Kleinbussen
in Friedland abholen.
Die Familie war begeistert, endlich wieder eine eigene Wohnung zu haben, Möbel verschieben
zu können, Essen nach eigenen Gewohnheiten zu kochen, Gäste empfangen zu können
und viele Dinge mehr, die für uns ganz selbstverständlich erscheinen. Wir Mentoren
unterstützten die Familie, wo immer Hilfe gebraucht wurde: bei der Organisation
von Behördengängen, bei der Kontoeröffnung und bei Arztbesuchen, wir boten Hilfe
beim Einkaufen an, stellten den Kontakt mit Schule und Sprachkursen her und vieles
mehr. Unser bestes Mittel zum Zweck dabei war und ist noch immer ein Handy mit einer
Übersetzungs-App, die uns erlaubt, mit den Mitgliedern der Familie rasch und verständlich
zu kommunizieren.
Für die freiwilligen Helfer gibt es immer noch viel Arbeit! Sie gelingt uns aber
deshalb so gut, weil sie auf mehreren Schultern verteilt ist. Das Schönste aber
ist, dass unsere freundliche Familie alles in ihrem neuen Zuhause in Kirchheim wissbegierig
aufnimmt, sich jeder um maximale Selbständigkeit bemüht und anpackend in die Zukunft
blickt. Ein Beitrag zu gelingender Integration.
(Sigrid Baumer-Schnittke)
28.09.2021
Der Helferkreis findet süße Überraschung für Flüchtlingskinder
„Nanu? Was ist das denn?”, fragte sich Jürgen Gnuschke, als er Ende
September den Briefkasten des Helferkreises leerte: Ein anonymes Schreiben, adressiert
an den Helferkreis. Nach Öffnen des Kuverts lagen vor ihm 50 Gutscheine für einen
Probierbecher aus der Eisdiele Eispeter sowie folgender beigefügte Brief:
Liebe Bewohner:innen,
ich möchte Ihnen und insbesondere den hier wohnenden Kindern und Jugendlichen mit
diesen Gutscheinen eine Freude machen.
Viele von Ihnen haben schwere Zeiten und lange Reisen hinter sich. Sie sollen wissen,
dass Sie hier in der Gemeinde willkommen sind.
Einen herzlichen Dank auch an alle Helfer:innen, die sich täglich einsetzen.
Genießen Sie das Eis und schenken Sie sich und anderen ein Lächeln.
🌝;
Ihre Nachbarin 💗;
Ganz ehrlich: Uns ist bei diesen Zeilen das Herz aufgegangen! Im Namen der Bewohner
sagt der Helferkreis der anonymen Spenderin aufs allerherzlichste:
Dankeschön für Ihre liebe Idee und die gelungene Überraschung!
Die Gutscheine verteilen wir umgehend an die Kinder und jugendlichen Geflüchteten.
(Andrea Etterer)
23.04.2021
Erfolgreiche Schatzsuche gegen den Corona-Blues
Dank engagierter Helferinnen konnten an der diesjährigen vom Jugendzentrum Kirchheim (JUZ) organisierten Schatzsuche
in Form einer Schnitzeljagd auch die sechs Grundschulkinder aus der Flüchtlingsunterkunft
teilnehmen. Zwei Teams, die Helferinnen Elfriede Weidner und Annette Gnuschke mit
ihren Schatzsuchern J. und D., berichten hier stellvertretend für alle anderen von
ihrer Jagd nach dem Schatz.
Am Freitag war es endlich so weit: Wir waren mit den beiden Jungs im JUZ, um endlich
den heiß ersehnten und schwer erkämpften Schatz abzuholen. Die Hüterin des Schatzes,
Ute, war bereit für die Übergabe. Nachdem die beiden Kinder stolz ihren Lösungssatz
vorgetragen hatten, war die Freude groß: Jeder bekam eine mit Sternen verzierte
Überraschungstüte. Die Suche hatte sich also gelohnt!
Auf dem Weg zur Lösung hatten die Kinder fünf Rätselpakete abarbeiten müssen. Zu
den vereinbarten Terminen warteten die Schatzsucher immer schon voller Vorfreude
und mit gepacktem Rucksack auf uns und wir machten uns gemeinsam auf den Weg zu
den Stationen in Kirchheim und Heimstetten. Es war schön zu sehen, wie die Zweitklässler
aus der Flüchtlingsunterkunft mit den doch recht anspruchsvollen Aufgaben zurechtkamen.
Sie konnten die Texte selbständig lesen, diese, mit etwas Hilfe von unserer Seite,
auch verstehen, zählen und rechnen und schließlich die Lösungsbuchstaben herausfinden.
Die Kinder waren mit viel Freude dabei, hatten viele Fragen und waren aufmerksam
und konzentriert. Gespannt warteten sie auf das jeweils nächste Rätselpaket und
dann natürlich auf den Schatz.
Die Schatzsuche hat sowohl den Kindern als auch uns Begleitern richtig Spaß gemacht!
Herzlichen Dank an Ute und Magda vom JUZ für diese tolle Rallye. Die Schatzsucher
und wir freuen uns auf die nächste spannende Herausforderung.
(Elfriede Weidner und Annette Gnuschke)
07.04.2021
Der Osterhase trotzt Corona schon ein zweites Mal!
(Foto: Jürgen Gnuschke)
44 Kinder von 0-14 Jahren waren dieses Mal die Beschenkten. Der Osterhase hat in
Zusammenarbeit mit dem Security bei der Verteilung natürlich alle Abstandsregeln
eingehalten. In den dezentralen Wohnungen wurde wieder die altbewährte Klingelstreichmethode
angewendet: Körbchen vor der Tür abstellen, Klingeln und Verschwinden - mit einem
versteckten Blick zurück, um die Überraschten zu beobachten. Saftig grünes Ostergras
und fair gehandelte Schokoladeneier und -häschen vom Eine-Welt-Laden in Heimstetten
bildeten den klassischen Inhalt jedes Osterkörbchens. Dazu gesellten sich von unserer
Profi-Näherin aus Sierra Leone liebevoll angefertigte Küken aus Stoff und Filz.
Alles ist also gut gelaufen, dennoch wünscht sich der Osterhase sehnlich für nächstes
Jahr die Normalität zurück und wünscht uns allen, dass wir gesund bleiben.
(Jürgen Gnuschke)
20.03.2021
Zweite elektronische Mitgliederversammlung ebenfalls erfolgreich
beendet.
Wie im letzten Jahr präsentierte die 1. Vorsitzende des Helferkreises, Gerlinde
Reichart, den Jahresbericht 2020 auf elektronischem Wege und trug der
Schatzmeister Jürgen Gnuschke den Kassenbericht vor.
Der Vorstand bedankt sich für die Entlastung zum Geschäftsjahr 2020 und die Wiederwahl
ohne Gegenstimmen, aber noch mehr für die zahlreiche Teilnahme an dieser schon nicht
mehr ganz so ungewöhnlichen digitalen Form der Mitgliederversammlung sowie für die
vielen positiven Rückmeldungen zum Inhalt und zum organisatorisch und technisch
gelungenen Ablauf.
Mit der Mischung aus elektronischer Versammlung und Abstimmung auf postalischem
Weg entwickeln wir uns langsam aber sicher zu routinierten Organisatoren für Veranstaltungen
dieser Art! Trotzdem bleibt der Wunsch, unsere nächste Versammlung in altbewährter
Form als Präsenzveranstaltung abhalten zu können. Der persönliche Kontakt und Austausch
mit den Mitgliedern fehlen nun, nach über einem Jahr Pandemie, allen immer mehr.
24.01.2021
Unterstützer gesucht!
Das Aufgabengebiet des Helferkreises hat sich in den letzten Jahren von der Grundversorgung
hin zur Förderung der Integration, der Unterstützung der Schüler und der Arbeitsvermittlung
entwickelt. Die Zahl der Flüchtlinge blieb lange Zeit mehr oder weniger konstant.
Aber jetzt bekommt Kirchheim wieder neue Flüchtlinge zugewiesen.
Daher bittet der Helferkreis alle engagierten Kirchheimer Bürgerinnen und Bürger
zu überlegen, ob sie etwas Zeit aufwenden können, damit der Helferkreis die wachsenden
Aufgaben auch in Zukunft weiterhin so erfolgreich und gut bewältigen kann.
Natürlich müssen bei jedem persönlichen Kontakt die durch Corona erforderlichen
Vorschriften eingehalten werden. Deshalb ist geplant, abzuwarten, bis die Infektionszahlen
in unserem Landkreis so weit gesunken sind, dass der persönliche Kontakt zu den
Flüchtlingen wieder möglich ist.
Der Helferkreis freut sich auf Ihre positive Rückmeldungen - z.B. mit Hilfe des
unseres
(Gerlinde Reichart, Brigitte Hartmann, Jürgen Gnuschke)
Die Neubelegung der Asylbewerberunterkunft im Gewerbegebiet Kirchheim
hat begonnen
Nach einiger Zeit des Leerstandes wird ab Mitte Dezember 2020 die Asylbewerberunterkunft
im Gewerbegebiet Kirchheim neu belegt werden. Früher waren dort unbegleitete minderjährige
Geflüchtete in Wohngruppen der AWO untergebracht. Nun wird die Unterkunft durch
das Landratsamt München betrieben und mit circa 30 Personen unterschiedlicher Nationalitäten
belegt werden. Helferkreis Asyl und die
der Gemeinde werden Ihre Arbeit mit den BewohnerInnen der Unterkunft - so gut es
derzeit möglich ist - aufnehmen und versuchen trotz Corona mit ihnen in Kontakt
zu kommen, um ihnen den Start in Kirchheim zu erleichtern.
08.10.2020
Datenanalyse „Integration in Kirchheim” in
den Kirchheimer Mitteilungen veröffentlicht.
Die Flüchtlingsbewegungen haben ab dem Jahr 2015 das Thema Zuwanderung in den Fokus
der deutschen Bevölkerung gerückt. Auch für Kirchheim war die Zuwanderung und deren
Bewältigung hochaktuell und hatte neben den aufkommenden Sorgen und Ängsten auch
eine immense Hilfsbereitschaft der Bevölkerung zur Folge. Aufgrund der aktuellen
Lage mit dem Coronavirus ist das Thema Zuwanderung zurzeit mehr in den Hintergrund
gerückt, nichtsdestotrotz halten sich alte Vorurteile gegenüber Geflüchteten hartnäckig.
Die Integrationsbeauftragte der Gemeinde Kirchheim Carina Steger hat nun mit einer
umfangreichen Auswertung von Daten des Einwohnermeldeamtes und des Bereichs Integration
eine aussagekräftige Analyse der Hintergründe und der Integrationssituation der
in Kirchheim lebenden Geflüchteten erstellt. Damit gibt sie den Kirchheimer Bürgern
die Möglichkeit, sich anhand fundierter Fakten ein eigenes differenziertes Bild
über das wichtige Thema Migration, Integration und Asyl in ihrer Gemeinde zu machen.
Die Datenanalyse ist in den Kirchheimer Mitteilungen 19/2020 veröffentlicht worden.
Sie können sie
herunterladen.
24.09.2020
Auch die Kinder der Flüchtlingsfamilien müssen mit dem E-Learning
zurecht kommen
Durch den Lockdown der Schulen sind etliche Schüler, darunter vor allem die Kinder
der Flüchtlinge, sehr ins Hintertreffen geraten. Um dies bei einem möglichen erneuten
Homeschooling abzufangen, hat der Helferkreis frühzeitig reagiert. Sechs Schüler
ab der 5. Klasse haben in der letzten Ferienwoche an einem PC-Kurs der VHS teilgenommen.
Mit der zugewandten Dozentin kamen die Schüler gut voran. In den nächsten Tagen
werden die Schüler aus Stiftungsmitteln finanzierte Notebooks leihweise erhalten.
Lesen Sie dazu einen
den Kirchheimer Mitteilungen 18/2020.
12.06.2020
Ehepaar näht und verschenkt über 100 Stoffmasken!
Für die Flüchtlinge in Kirchheim bringt die Corona-Krise, wie für viele andere auch.
herbe Einschränkungen mit sich, die durch die räumliche Enge in den Unterkünften
und den knappen finanziellen Rahmen noch verschärft werden. Umso bemerkenswerter
ist die Initiative einer Familie in der Unterkunft Räterstraße, die erst Stoffmasken
zur Mund-Nasen-Bedeckung für die Bewohner der Unterkunft und dann auch für bedürftige
Kirchheimer produziert hat. In den Kirchheimer Mitteilungen 12/2020 wurde
darüber ausführlicher berichtet.
22.10.2020
Die elektronische Mitgliederversammlung zum Geschäftsjahr 2019
wurde erfolgreich beendet.
Alles war anders: Des Mitgliederversammlung des Helferkreises Asyl Kirchheim b.
München e.V. zum Geschäftsjahr 2019 musste wegen der Corona-Pandemie ins Internet
verlegt werden.
Die 1. Vorsitzende des Helferkreises, Gerlinde Reichart, präsentierte in einem Video
den Jahresbericht 2019. Auf die gleiche Weise trug der Schatzmeister
Jürgen Gnuschke den Kassenbericht vor.
Die Beschlussfähigkeit für die Abstimmung über die Entlastung des Vorstands wurde
trotz gesetzlich erforderlicher doppelter Anzahl an Teilnehmern locker erreicht.
Die Entlastung selbst erfolgte ohne Gegenstimmen bei 3 Enthaltungen. Der Vorstand
bedankt sich ganz herzlich für diese Entlastung.
Aber noch mehr möchten wir uns für die zahlreiche Teilnahme an dieser ungewöhnlichen
digitalen Form sowie die vielen positiven Rückmeldungen zum Inhalt und zum organisatorisch
und technisch gelungenen Ablauf bedanken.
Auch wenn wir nach dieser Mitgliederversammlung nun gut für weitere Veranstaltungen
dieser Art gerüstet sind - wir wünschen uns doch, dass wir in Zukunft eine solche
Versammlung nicht noch einmal in dieser Form werden umsetzen müssen. Präsenzveranstaltungen
mit persönlichem Austausch sind auf Dauer einfach nicht zu ersetzen.
09.04.2020
Trotz beengter Verhältnisse – Kirchheimer Flüchtlinge halten sich in der Corona-Krise
an die Regeln
In Bayern sind bereits einige Wochen mit strengen Ausgangsbeschränkungen für alle
Bürgerinnen und Bürger vergangen. So auch für die Flüchtlinge in den Unterkünften
in der Räter- und Münchner Straße. Trotz der beengten Wohnverhältnisse der Bewohner
kann der Helferkreis beobachten, dass sich alle sehr gut an die Regeln zur Bekämpfung
des Coronavirus halten.
Flüchtlinge, die Arbeit gefunden haben, gehen arbeiten, andere sind bereits jetzt
von Kurzarbeit betroffen, Integrationskurse sind ausgesetzt. Um finanzielle Engpässe
aufgrund der Schließung der Tafel zu überbrücken, erhalten alle Berechtigten der
Tafel einen Einkaufsgutschein von der Gemeinde. Darüber hinaus stellt der Helferkreis
intern weitere finanzielle Mittel zur Verfügung, um bei Bedarf bedürftige Bewohner
zu unterstützen.
Rückblickend fingen die Winterferien, kurz vor Beginn der Ausbreitung des Coronavirus
in Deutschland, noch so schön an. Zu den Filmvorführungen, die der Helferkreis in
der Winterferienwoche organisiert hatte, kamen zehn Kinder aus der Unterkunft zusammen.
Es wurden „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer” und „Pünktchen
und Anton” gezeigt. Die Filme waren ein voller Erfolg. Diese Aktion sollte
von nun an eigentlich monatlich stattfinden, doch fällt dies selbstverständlich
in der derzeitigen Situation zunächst einmal ins Wasser.
(Foto: Jürgen Gnuschke)
Allerdings versucht der Helferkreis auch in diesen besonders schwierigen Zeiten
für die Kinder etwas Farbe in ihren Alltag ohne Schule und Kindergarten zu bringen.
Alle Haushalte mit Kindern bekamen einen Brief mit diversen Rätseln, Ausmal- und
Bastelspaß, um sich die Zeit in den eigenen vier Wänden zu vertreiben.
Auch in der Arbeitsgruppe Hausaufgabenbetreuung wurde man kreativ: Bereits in den
letzten Wochen lasen einige Helfer virtuell den Flüchtlingskindern vor, die sie
normalerweise bei den Hausaufgaben unterstützen. Andere Mitglieder des Helferkreises
schrieben Briefe, um weiterhin Kontakt zu halten.
Und sogar der Osterhase kommt trotz Corona-Krise! Alle Kinder bis 14 Jahre bekommen
einen Ostergruß des Helferkreises: selbstgebastelte bunte Papierkörbchen gefüllt
mit Osterhäschen und Ostereiern auf einem grünen Nest. Die Übergabe wird natürlich
kontaktlos organisiert.
(Cordula Klenner)
Die Randbedingungen, die Flüchtlingshilfe in Corona-Zeiten erfüllen muss, bestimmt
die Politik. Das Bayerische Innenministerium berichtet darüber regelmäßig in Infobriefen.
Mit Hilfe der Nutzung moderner Kommunikationsmittel versucht der Helferkreis bisher
erfolgreich, voll arbeitsfähig zu bleiben. Die monatlichen Meetings der Arbeitsgruppenleiter
mit dem Vorstand finden nun als Videokonferenzen statt (siehe Foto)
Informationen über die allgemeinen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Situation
der Flüchtlinge in Europa und der Welt finden Sie z.B. auf dem Corona-Ticker von PRO ASYL. Viele Webseiten vermitteln auch
Grundwissen über den Coronavirus auf Deutsch, in den Sprachen der Geflüchteten und
in leichter Sprache. Eine Zusammenstellung entsprechender Links finden Sie auf
Helfer finden weitere Hinweise auf einer Seite der AG Unterstützung.
05.03.2020
Vorläufiges Ende einer erfolgreichen Serie von Interreligiösen Gesprächsabenden
„Christentum & Islam”
Dreimal sind im kleinen Kreis und unter Beteiligung von 4 Experten unterschiedliche
Aspekte von Christentum und Islam besprochen und diskutiert worden. Dabei diskutierten
die Teilnehmenden zusammen mit Frau Pfarrerin Ute Heubeck, Herrn Pfarrer Werner
Kienle, Herrn Imam Ahmad Popal und Frau Pastoralreferentin Marion Haass-Pennings
beim ersten Abend die Unterschiede und Parallelen der beiden Religionen, beim zweiten
Abend die Rolle von Mann und Frau in beiden Religionen und beim dritten Abend den
Umgang mit Andersgläubigen.
Die von der
der Gemeinde, Frau Carina Steger, zusammen mit dem Helferkreis Asyl Kirchheim b.
München e.V. organisierten Gesprächsabende sind sehr gut besucht worden, so dass
eine Fortsetzung angedacht ist. Hier finden Sie den Flyer der Veranstaltungsreihe. In den
Kirchheimer Mitteilungen 21/2019, 01/2020 und 07/2020 haben
Frau Steger und Günter Reichart ausführliche Berichte über den
den
und über den
veröffentlicht.
04.03.2020
Das erste nach dem Helferkreis-Workshop im Januar ins Leben gerufene
Stammtischtreffen fand am Dienstag, den 4. März, im Restaurant Locanda
Ischitana in Kirchheim statt. Sieben Helfer tauschten sich in geselliger Runde bei
einem Glas Wein und leckerem Essen über ihre Erfahrungen aus. Ein lockerer kurzweiliger
Abend mit interessanten Anekdoten, Networking und nützlichen Informationen, die
die Arbeit der anwesenden Helfer auf jeden Fall wieder ein Stück voranbringen wird.
Der nächste Stammtisch war für Dienstag, den 5. Mai 2020 um 20 Uhr wieder in der
Locanda Ischitana in Kirchheim geplant.
Das Jahr 2019 stand im Kirchheimer Kindergarten St. Elisabeth unter dem Motto „Wir sind
alle Kinder dieser Welt.“ Im Rahmen der vielfältigen Aktivitäten des Kindergartens
zu diesem Thema wurde beim Martinsfest eine kleine Spendensammlung
durchgeführt, die am Ende 310 € einbrachte. Dieses Geld wird den bedürftigen
Flüchtlingskindern in unserer Gemeinde zugutekommen. Claudia Richter übergab am
11. Dezember im Rahmen der Adventsfensteröffnung die Spende an Gerlinde Reichart,
Vorstand des Helferkreises. Passend zum Thema „Tragt in die Welt ein Licht, tragt
nach Asien/Afrika, Amerika, Europa/Australien ein Licht“ trugen die Kinder ein kleines
Lied vor. Frau Reichart bedankte sich herzlich bei den Kindern, deren Eltern und
dem Kindergartenteam für ihre tolle Initiative.
September 2019
Unterstützen Sie mit uns die Geflüchteten bei der schwierigen Wohnungssuche!
Der Helferkreis Asyl unterstützt die Geflüchteten in Kirchheim nunmehr seit sechs
Jahren und hat in dieser Zeit bereits viel erreicht. Ein Großteil der männlichen
Bewohner hat eine Arbeitsstelle in Vollzeit und unsere Jugendlichen machen ihren
Schulabschluss oder befinden sich in einer Ausbildung. Die meisten der Ausbildungs-
und Arbeitsplätze befinden sich in Kirchheim und Umgebung. Dies ist ein wichtiger
Beitrag zur Integration.
Wie Sie der Presse entnehmen konnten, ist es den Familien und auch Einzelpersonen
bisher erlaubt, auch nach der Erlangung eines stabilen Aufenthaltstitels ihren Wohnsitz
als sogenannte Fehlbeleger in den Flüchtlingsunterkünften zu behalten. Die Unterkünfte
sind aber nicht für eine langfristige Unterbringung ausgelegt. Insbesondere für
Familien ist es daher oft schwierig, in den beengten Wohnverhältnissen zurechtzukommen,
da Rückzugsmöglichkeiten für Kinder oder Eltern fehlen und es für Schüler und Auszubildende
schwierig ist, einen ruhigen Ort zum Lernen zu finden. Viele Familien sind deshalb
bemüht, eine Wohnung zu finden.
Wir wissen alle um die angespannte Situation auf dem Münchner Wohnungsmarkt, die
die Wohnungssuche für Flüchtlingsfamilien natürlich extrem erschwert. Hinzu kommt,
dass das Jobcenter bei zu geringem Einkommen einen Teil der Miete übernimmt. Obwohl
dies eine der ausfallsichersten Finanzierungen der Miete ist, schreckt es anscheinend
doch viele Vermieter ab.
Welche Unterstützung bietet der Helferkreis? Wir zeigen den Wohnungssuchenden, wie
sie im Internet und in Anzeigenblättern eigenständig nach Wohnungen suchen können.
Wir schalten zusätzlich selbst Anzeigen in einschlägigen Anzeigenblättern und vermitteln
bei Bedarf einen Platz im Workshop der AWO-FOL Wohnungsnotfallhilfe.
Kommt es zu einem Besichtigungstermin, helfen wir bei der Erstellung einer Bewerbungsmappe
und unterstützen bei der Beantragung einer Schufa-Auskunft. Vielfach begleiten wir
die Flüchtlinge zu den Besichtigungsterminen, um die Fragen der potentiellen Vermieter
zu beantworten und eventuelle Vorbehalte abzubauen. Wir kümmern uns gelegentlich
auch um Referenzen des Arbeitgebers für die Wohnungssuchenden. Außerdem versuchen
wir, durch Mundpropaganda möglichst viele Bürger über die Wohnungssuche zu informieren.
Machen Sie mit und helfen Sie uns bei der Wohnungssuche für die Kirchheimer Geflüchteten.
Wir sind für jede Unterstützung dankbar!
(Gerlinde Reichart)
September 2019
Der Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V. und die Gemeinde Kirchheim laden
Sie sehr herzlich zu drei weiteren interreligiösen Gesprächsabenden
„Christentum & Islam” ein. Im kleinen Kreis werden mit
unseren Experten unterschiedliche Aspekte beider Religionen besprochen und diskutiert.
Die Themen und Termine:
Am 10.10.2019 von 19:30 bis 21:30:
Christentum und Islam – die fremden Geschwister?
Am 22.11.2019 von 19.00 bis 21.00:
Die Rolle von Mann und Frau in beiden Religionen
Am 5.3.2020 von 19:30 bis 21:30:
Der Umgang mit Andersgläubigen
Die anwesenden Experten:
Frau Pfarrerin Ute Heubeck, Cantate Kirche
Herr Pfarrer Werner Kienle, St. Peter & St. Andreas
Herr Imam Ahmad Popal, Münchner Unabhängige Muslime (MUM)
Frau Pastoralreferentin Marion Haass-Pennings, Münchner Lehrhaus der Religionen
e.V. (Moderatorin)
Der Eintritt ist frei – Eine Anmeldung unter
ist erforderlich. Sie können sich für jede Veranstaltung einzeln anmelden.
Der Ort für alle drei Termine ist St. Andreas, Kirchheim, Pfarrer-Caspar-Mayr-Platz
2.
Hier finden Sie den Flyer der Veranstaltungsreihe. Weitere
Informationen erhalten Sie bei der
der Gemeinde, Frau Carina Steger, unter 089 90909-5108.
Nachtrag: Inzwischen haben drei interreligiöse Gesprächsabende mit vollem Erfolg
stattgefunden. Alle drei Abende waren sehr gut besucht. In den Kirchheimer Mitteilungen 21/2019 und 01/2020 haben Frau
Steger und Günter Reichart ausführliche Berichte über
und über
veröffentlicht. Der Bericht zum dritten Abend folgt.
25.08.2019
Unter der Obhut unseres bewährten und beliebten Reiseleiters Hans Binder unternamen
am letzten Sonntag im August knapp 30 Flüchtlinge und 15 Helfer einen
Ausflug in das Museumsdorf Glentleiten
im Bayerischen Oberland.
(Foto: Jürgen Gnuschke)
Neugierig besichtigten Afghanen, Senegalesen, Nigerianer und ein Paar aus Sierra
Leone fasziniert die alten Wohn- und Gewerbegebäude.
Wie jedes Jahr fanden die Ausflügler einen schönen Platz für ein großes Picknick,
diesmal eine saftige Wiese mit Panoramablick zum Kochelsee und zur Benediktenwand.
Aus den Rucksäcken wurden Decken, Geschirr und die mitgenommenen hausgemachten Speisen
geholt und ganz selbstverständlich wurden die deutschen Begleiter zum Mitessen eingeladen.
Erst auf der Rückfahrt gab es ein starkes Gewitter mit Platzregen. Bei der Ankunft
in Heimstetten war es schon wieder trocken und alle verließen den Bus zufrieden
und dankbar.
Vielen Dank auch an unseren Helfer aus Heimstetten, der mit einer großzügigen Spende
diesen Ausflug finanziell ermöglicht hat.
Eine gelungene Ferienattraktion: Unser Ausflug zur Bavaria-Filmstadt
Pünktlich erreichten Brigitte Marx, Mitglied des
AK des Helferkreises und eine kleine Gruppe Kinder aus der Flüchtlingsunterkunft
in der Räterstraße die S-Bahn-Station - allerdings nur auf Grund eines netten Busfahrers,
der auf sie gewartet hatte. Der Weg von der Trambahn in Grünwald zur Bavaria-Filmstadt
verlief dann dank kleiner Rätsel recht kurzweilig.
(Foto: Bavaria Film GmbH)
Endlich angekommen, waren die Kinder zunächst fasziniert von den Eintrittskarten,
die an der Sperre elektronisch den Eintritt frei gaben. Auch die Fahrt mit dem kleinen
Zug zur ersten Halle war für alle interessant! Sie waren bei den Mitmach-Attraktionen
immer bei der Sache - bei längeren Erklärungen, beispielsweise zur Geschichte der
Filmstadt, fiel ihnen das Zuhören auch mal schwer.
Die erste Mitmachaktion zeigte, wie Dank eines grünen Hintergrunds die Schauspieler
in einer bewegten Szenerie agieren. Als ein Freiwilliger gesucht wurde, meldete
sich gleich einer der Kirchheimer Flüchtlinge und wurde auf die Bühne geholt. Zusammen
mit zwei anderen Kindern befanden sie sich „auf dem Dach eines fahrenden Zuges”
und je nach Anweisung wurde eine Kurve des Zuges nach rechts oder links nachgestellt.
Auch die Fahrt durch einen Tunnel in gebückter Körperhaltung wurde geprobt.
Den Abschluss des spannenden Tages bildete ein Besuch im nahegelegenen McDonalds
– für die Kinder ein weiteres großes Highlight.
(Cordula Klenner)
15.08.2019
Mit Hilfe von Spenden und einer Menge Herzblut der Organisatorin Brigitte Marx hat
der Helferkreis in diesem Sommer wieder acht Kirchheimer Geflüchteten die
Teilnahme an Schwimmkursen ermöglicht. Es gab einen Frauen- und einen
Männerkurs, beide wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schwimmschule Bavaria durchgeführt.
Beim Frauenkurs war die Schwimmlehrerin bereits vom Vorgängerkurs bekannt. Das angemeldete
Mädchen hatte viel Freude im Wasser und war vom Schwimmkurs ganz begeistert. Es
hat in den sieben Tagen gute Fortschritte gemacht und fühlt sich nun viel sicherer
im Wasser.
Die Männer des anderen Kurses wurden nach ihrem Können in drei Lerngruppen aufgeteilt.
Jede Gruppe hatte ihren eigenen Schwimmlehrer. In der Fortgeschrittenengruppe sind
die beiden Schwimmschüler nun fit im Brust- und Rückenschwimmen. Auch die Technik
des Krauelns wurde in dieser Gruppe bereits eingeübt.
Zu den anderen beiden Gruppen waren noch drei weitere junge Männer aus Kirchheim
hinzugekommen. Am Ende der Kurse berichteten zwei Teilnehmer dieser Gruppen, dass
sie nun das Brustschwimmen einigermaßen beherrschen. Allerdings fühlen sie sich
noch nicht so sicher, dass sie sich in die „freie Wildbahn” trauen und
den Heimstettner See zum Schwimmen nutzen möchten. Sie können sich eher vorstellen,
in Zukunft das Michaelibad zu besuchen und dort ihr Können auszubauen, denn dort
ist das Wasser nicht so tief wie im See.
Für einen der Schwimmschüler war der Kurs eine besondere Herausforderung: Die Erfahrungen
auf seiner Flucht über das Mittelmeer erschwerten es ihm, sich unbefangen auf das
nasse Element einzulassen. Doch auch bei ihm hat der Kurs dazu beigetragen, dass
die Angst vor dem Wasser wieder ein stückweit gelindert werden konnte.
So waren am Ende die Schwimmkurse auch in diesem Jahr ein voller Erfolg: Sie haben
allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgezeichnet gefallen.
19.07.2019
Quasi „ausverkauft” war das 4. Interkulturelle Nachbarschaftsfest
am 19. Juli auf dem Gelände der Unterkunft in der Räterstr. 40. Über
140 Gäste kamen bei endlich mal gutem Wetter und waren Teil einer familiären, fröhlichen,
ausgelassenen und friedlichen Veranstaltung.
Die Gastgeber hatten sich wieder einmal selbst übertroffen und präsentierten ein
Buffet der Extra-Klasse mit kulinarischen Genüssen aus afrikanischen und orientalischen
Ländern. Unsere westliche Kultur war vertreten mit atemberaubenden Showtänzen der
Kinder- und Jugendgarden des Kirchheimer
Narrenrates. Abgerundet wurde das Fest noch durch die interaktive Ausstellung
„Land der Kulturen”.
Gäste und Bewohner waren voll des Lobes. Lesen Sie dazu den ausführlichen
in den Kirchheimer Mitteilungen 16/2019.
(Jürgen Gnuschke)
06.04.2019
Wie es sich seit 2015 gut eingespielt hat, haben sich auch in diesem Jahr die in
Kirchheim untergebrachten Flüchtlinge am Ramadama aktiv beteiligt.
Lesen Sie dazu unseren kleinen
in den Kirchheimer Mitteilungen 08/2019.
19.03.2019
In der jährlich im Frühling stattfindenden Mitgliederversammlung
haben die Mitglieder des Helferkreises Asyl Kirchheim b. München e.V. ihrem Vorstand
das Vertrauen ausgesprochen.
(Foto: Cordula Klenner)
Gerlinde Reichart (1. Vorsitzende), Brigitte Hartmann, (2. Vorsitzende) sowie Jürgen
Gnuschke (Schatzmeister) wurden für zwei weitere Jahre in ihrem Amt bestätigt. Kirchheims
Bürgermeister Maximilian Böltl bedankte sich persönlich beim Vorstand für sein Engagement
und bei allen Mitgliedern.
Zu Beginn der Versammlung blickte Gerlinde Reichart im Jahresbericht des Vorstands
zurück auf die Aktivitäten des Helferkreises im Jahr 2018. Ihre Präsentation können
Sie hier sehen.
Weitere Tagesordnungspunkte waren u.a. der Kassenbericht von Jürgen Gnuschke und
die Pläne für das Jahr, die Brigitte Hartmann präsentierte. Darüber berichtet ausführlicher
ein
in den Kirchheimer Mitteilungen 08/2019.
Ein Ausflug in die Gewächshäuser des Botanischen Gartens war der abschließende Höhepunkt
des erfolgreichen Projekts „Spiele lernen” mit Müttern
und Kindern aus Afghanistan und Syrien. In dem Projekt hatten die Teilnehmer
unter der Anleitung von zwei Fachkräften einer pädagogischen Einrichtung aus Feldkirchen
den „Spielerischen Umgang mit Kindern” eingeübt. Erfahren sie mehr über
dieses Projekt in unserem
in den Kirchheimer Mitteilungen 02/2019.
02.12.2018
Bürokratische Hürden stellen sich einem Ausbildungswilligen in den Weg
In der Süddeutschen Zeitung ist ein ausführlicher Bericht über einen
ausbildungswilligen Kirchheimer Asylbewerber erschienen, dem sich Bürokratische
Hürden in den Weg stellen. Malick Faye aus dem Senegal hat die Zusage für einen
Ausbildungsplatz in Kirchheim. Er hat ihn aber bis jetzt nicht antreten können,
weil es für ihn unmöglich ist, den widersprüchlichen Anforderungen der Behörden
gerecht zu werden. Lesen Sie hier die Details.
21.11.2018
Auf ihrem Ausflug zur Kunstaktion „Mohnblumen auf dem Königsplatz”
in München konnten die Teilnehmer des Deutschkurses für Geflüchtete zusammen mit
ihrer Lehrerin Olga Haunolder Kunst und deutsche Geschichte direkt erleben und begreifen.
Lesen Sie dazu den
in den Kirchheimer Mitteilungen 24/2018.
24.10.2018
Mit großer Freude nahm der Vorstand des Helferkreises am 24.10.2018 einen Scheck
über eine Spende in Höhe von 3.000 € vom Kirchheimer IT-Unternehmen
Genua GmbH entgegen.
Wir bedanken uns herzlich und freuen uns auf die Projekte, die wir damit realisieren
können, um die Integration der Geflüchteten in unsere Gemeinde weiter zu fördern.
28.09.2018
(Foto: Claudia Topel)
Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen Christentum und Islam?
Wie passt dies zur aktuellen politischen und medialen Debatte? Was können wir daraus
für das Zusammenleben der Menschen beider Religionen in Deutschland lernen? Diese
und viele weitere Fragestellungen wurden im Interreligiösen Dialog
Christentum & Islam im Jugendzentrum Kirchheim in einem Vortrag und
einer Podiumsdiskussion thematisiert. Lesen Sie dazu den
der Gemeinde Kirchheim Carina Steger in den Kirchheimer Mitteilungen 21/2018 und den Artikel im Münchner Merkur über den Themenabend.
September 2018
Schwimmkurse, die getrennt für die jungen
Männer und die jungen Frauen stattfanden, wurden von der Schwimmschule
"Bavaria" im privaten Schwimmbad des Jugendwohnheims Salesianum, leicht erreichbar
in Haidhausen, veranstaltet.
Da für unsere jungen muslimischen weiblichen Schwimmschüler die Voraussetzung für
ihre Teilnahme eine weibliche Lehrperson war, stand für beide Kurse, d. h. sowohl
für den Kurs der Frauen als auch für den Kurs der Männer, eine Trainerin zur Verfügung.
Am Kurs der jungen Männer beteiligten sich sieben Flüchtlinge. Da der letzte Kurs
der Frauen nur noch aus drei Teilnehmerinnen bestand, wurde er von der Organisation
IMMA e.V. mit vier jungen Eritreerinnen
aufgefüllt.
In den 45 Minuten langen Schwimmstunden, die mehrfach von den Teilnehmern als viel
zu kurz erklärt wurden, lernten die jungen Leute Tauchen, indem sie einen Gegenstand
vom Boden des Schwimmbeckens an die Wasseroberfläche holten. Die froschartigen Schwimmbewegungen
allerdings bereiteten einigen Schülern Schwierigkeiten. Springen war nur mit der
Schwimmnudel erlaubt, auch wenn eins der Mädchen es gerne ohne diese Hilfe versucht
hätte. Ein Teilnehmer hätte auch gerne schon das Liegen auf dem Wasser gelernt.
Rückenschwimmen, eine Voraussetzung für das Liegen auf dem Wasser, war aber noch
nicht Teil des Unterrichtsprogramms.
Zum Abschluss des Schwimmkurses erhielt jede(r) Teilnehmer/in eine Urkunde, die
darüber Auskunft gibt, was jede(r) während der Kursteilnahme gelernt hat. Viele
der Schwimmschüler würden sich über einen weiteren Kurs freuen, da sie sich trotz
des Kurses noch immer sehr als Anfänger fühlen.
Diese sehr erfolgreiche Maßnahme wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
im Rahmen der „500 Landinitiativen” des Bundesprogramms für
ländliche Entwicklung gefördert. Wir bedanken uns sehr herzlich für die Förderung.
(Brigitte Marx)
31.08.2018
(Foto: Angelika Brunner)
Trotz des Regenwetters war auch das dritte interkulturelle Nachbarschaftsfest
in der Flüchtlingsunterkunft in der Räterstraße ein großer Erfolg. Es stand unter
dem Motto „Frieden ist möglich!”. Rund 100
Gäste folgten der Einladung der Geflüchteten. Ihnen wurde ein buntes Programm geboten,
das mit einem gemeinsamen interkulturellen Essen begann. Dank einiger kurzer Ansprachen
u.a. von zwei Geflüchteten und vieler persönlicher Gespräche konnten sich Gastgeber
und Gäste besser gegenseitig kennenlernen. Mehr erfahren Sie im
der Gemeinde Kirchheim Carina Steger aus den Kirchheimer Mitteilungen 18/2018.
August 2018
Integration, Selbstbewußtsein und Gefahrenprävention durch Spaß, Bewegung und Disziplin
war das Ziel der Schwimmkurse für die Kinder der Geflüchteten.
Über das Ferienprogramm der Gemeinde konnte der Helferkreis für alle Kinder der
Unterkunft Räterstraße, die älter als 5 Jahre sind, Schwimmkurse buchen. Sie fanden
an der Grundschule II, Martin-Luther-Straße, Kirchheim in eigens dafür aufgestellten
Pools statt. Eingeteilt in Gruppen von nícht mehr als 6 Kindern, waren die Mädchen
und Jungen mit Begeisterung dabei. Beim Nachbarschaftsfest am 31.8.2018 erhielten
sie dann eine Urkunde über ihre Teilnahme. Lesen Sie dazu unseren
in den Kirchheimer Mitteilungen 18/2018.
Die Schwimmkurse wurden vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im
Rahmen der „500 Landinitiativen” des Bundesprogramms für
ländliche Entwicklung gefördert. Wir bedanken uns sehr herzlich für die Förderung.
23.06.2018
Bei strahlendem Himmel und Sonnenschein brachen am 23.6.2018 zahlreiche Flüchtlinge
und einige Helfer mit einem Bus zu einem Ausflug in die Berge
auf. Nach einer kleinen Wanderung und Abenteuern für die Kinder am Wasser der Weißach
wurde Siebenhütten erreicht. Dort gab es Alphornbläser zu bestaunen und Platz zum
Spielen und für ein großes Picknick. Glücklich kehrten alle mit dem Bus nach Kirchheim
zurück.
Dieser Ausflug wurde durch die Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und
Landwirtschaft im Rahmen der „500 Landinitiativen” des Bundesprogramms für
ländliche Entwicklung ermöglicht. Herzlichen Dank dafür.
Seit Ausgabe 10/2018 erscheinen in unregelmäßigen Abständen Interviews
in den Kirchheimer Mitteilungen, die die
der Gemeinde, Carina Steger, mit Geflüchteten in Kirchheim
geführt hat. Das Interview mit einem Bauhofmitarbeiter und Cricket Fan aus Afghanistan
in der Ausgabe 12/2018 beginnt mit der folgenden Einleitung:
Seit dem verstärkten Zuzug von Geflüchteten nach Deutschland ist das Thema Asyl
und Flucht in aller Munde. Dabei kommen in der medialen und politischen Debatte
die einzelnen Menschen und ihre Hintergründe oft zu kurz. Häufig wird pauschal von
„den Flüchtlingen” und „ihrer Kultur” gesprochen. Doch jeder
Geflüchtete ist genauso individuell wie jeder Deutsche. Mehr noch: Zwischen den
einzelnen Herkunftsländern liegen oft tausende Kilometer. So sind z.B. der Senegal
und Syrien mit über 5500 Kilometern circa genauso weit voneinander entfernt wie
München vom Norden Kenias. Pauschale Aussagen über die Werte, Ansichten, Traditionen
oder Hintergründe von „den Flüchtlingen” können folglich nicht getroffen
werden. ...
Bisher sind zwei Interviews über eine
und über einen
erschienen, die beide aus Afghanistan geflüchtet sind. Weitere Interviews werden
wir in unserem Archiv mit Artikeln aus
den Kirchheimer Mitteilungen veröffentlichen. Suchen Sie dort bitte nach
„Kirchheimer Geflüchtete”.
25.04.2018
(Foto: Fabian Melber, Sea-Watch.org)
Am 25. April hatte der Helferkreis Asyl Kirchheim zu einer Veranstaltung
über das Projekt „Sea-Watch” in den Pfarrsaal St. Andreas,
Kirchheim geladen. Ziel dieser Nichtregierungsorganisation ist die Rettung von Flüchtlingen,
die im Mittelmeer in Lebensgefahr geraten. Mittlerweile hat Sea-Watch mit mehr als
500 internationalen Freiwilligen über 35.000 Menschen aus Seenot gerettet.
Manuel Spagl, Absolvent des Gymnasiums Kirchheim und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr
Heimstetten, jetzt Medizinstudent und Rettungssanitäter, war mehrfach an Bord der
Sea-Watch. Er berichtete von seinen Einsätzen und der aktuell immer schwieriger
werdenden humanitären und politischen Situation.
Am Dienstag, den 6. März 2018 trafen sich die Mitglieder und Fördermitglieder sowie
die aktiven Helfer des Helferkreises Asyl Kirchheim b. München e.V. ab 19 Uhr zu
ihrer Mitgliederversammlung im Pfarrsaal der Kirche St.
Peter in Heimstetten. Das war Gelegenheit für den Vereinsvorstand bestehend aus
Gerlinde Reichart, Brigitte Hartmann und Jürgen Gnuschke, Rückschau auf das erfolgreiche
erste Jahr des Vereins zu halten und einen Ausblick auf das nächste Jahr zu präsentieren.
Lesen Sie dazu den Jahresbericht des Vorstands und unseren
in den Kirchheimer Mitteilungen 06/2018.
19.01.2018
Wie jedes Jahr wurden beim Neujahrsauftakt verdiente Bürgerinnen und Bürger aus
Kirchheim für ihr Ehrenamtliches Engagement geehrt. Diesmal
gehörten auch zwei tüchtige Mitglieder des Helferkreises Asyl Kirchheim e.V. dazu.
Lesen Sie dazu die
der Helfer Brigitte Marx und Jürgen Gnuschke in den Kirchheimer Mitteilungen 02/2018.
11.01.2018
Schon seit dem Jahr 2013 kümmert sich der Helferkreis Asyl um Menschen, die aus
Ihrer Heimat geflohen sind und in Kirchheim ein neues Zuhause gefunden haben. Auch
2018 werden wir, in Kooperation mit der Gemeinde, selbstverständlich die bei uns
lebenden Flüchtlinge auf vielfältige Weise weiter tatkräftig unterstützen. Einen
zusammenfassenden Überblick über unser Engagement und die Erfolge
der vergangenen Jahre finden Sie im
in den Kirchheimer Mitteilungen 01/2018.
Mit zahlreichen Bewohnern der Räterstr. 40 aus Afghanistan und Afrika, darunter
vielen Kindern, ging es bei einem rundum gelungener weihnachtlicher
Ausflug in den verschneiten Bayerwald. Ziel war der Waldwipfelweg bei
St. Englmar. Lesen Sie dazu einen
in den Kirchheimer Mitteilungen 25/2017.
Dieser Ausflug wurde durch die Förderung des Bundesministeriums für Ernährung und
Landwirtschaft im Rahmen der „500 Landinitiativen” des Bundesprogramms für
ländliche Entwicklung ermöglicht. Herzlichen Dank dafür.
06.12.2017
Nach bereits zwei Einladungen aus der Flüchtlingsunterkunft in der Räterstraße zu
interkulturellen Nachbarschaftsfesten, war der Nikolaustag ein willkommener Anlass
für das Collegium 2000, nun seinerseits die Bewohner der
Räterstraße zu einem Nikolausfest einzuladen. Lesen Sie
in den Kirchheimer Mitteilungen, wie das Team vom Collegium 2000
über das Fest berichtet.
13.10.2017
Am 13. Oktober 2017 veranstaltete die Gemeinde Kirchheim b. München in Zusammenarbeit
mit dem Jugendzentrum Kirchheim
einen gut besuchten Themenabend Syrien.
Die
der Gemeinde, Carina Steger, freute sich, zu dieser Veranstaltung Kristin Helberg
begrüßen zu dürfen. Die Politikwissenschaftlerin und Journalistin las aus ihrem
Buch „Verzerrte Sichtweisen - Syrer bei uns. Von Ängsten, Missverständnissen
und einem veränderten Land”, berichtete von eigenen Erfahrungen
und über die politische Situation in Syrien und referierte über die weitere Entwicklung
des Landes.
Im Anschluss an Lesung und Vortrag berichteten zwei junge Flüchtlinge aus Syrien
über ihr Schicksal und ihren Start in Deutschland. Schließlich wurden die angesprochenen
Themen in einer Podiumsdiskussion weiter vertieft.
Am 26. August haben neun Kirchheimer Geflüchtete die Deutschprüfung „telc
– A1 für Zuwanderer” absolviert. Sieben der Teilnehmer haben die Prüfung bestanden,
dabei drei mit der Note „sehr gut”. Dieser Erfolg wurde am 29.09.2017
bei der Verleihung der Deutsch-Zertifikate A1 gefeiert.
Lesen Sie dazu den
in den Kirchheimer Mitteilungen 20/2017.
09.09.2017
Am Wochenende des 9. und 10. Septembers 2017 war wieder das alljährliche
Sommerfest auf demBajuwarenhof Kirchheim. Das war die Gelegenheit,
einige unserer Flüchtlinge in die frühe Geschichte Kirchheims einzuführen. Und so
machten sich Brigitte Marx von der AG „Sprache und Bildung” und Doris
Ehrl-Jakob zusammen mit Mariam und Nargis auf den Weg zu den Bajuwaren …
Beim ersten Besichtigungspunkt, dem alten Wohnhaus, fanden die beiden Geflüchteten
schon die erste Gemeinsamkeit mit ihrer alten Heimat: den niedrigen Lehmherd. In
Afghanistan gibt es solche Lehmherde ebenfalls, allerdings stehen sie dort vor dem
Haus, sind überdacht und sonst nach allen Seiten offen. Die an der Wand lehnenden
Holzwannen, die hier wahrscheinlich der Brotzubereitung dienten, erinnerten die
zwei jungen Frauen an die Metallwannen, in denen die afghanischen Frauen Wäsche
waschen.
Im Schlafraum des Wohnhauses steht ein Bett mit hochgezogenen Seitenteilen. Dieses
Möbel rief bei den Flüchtlingen die Erinnerung an Särge hervor. Daraufhin entspann
sich eine lange Unterhaltung, in der sie den beiden Helferinnen die afghanischen
Begräbnisrituale erklärten: Zunächst wird der Tote gewaschen. Dann werden ihm alle
„Fremdkörper” entfernt, z.B. künstliche Zähne und Gebiss sowie künstliche
Linsen. Danach wird der Tote in ein - eigens zu diesem Zweck gekauftes - weißes
Tuch mit Koransprüchen gehüllt und in einen Sarg gelegt. Bei der Beerdigung wird
der Sarg nicht mit begraben: Der Tote wird aus dem Sarg herausgenommen und bestattet
und der Sarg für den nächsten Toten wiederverwendet.
(Foto: Brigitte Marx)
Auch Gäste aus Italien waren zum Hoffest gekommen: zwei Gruppen aus Cividale im
Friaul, die das Leben der Langobarden vorstellten. So präsentierten sie die Rüstung
eines Kriegers, die aus vielen länglichen, aneinander befestigten Eisenplättchen
bestand. Zur Ausrüstung gehörten auch ein Helm, eine Axt und ein Schild. Neben den
beiden jungen Frauen hatte sich in der Zwischenzeit noch ein weiterer Heimbewohner
eingefunden: Er durfte Rüstung und Helm anziehen und posierte dann mit Axt und Schild
für ein Erinnerungsfoto.
Die medizinischen Kenntnisse der Langobarden wurden ebenfalls präsentiert: Eine
italienische Dame erläuterte, welche Gewürze und Kräuter den Langobarden als Medizin
dienten. Als nächstes schaute sich die Gruppe die Glasperlenherstellung an. Als
Anschauungsmaterial wurden Ketten aus der Umgebung im Stil des 6. und 7. Jhd. n.Chr.
gezeigt. Letzte Station war die Töpferin: Sie zeigte Tongefäße, die sie mit und
ohne Töpferscheibe hergestellt hatte.
Den dreien hat der Ausflug zum Bajuwarenhof sehr gut gefallen. Vielleicht können
sie die anderen Heimbewohner beim nächsten Ausflugsangebot zum Bajuwarenhof überzeugen,
ebenfalls mitzukommen.
(Andrea Etterer)
01.09.2017
„Dieses Fest war eine Bereicherung für uns, ganz vielen Dank!” So begeistert
verabschiedete sich am Ende beispielhaft ein Ehepaar aus der Nachbarschaft bei den
Organisatoren.
Die Bewohner der Unterkunft hatten mit Unterstützung der Gemeinde Kirchheim und
des Helferkreises am 1. September zu diesem 2. Interkulturellen Nachbarschaftsfest
in der Räterstraße Nachbarn, Helfer und Offizielle eingeladen. Über 80
Gäste, darunter auch Vertreter des Vereins ‚Miteinander in Kirchheim‘ trafen auf
gut 70 kleine und große Gastgeber aus fünf afrikanischen Ländern, Afghanistan und
Syrien.
Nachdem noch am Vormittag wegen heftigen Dauerregens eine Verlegung des Festes drohte,
hatte der Wettergott am Nachmittag ein Einsehen und die eigens montierte Plane über
dem Innenhof hielt dem vereinzelten Nieselregen stand. Darunter fühlten sich vor
allem die ca. 20 Senioren vom gegenüberliegenden Collegium 2000 wohl, die sich sofort
unter die Bewohner mischten.
(Foto: Claudia Topel)
Das Fest stand ganz unter dem von der
der Gemeinde, Carina Steger, bei der Begrüßung vorgestellten Motto „Erfahrungen
sind die beste Schutzimpfung gegen Vorurteile”. So lernten die zahlreichen
Gäste gleich bei der Begrüßungsrede, wie man „Hallo und Willkommen”
zum Beispiel in Afghanistan, Eritrea oder dem Senegal sagt. Carina Steger und Jürgen
Gnuschke vom Helferkreis hatten das lange eingeübt.
Dann staunten die Gäste nicht schlecht über die fast akzentfreien Reden einer jungen
Frau aus Syrien und eines jungen Mannes aus Afghanistan in deutscher Sprache. Beide
hießen die Gäste willkommen und bedankten sich für die herzliche Unterstützung im
Namen aller Bewohner.
Zu erfahren, wie lecker und gesund man in den Herkunftsländern der Bewohner kocht,
war schon letztes Jahr beim ersten Treffen das Highlight der Veranstaltung. Das
exotische Buffet mit Köstlichkeiten aus sieben Nationen, einschließlich der Süßspeisen
einiger deutscher Gäste, war ein Augenschmaus und zum Verdruss der gastfreundlichen
Bewohner viel zu schnell aufgegessen.
Viele Bewohner fieberten der persönlichen Begegnung mit ihren deutschen Gästen entgegen.
Ihre Namen standen auf Losen, die die Gäste gerne zogen. Schnell waren die Gesprächspaare
gefunden und es entwickelten sich zahlreiche Dialoge zwischen Bewohnern und Gästen:
Erfahrung hautnah!
(Foto: Claudia Topel)
Eine Familie aus Afghanistan präsentierte Fotos aus ihrem Heimatland mit Unterschriften.
Sie zeigten die Schönheit ihres Landes, aber auch Zerstörung und Tod. Die interessierten
Gäste waren sehr betroffen, vor allem aber auch durch den Film über eine tödlich
endende Flucht über das Meer aus Syrien und Bilder aus den syrischen Städten Aleppo
und Damaskus vor dem Krieg und heute, die von der jungen Frau aus Syrien gezeigt
wurden.
Im krassen Gegensatz zu diesen schrecklichen Bildern hatten vor allem die Kinder
einen Riesenspaß beim anschließenden Film vom gemeinsam unternommenen Ausflug in
die Berge zum Spitzingsee. Apropos Kinder: Die Clownin Augusta sorgte mit ihrer
Show und den Ballonfiguren für deren abwechslungsreiche Unterhaltung. Musikalisch
wurde auch einiges geboten: Unser DJ aus Nigeria verbreitete mit vorzugsweise afrikanischen
Klängen stets gute Laune. Den Höhepunkt in dieser Hinsicht bot eine junge Dame,
Gesangstalent aus Uganda, mit ihrem sehr beeindruckenden Vortrag von Gospelliedern,
der alle in den Bann zog.
Danke an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Beachten Sie bitte auch den
über das Nachbarschaftsfest in den Kirchheimer Mitteilungen 18/2017.
(Jürgen Gnuschke)
15.08.2017
Hurra, wir fahren in die Berge! Ein Feiertag in den Sommerferien,
die Sonne scheint, ein Doppeldecker-Reisebus parkt auf dem Parkplatz am Spitzingsee.
Ein ganz normales Bild.
(Fotos: Jürgen Gnuschke)
Die Türen öffnen sich und es steigen 75 Menschen aus. Braunhäutige, weißhäutige,
schwarzhäutige. Die Jüngste ist 2 Monate, die Älteste über 70 Jahre alt. Sie kommen
aus 8 Nationen und vier Erdteilen. Sie sprechen mindestens 15 verschiedene Sprachen.
Das ist ungewöhnlich!
Spaziergänger bleiben staunend stehen, vielleicht wegen der Fremden, vielleicht
auch wegen der zahlreichen Taschen und Tüten.
Schnell werden Picknickkörbe, Tisch und Stühle, Spielzeug und Windelpakete auf Kinderwagen
und Schultern gepackt und dann wird „gewandert”. Einige Sportliche steigen
hoch auf den Berg, die Kinderwagengruppe findet schon nach einigen Metern ihren
Picknickplatz im Schatten der Bäume am Ufer des Spitzingsees und die Gruppe mit
den älteren Kindern spaziert noch bis zum Spielplatz weiter.
Schon im Bus war die Stimmung ganz ausgelassen, nachdem irgendjemand immer wieder
mal heimische Musik spielte und dazu sogar getanzt wurde. Das gemeinsame Picknick
ist aber ebenso wichtig und vor allem schmeckt es super!
Zum Schluss ringen sich daenn doch noch einige Flüchtlinge durch und fahren mit
dem Sessellift ganz nach oben – und wieder runter - fast wie ein kleines Oktoberfest!
Schön war's! Geklappt hat's! Können wir wiederholen! Für viele ist es der erste
Ausflug in die Berge.
Der Helferkreis bedankt sich ganz herzlich beim Kirchheimer Sporclub für die Unterstützung
und bei Hans Binder für die Organisation.
Unser Dank gilt auch dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das
im Rahmen der „500 Landinitiativen” des Bundesprogramms für
ländliche Entwicklung diesen Ausflug großzügig gefördert hat.
(Angelika Brunner)
17.07.2017
Am späten Nachmittag hatten die Bewohner der dezentralen Asylbewerberunterkunft
in der Münchner Straße ihre Nachbarn zu einem Interkulturellen Grillfest
eingeladen. Das gute Wetter und das von den Geflüchteten und den Helfern vorbereitete
schmackhafte Essen boten gute Voraussetzungen zum gegenseitigen Kennenlernen in
angenehmer Atmosphäre. Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen sorgten ebenso
wie die afrikanische Musik im Hintergrund und die interessanten Gespräche für eine
ausgelassene Stimmung. Die
der Gemeinde Kirchheim berichtet darüber in einem
in den Kirchheimer Mitteilungen 16/2017.
08. und 09.07.2017
Der Helferkreis Asyl beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder am
Dorffest in Kirchheim und präsentierte sich zusammen mit dem Hospizverein
an einem gemeinsamen Stand. Attraktionen waren der Verkauf von Taschen in allen
Farben und Formen, die im Handarbeitstreff der Flüchtlinge genäht worden waren,
und das Flechten von afrikanischen Frisuren bei Alt und Jung. Lesen Sie mehr in
einem
in den Kirchheimer Mitteilungen 15/2017.
Mai 2017
Wie viele Kirchheimer haben auch die Bewohner der Unterkunft an der Räterstraße
mit den ersten warmen Tagen die Gartenarbeiten wieder
aufgenommen. In den Kirchheimer Mitteilungen 11/2017 finden Sie dazu einen
20.05.2017
(Foto: Friedemann Gerster-Streit)
Der Pfarrverband Kirchheim-Heimstetten veranstaltete am Samstag, den 20.05.2017
ein Begegnungsfest mit unseren Asylbewerbern im Pfarrhof
von St. Andreas in Kirchheim. Es begann um 16 Uhr mit einem gemeinsamen Friedensgebet
in der Kirche St. Andreas. Im Anschluss trafen wir uns zum gemeinsamen Essen und
Spielen im Garten. Während sich die Jugendlichen und Erwachsenen für das gemeinsame
Fußballspielen begeisterten, stürzten sich die Kleinen auf die Wurfscheiben oder
schaukelten.
Das Fest bot eine entspannte Möglichkeit, Sprachbarrieren zu überwinden und Kontakte
aufzunehmen. Das war keine große Kunst, denn die meisten unserer Gäste können bereits
ganz gut deutsch sprechen. Mit Musik ging es dann weiter in den Abend. Wer Lust
auf Essen aus anderen Ländern hatte, dem wurde auf dem Buffet im Pfarrsaal einiges
geboten.
14.04.2017
Die Kirchheimer Mitteilungen 08/2017 sind mit
mit dem Schwerpunktthema „Asyl und Integration”
erschienen. In mehreren Artikeln wird über die Gemeinschaftsunterkunft an der Räterstraße,
über die Wohngruppen für minderjährige Flüchtlinge der AWO in Kirchheim und über
Treffen von Schülerinnen und Schüler des Kirchheimer Gymnasiums mit jungen Geflüchteten
berichtet. In einem Interview wird die Deutschlehrerin der Flüchtlinge zu ihren
Erfahrungen befragt und schließlich wird anhand von vier Beispielen über die Erfolge
des Helferkreises in der Integrationsarbeit berichtet. Die zwei Sonderseiten finden
Sie in der Mitte von Ausgabe 08/2017 oder
14.04.2017
In einer Meldung in den Kirchheimer Mitteilungen 08/2017 kündigt die Gemeinde Kirchheim
den Bau einer neuen Asylbewerberunterkunft für 40 Personen
in Heimstetten südlich der S-Bahn an. Lesen Sie
mehr.
21.03.2017
Am Dienstag, den 21. März, fand im Pfarrsaal St. Peter dieses Mal ein besonderes
Treffen statt – das erste Treffen des Helferkreises als eingetragener
Verein. Im Mittelpunkt stand aber nicht die Vereinsgründung, sondern
vielmehr das Engagement der vielen Ehrenamtlichen.
(Fotos: Friedemann Gerster-Streit)
Die positiven Auswirkungen dieses Engagements, sowohl auf die Flüchtlinge, als auch
auf die Helfer selbst, wurde in lockerer Runde vorgestellt. Den Anfang machten vier
Flüchtlinge aus dem Senegal, die fast alle bereits seit 2013 in Kirchheim zu Hause
sind. Die vier Männer im Alter von 23 bis 29 Jahren haben sich gewaltig angestrengt,
die deutsche Sprache zu lernen, was sich nicht nur darin zeigte, wie gut sie sich
in der neuen Sprache vor den Mitgliedern des Helferkreises ausdrücken konnten. Darin
waren sie sich auch alle einig: Das Erlernen der Sprache des Aufnahmelandes ist
der Schlüssel zu ihrem Erfolg! Danach brachten in Wortmeldungen Helferinnen und
Helfer ihre positiven Erfahrungen im Rahmen der ehrenamtlichen Tätigkeit zum Ausdruck.
Über diesen Teil des Helfertreffens wurde auch in Heft 08/2017 der Kirchheimer Mitteilungen
auf den Sonderseiten mit dem
berichtet.
Anschließend wurde das Thema wieder etwas sachlicher. Gerlinde Reichart gab in einer
kurzen Präsentation einen Abriss über die durch die Vereinsgründung bedingten Neuerungen
im Helferkreis. Im Grunde bleibt das meiste wie gehabt, betonte sie: die Zielsetzung
der Helferkreises sowie die bewährten Strukturen in Form von Arbeitsgruppen (AGs)
bleiben bestehen, ebenso die klaren Zuständigkeiten und die flache Hierarchie.
Die neue Vereinsstruktur verpflichtet keinen Helfer zum Beitritt und es gibt keine
Erhebung von Mitgliedsbeiträgen. Neu ist die nun zentrale Verwaltung der Spendengelder
durch den Verein und die Möglichkeit, Spendenquittungen ausstellen zu können. Außerdem
sind alle Helfer (auch Nichtmitglieder) über den Verein haftpflichtversichert sowie
über die Bayerische Ehrenamtsversicherung unfallversichert. Die Mitarbeit im Helferkreis
ist für alle Helfer möglich, wenn sie ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen und
die Leitlinien des Vereins akzeptieren.
Am Schluss des Treffens war noch Zeit für einen kleinen Ausblick in die Zukunft:
Die Unterkunft im Klausnerring wird Ende März geschlossen. Die dort lebenden Bewohner
wurden bereits auf Unterkünfte in Kirchheim und Aschheim aufgeteilt. Im Gegenzug
wird im Tannenweg eine neue Unterkunft für ca. 40 Flüchtlinge entstehen.
Zum Schluss noch ein kleines Dankeschön an die Pfarrei St. Peter, zum einen für
die Räumlichkeiten und zum anderen auch für die kostenfrei gestellten Getränke für
die Helferinnen und Helfer.
(Andrea Etterer)
05.03.2017
Wie andere Helferkreise auch haben der Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V.
und ca. 120 mitunterzeichnende Bürger in einem Brief an den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer
und an den Innenminister Herrmann vor den Folgen der angedrohten
Abschiebungen in sogenannte sichere Herkunftsländer und vor den davon abgeleiteten
Verweigerungen der Arbeitserlaubnis gewarnt. In dem Brief wird an den christlichen
Anspruch im CSU-Programm erinnert und auf die Anwendung der im Integrationsgesetz
enthaltenen 3+2-Regel gedrängt, die Flüchtlingen eine Ausbildung sowie erste Berufserfahrungen
ermöglicht und den Betrieben Planungssicherheit gibt.
25.02.2017
Alle unsere Grundschulkinder unter den Flüchtlingen folgten der freundlichen Einladung
des Kirchheimer Narrenrates – Kirnarra - zum kostenlosen Besuch des
Kinderfaschingsballs am Faschingssamstag im Pfarrsaal St. Peter. 3 Mädchen
aus Syrien und 4 Buben aus Afrika und Syrien fieberten schon Tage vorher diesem
für sie fremden kulturellen Event entgegen. Mehr dazu finden Sie in unserem
in den Kirchheimer Mitteilungen 06/2017.
19.01.2017
Bereits am 17. Oktober 2016 haben die Mitglieder des Arbeitskreises Asyl beschlossen, sich einen neuen Rahmen
zu geben: mit der Gründung des gemeinnützigen Vereins „Helferkreis
Asyl Kirchheim b. München e.V.”. Dazu ist nun auch der letzte Schritt
getan: Seit dem 19. Januar 2017 ist der Helferkreis Asyl Kirchheim b. München e.V.
im Registergericht eingetragen.
(Foto: Günter Reichart)
Den Vorstand des Vereins bilden folgende Personen:
Gerlinde Reichart, 1. Vorsitzende
Brigitte Hartmann, 2. Vorsitzende
Jürgen Gnuschke, Schatzmeister
Innerhalb des Helferkreises bleibt die thematische Aufteilung der Aufgaben in Arbeitsgruppen
auch weiterhin bestehen.
In einem hellen Raum der Färberei in der Claude-Lorrain-Straße in München fand am
10. und 11. Dezember 2016 ein Comic-Camp statt. Brigitte
Marx vom Arbeitskreis Asyl begleitete die beiden afghanischen Jugendlichen aus der
Unterkunft an der Räterstraße zu diesem Workshop, an dem auch noch sieben deutsche
Jugendliche im Alter zwischen 15 und 22 Jahren teilnahmen.
Nach der Begrüßung von zwei professionellen Comic-Experten erhielt die Gruppe die
Aufgabe, sich mit verbundenen Augen selbst zu zeichnen. Nach dem Einsammeln der
Ergebnisse wurde gemeinsam überlegt, welcher Zeichner der Gruppe sich zu Papier
gebracht hatte. Alle hatten von der ersten Minute an Spaß und es wurde viel gelacht.
Etwas später wurden die Aufgaben schon schwieriger. Dabei wurde deutlich, dass es
weniger darum ging, perfekte Zeichnungen zu erstellen, sondern vielmehr darum, Hemmungen
zu überwinden und den Blick für die Charakteristika der darzustellenden Personen
zu schärfen.
Unsere beiden Kirchheimer haben sich in diesem Workshop wacker geschlagen, denn
keiner von ihnen hatte überhaupt je einmal richtig gezeichnet. An dieser Stelle
ein großes Lob an die beiden: für ihren Mut, auch ohne Vorkenntnisse an einem solchen
Kurs teilzunehmen.
(Cordula Klenner)
09.12.2016
Neun jugendliche Asylbewerber aus Kirchheim und Aschheim erwartete am Nachmittag
des 9. Dezembers 2016 ein vorweihnachtliches Treffen im Gymnasium
Kirchheim. Zehn Schülerinnen der 8., 9. und 10. Klasse hatten sich um
die Dekoration gekümmert und für den Besuch ein tolles Programm auf die Beine gestellt.
Zunächst gab es ein Spiel zum Kennenlernen: Jeder trug seinen Namen gut sichtbar
am Pullover oder T-Shirt, so dass alle sich diesen und das dazugehörige Gesicht
gut merken konnten. Anschließend wurde eine Decke zwischen die am Boden sitzenden
Gymnasiasten und den Flüchtlingen gespannt, die dann plötzlich herabgelassen wurde.
Jeder hielt seinen Namen mit der Hand bedeckt. Nun mussten die Namen der Gegenübersitzenden
genannt werden. Was für ein Spaß!
Nach einigen weiteren Spielen ging es dann an die Weihnachtsplätzchen, die gemeinsam
verziert und natürlich auch gegessen wurden. Mit einem abschließenden Weihnachtsquiz
konnte die Gruppe über die Bedeutung von Advent und Weihnachten rätseln. ...
Auch in Zukunft soll es weitere Treffen dieser Art zwischen den Jugendlichen geben.
Sie wünschen sich einen gemeinsamen Austausch, beispielsweise bei einer Partie Tischtennis
oder beim gemeinsamen Kochen. Einmal im Monat werden sie nun die Möglichkeit haben,
sich besser kennenzulernen.
Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Initiatorin, Frau Wiesinger
vom Gymnasium Kirchheim, und ihre beiden Kolleginnen.
(Cordula Klenner)
08.11.2016
Am Dienstag den 8.11.2016 fand im Gemeindesaal von St. Peter in Heimstetten ein
Helferkreistreffen statt. Es war zugleich das 3-jährige
Jubiläum des Helferkreises. Erstmalig war auch der Landrat des Landkreises München,
Christoph Göbel, unser Gast. Einen ausführlichen
über das Treffen können Sie in den Kirchheimer Mitteilungen 46/2016 lesen.
Der wichtigste Tagesordnungspunkt des Helfertreffens war die Information über die
Gründung des Vereins „Helferkreis Asyl Kirchheim b. München”. Die bisherige
informelle Struktur unseres Helferkreises Asyl Kirchheim hat einige Nachteile. Deshalb
wollen wir ein Verein werden. Das Finanzamt hat die Vereinssatzung schon geprüft
und die Gemeinnützigkeit bestätigt.
04.11.2016
Für die Grundschulkinder aus der Flüchtlingsunterkunft in der Räterstraße hatte
sich Brigitte Marx vom Helferkreis in den Herbstferien etwas Besonderes ausgedacht:
Sie organisierte einen Besuch im Münchner „Theater für Kinder”.
Gemeinsam mit zwei weiteren Helfern und vier Kindern aus der Asylbewerberunterkunft
fuhr sie mit der S-Bahn in die Stadt. Dort wartete auf die Gruppe das Stück „Das
kleine Gespenst”, angelehnt an das Kinderbuch von Otfried Preussler. Die Geschichte
des kleinen Nachtgespenstes und seines Freundes Uhu Schuhu kam bei allen gut an.
Zwei Tage später hieß das Ausflugsziel „Museum Mensch und Natur”.
Dort erwartete die Kinder und Jugendlichen eine Familienführung zum Thema „Fressen
bei den Tieren”. Sie lernten so die Unterschiede zwischen Pflanzenfressern
und Fleischfressern kennen und erfuhren alles über die Jagd. Im Anschluss blieb
der Gruppe noch Zeit, durch das Museum zu schlendern und sich beispielsweise über
die Entstehung der Kontinente näher zu informieren.
(Cordula Klenner)
29.10.2016
(Foto: Jürgen Gnuschke)
Am Samstag, den 29. Oktober 2016, lud Frau Dr. Angelika Brunner vom Helferkreis
Asyl große und kleine Leute in verschiedenen Gruppen zu einer Informationsrunde
über Zahnhygiene in die Unterkunft an der Räterstraße ein. Wichtige Hilfsperson
war Dentulus, ein großer Handpuppenlöwe mit blendend weißem Gebiss.
Lesen Sie mehr im
in den Kirchheimer Mitteilungen 45/2016.
07.10.2016
Am 7. Oktober 2016 ab 16 Uhr hatte die Gemeinde Kirchheim zusammen mit dem Helferkreis
Asyl und den Bewohnern der Asylbewerberunterkunft in die Räterstraße 40 zu einem
interkulturellen Nachbarschaftsfest eingeladen. Auch wenn
die Anmeldungen anfangs zögerlich eintrafen, war die Resonanz am Ende doch überwältigend:
Über 80 Gäste hatten sich schließlich angekündigt, darunter Anwohner und Nachbarn
des Wohnheims, Leitung, Bewohner und Beschäftigte des Collegiums, der erste und
der dritte Bürgermeister, Herr Böltl und Herr Kleiber, sowie Vertreter aus Gemeindeverwaltung
und -politik, aus der Silva Grundschule die Schulleitung, Frau Sarkar, und ihre
Vertretung, Frau Gottschalk-Lochschmidt, Mitarbeiter der Schulsozialarbeit sowie
der Tafel, Pfarrer Kienle und Angehörige des Helferkreises. Sie alle erwartete ein
Fest mit kulinarischen Köstlichkeiten aus den Herkunftsländern der Flüchtlinge,
kulturellen Einlagen und der Möglichkeit, sich gegenseitig kennen, verstehen und
schätzen zu lernen. Diese Erwartungen wurden voll erfüllt – wenn nicht sogar übertroffen!
(Fotos: Doris Holzhammer)
Trotz des ungemütlichen Wetters war es ein richtig gut gelungenes Fest! Neben den
einleitenden Worten der
der Gemeinde Frau Steger waren sehr sympathische Redebeiträge in beeindruckend gutem
Deutsch von Seiten der Geflüchteten sowie zwei Kurzfilme zur Situation in Sierra
Leone und Nigeria mit anschließender persönlicher Stellungname bzw. persönlichen
Erzählungen der beiden Asylbewerber aus diesen Ländern Teil des Programms. Kulinarisch
verwöhnt wurden die Gäste von dreizehn Köchen aus fünf verschiedenen Ländern, die
ein multinationales Buffet mit insgesamt 20 verschiedenen Gerichten vorbereitet
hatten und servierten. Kuchenspenden aus dem Helferkreis rundeten das Angebot ab.
Musikalisch untermalt wurde das Fest mit Hilfe eines echten DJs aus Nigeria, der
einen gelungenen Mix aus Musik seiner Heimat, anderen afrikanischen Ländern und
aus Afghanistan auflegte. Für die Kinder stand wieder die Buttonmaschine zur Verfügung
sowie Angebote zum Malen. Alle sprachlich Interessierten konnten sich zeigen lassen,
wie ihr Name in arabischen Schriftzeichen geschrieben wird.
Vor allem die Besucher aus dem Collegium waren nicht nur rege Teilnehmer, sie hatten
sich vor ihrem Besuch bereits Gedanken über Geschenke gemacht und Spielzeug und
Süßigkeiten mitgebracht. Voller Begeisterung über das Fest und die angebotenen Köstlichkeiten
haben sie sich gefreut, dass sich in der benachbarten Unterkunft etwas bewegt und
planen bereits eine Gegeneinladung, ein Vorschlag, der auch bei Frau Bellmann, der
Collegiumsleitung, engagierte Unterstützung findet.
Die Vision, dass aus „denen da drüben” wirklich Nachbarn werden und
sich persönliche Beziehungen und Freundschaften entwickeln, wie Frau Steger in ihrer
Begrüßungsrede so schön formulierte, ist auf dem besten Weg, denn es herrschte eine
fröhliche und lockere Atmosphäre, mit viel Raum für Begegnungen und angeregte Unterhaltungen
zwischen Gästen und Gastgebern.
(Andrea Etterer)
27.07.2016
(Foto: Maria Rosenberger)
Das Schulfest der Grund- und Mittelschule Kirchheim am
Dienstag, den 26. Juli 2016 nutzten die Schülerinnen und Schüler der AG Schulhausgestaltung
und der Klasse 8b, um Spenden für den Helferkreis Asyl zu sammeln. Von der 8b wurden
Plätzchen aus aller Welt gebacken, die während des Schulfestes zum Thema „Schule
ohne Rassismus, Schule mit Courage” an spendenwillige Eltern verkauft wurden.
Die AG Schulhausgestaltung druckte selbstgestaltete Bilder auf Karten und buk einen
Marmorkuchen. Insgesamt konnten etwas mehr als 120 € an Frau Reichart
vom Helferkreis Asyl übergeben werden. Herzlichen Dank an die Schülerinnen und Schüler,
die zusammen mit Frau Böhmer und Frau Jacquier diese Spende erarbeitet haben.
(Maria Rosenberger)
18.07.2016
Um die Situation der Flüchtlinge besser kennen zu lernen und ebenfalls unter dem
Motto „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage”
haben eine 5. und eine 6. Klasse der Grund- und Mittelschule Kirchheim am 18.7.2016
die Unterkunft für Asylbewerber in der Räterstraße besucht. Da Frau Haunolder diesen
Besuch in ihrer Deutschstunde mit den Flüchtlingen sehr gut vorbereitet hatte, entwickelte
sich eine interessante Fragestunde, aus der die Schüler/innen sicher sehr viel mitnahmen.
Sie waren so enthusiastisch, dass sie am letzten Schultag noch einmal kamen und
mit den Flüchtlingen jeweils selbstgestaltete Plakate austauschten, dazu wurden
Lieder gesungen und afghanische Musik gehört.
10.07.2016
(Foto: Stephanie Kraus)
„Spiele aus aller Welt für Klein & Groß” war das Motto des Helferkreises
Asyl beim diesjährigen Dorffest. Er war wieder Gast am
Stand des Hospizvereins. Mehr können Sie im
in den Kirchheimer Mitteilungen 29/2016 lesen.
30.06.2016
Die Süddeutsche Zeitung hat am 30. Juni 2016 ausführlich über das
Ausbildungsverbot gegen zwei Asylbewerber aus Kirchheim berichtet. Dank
guter Deutschkenntnisse und begonnener Ausbildung schien ihre Integration auf der
ganzen Linie zu gelingen. Doch jetzt wurden sie vom Arbeitsverbot getroffen. Lesen Sie selbst!
15.06.2016
Ab sofort verfügt der Helferkreis über einige Laptops für Flüchtlinge. Sie
sind von Asylplus e.V. für unser neues Lernzentrum
zur Verfügung gestellt worden. Es handelt sich um Google Chromebooks mit vorkonfigurierter, webbasierter Software
für das selbstständige, computergestützte Lernen. Zusätzlich zum Deutschunterricht
bietet die Lernplattform von Asylplus eine Online-Akademie mit praktischen Leitfäden,
Informationen über das Asylverfahren und integrationsförderndem Informationsmaterial.
Da viele Flüchtlinge keine Erfahrungen mit PCs haben, suchen wir Tutoren, die sie
bei der Bedienung anleiten und zu den für sie geeigneten Angeboten hinführen. Auch
jugendliche Tutoren sind sehr willkommen.
11.06.2016
(Foto: Stephanie Kraus)
Im Ramadan nehmen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
weder Wasser noch feste Nahrung zu sich. Am Samstag, den 11.6.2016, hatte eine schon
lange in Kirchheim ansässige türkischstämmige Familie alle Bewohner der Unterkunft
in der Räterstraße zum Fastenbrechen in den Pfarrsaal von St. Peter eingeladen.
In ihrer eigenen Küche bereitete die Familie mit Freunden ein Essen für etwa 50
Personen aus sechs verschiedenen Ländern vor. Lesen Sie weiter in
in der Ausgabe 26/2016 der Kirchheimer Mitteilungen.
28.05.2016
Frühlingszeit ist Fahrradzeit: Am letzten Maiwochenende befreiten einige Flüchtlinge
in der Räterstraße mit Hans-Peter Hartmann von der AG Bedarfe ihre
Fahrräder aus der Winterstarre. Dank der kompetenten Unterstützung weiterer
Helfer wurden Mäntel und Schläuche erneuert, Bremszüge eingezogen, Beleuchtungen
kontrolliert, Schaltungen eingestellt und „Achter” beseitigt. Mehr dazu
in
in der Ausgabe 23/2016 der Kirchheimer Mitteilungen.
24.05.2016
In der Räterstraße treffen sich Flüchtlinge, Helfer und Vertreter der Gemeinde,
um den neuen Gemüsegarten mit einer Kräuterschnecke zu
vervollständigen. Lesen Sie mehr darüber in unserem
in den Kirchheimer Mitteilungen 22/2016 lesen.
03.05.2016
Dem Wetter oder dem Fußball geschuldet war das Helfertreffen
dieses Mal nicht ganz so gut besucht wie gewohnt. An die 30 HelferInnen versammelten
sich am Dienstag, den 3. Mai 2016 in St. Peter Heimstetten.
In Fachvorträgen informierten Herr Sauerwein von der Eltern-und Jugendberatungsstelle
des Landkreises München („Kinder- und Jugendschutz - Wann muss ich bei Auffälligkeiten
etwas unternehmen und an wen kann ich mich wenden?”) und Herr Machl vom Jugendamt
des Landkreises („In welchen Fällen bietet das Jugendamt Hilfen an und welche
Formen der Hilfe kommen in Betracht?”) über ihre Arbeit und über vorhandene
Akzeptanzprobleme.
Anschließend stellte Gerlinde Reichart in einer Präsentation die Pläne für die neue
Organisationsstruktur des Helferkreises vor:
Da mit der Verdoppelung sowohl der Asylbewerberzahlen als auch der ehrenamtlichen
Helfer die Arbeit mit den bisherigen Strukturen nicht mehr beherrschbar ist, plant
der AK Asyl die Gründung eines gemeinnützigen Vereins als Dachorganisation für alle
aktiven Helfer unter Beibehaltung bewährter Strukturen. Neben den Vorteilen der
verbesserten Rechtssicherheit, eines klaren Mitspracherechts und der bisher fehlenden
gesetzlich geregelten Haftung der aktiven Helfer ermöglicht ein Verein auch die
eigen-ständige Verwaltung der Spendengelder. Die Anerkennung von Leitlinien des
Vereins durch alle aktiven Helfer, ob Vereinsmitglied oder nicht, soll zusätzlich
dazu beitragen, dass der Helferkreis auch für zukünftige Anforderungen in der Flüchtlingsarbeit
gut aufgestellt ist.
14.04.2016
Autorenlesung mit Hassan Ali Djan „Ich bin ein afghanischer
Bayer!”
Am 14. April 2016 hat Hassan Ali Djan im Jugendzentrum Kirchheim (JUZ) aus seinem Buch „Afghanistan.
München. Ich. - Meine Flucht in ein besseres Leben” gelesen.
Als Hassan Ali Djan vor elf Jahren nach Deutschland kam, war er minderjährig und
Analphabet. Ein Flüchtling aus Afghanistan ohne Deutschkenntnisse und ohne Perspektiven.
Heute hat er die Mittlere Reife, eine abgeschlossene Lehre, eine eigene Wohnung
und ist deutscher Staatsbürger. In seinem Buch „Afghanistan. München. Ich.
- Meine Flucht in ein besseres Leben” erzählt Hassan Ali Djan seine eigene
Geschichte.
Die Autorenlesung stieß auf ein sehr reges Interesse. Sie wurde veranstaltet von
„Miteinander in Kirchheim e.V.” in Zusammenarbeit mit dem Helferkreis
Asyl und dem Jugendzentrum Kirchheim. Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht.
28.03.2016
Was ist eigentlich Ostern und warum hängen bunt bemalte Eier in den
Gärten Kirchheims?
(Fotos: Amgelika Brunner)
„Es ist ein hohes christliches Fest, aber auch eine landestypische Tradition
zur Begrüßung des Frühlings”, meint Angelika Brunner aus dem Helferkreis Asyl
Kirchheim. Sie organisierte gemeinsam mit drei Helfern am Gründonnerstag eine Osteraktion
für unsere Gäste. Rund 20 Flüchtlingskinder im Alter von 3-15 Jahren und einige
Mütter bemalten dabei in der Asylbewerberunterkunft in der Räterstraße unzählige
Eier, plauderten über den Oster-Brauch in Deutschland und zum Schluss stellten sie
die kleinen Prachtstücke im Eingangsbereich zur Schau.
Natürlich durfte auch die Eiersuche nicht fehlen: Dazu trafen sich fast alle Kinder
am Ostermontag im Garten der Unterkunft. Liebevoll hatten Helferinnen und Helfer
Osternester für die Kleinen gefertigt und diese rund um das Haus versteckt. Die
Freude war groß, als klar wurde, dass jedes Kind ein Geschenk bekommt. Besonders
glücklich war eine Jugendliche, die einen Mini-Handball in ihrem Nest fand – sie
spielt seit einigen Wochen beim KSC und hat nun endlich die Möglichkeit, auch "zu
Hause" zu üben. Schwung kam in den Nachmittag, als ein kleiner Junge einen Tischtennisschläger
in seinem Osternest fand. Sofort wurden ein alter Tisch und eine defekte Leuchtstoffröhrenhalterung
als Netz herausgeholt und ab ging die Partie. Ein tolle Aktion, die allen Beteiligten
viel Freude bereitete.
(Cordula Klenner)
01.03.2016
Am 1. März 2016 fand um 19 Uhr in der Grundschule an der Martin-Luther-Straße in
Kirchheim eine Informationsveranstaltung der Gemeinde zur neuen Asylbewerberunterkunft
statt. Eingeladen hatte unser Bürgermeister Maximilian Böltl, der die neue Asylbewerberunterkunft
in der Erdinger Straße vorstellte. Rund 150 Bürger waren gekommen, um sich zu informieren
und in den Dialog zu treten.
Landrat Christoph Göbel berichtete, dass derzeit bereits rund 5000 Flüchtlinge im
Landkreis untergebracht sind. Da 80 bis 90% von ihnen eine hohe Bleibeperspektive
haben, favorisiere man im Landkreis den Bau von langfristigen Unterkünften. Dabei
drängt die Zeit: Bis zum Jahresende werden 170 neue Plätze für Schutzsuchende in
Kirchheim gebraucht. Das Modell für die Erdinger Straße bietet Platz für 100 Personen
und ist auf zehn Jahre angelegt. Es sieht zwei zweigeschossige Bauten in L-Form
vor.
(Foto: Cordula Klenner)
Bürgermeister Maximilian Böltl erklärte, dass die Gemeinde durch die Planung und
den Bau der Unterkunft der Beschlagnahmung von Turnhallen und der Errichtung von
Traglufthallen zuvorkommen möchte. Mit familiengerechten Wohneinheiten und einer
Größenbegrenzung auf maximal 100 Bewohnern je Unterkunft will sie gute Voraussetzungen
für die Integration schaffen.
Auch so bleibt die Integration der Flüchtlinge eine große Herausforderung, wie Gerlinde
Reichart in ihrem Vortrag herausstellte. Eine zentrale Rolle fällt hierbei sicher
neben der Gemeinde und weiteren staatlichen Institutionen auch dem Helferkreis Asyl
und seinen aktiven Helfern zu. Die beim Vortrag gezeigte Präsentation finden Sie
hier. Mit einem kleinen Informationsstand warb der Helferkreis
erfolgreich um Unterstützung bei den anwesenden Kirchheimer Bürgerinnen und Bürgern.
28.02.2016
Maultaschen? Spätzle? Was ist das? Wie schmeckt das?
Viele fragende Blicke ernteten wir von der
Arbeitsgruppe Bedarfe, als wir diese Lebensmittel von der Tafel unseren
Asylbewerbern anboten. Keiner traute sich ans Ausprobieren oder verstand unsere
Anleitungen zur Zubereitung. So luden wir zunächst die afghanischen Familien zum
gemeinsamen Kochen ins Pfarrheim ein. Angeleitet von einem echten Koch und unterstützt
von einigen Helferinnen wurde geschnippelt, gebraten und anschließend mit Interesse
und Genuss verzehrt: Maultaschen mit Sauerkraut, Kässpätzle, Gemüsesuppe und Pudding.
Nun sind wir gespannt, ob demnächst "deutsch" gekocht wird. Die Nachfrage nach weiteren
Kochevents war auf jeden Fall groß.
21.02.2016
Der Helferkreis veranstaltete zum zweiten Mal gemeinsam mit dem SV Heimstetten ein „Come Together” zur Begegnung zwischen den Asylbewerbern
unserer Gemeinde und Vereinsmitgliedern. Hierbei wurde auf dem Sportgelände Am Sportpark
2 in Heimstetten ein kleines sportliches Programm für Groß und Klein ageboten (Fußballturnier,
Kickerzwerge, Zumba). Für warme Getränke in der kalten Jahreszeit war gesorgt. Das
war eine schöne Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch.
24.01.2016
(Foto:Christoph Spagl)
Mit dem Helferkreis Asyl hatte der SV Heimstetten die in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge
zu einem Fußballnachmittag geladen. Stand eine Woche zuvor
das Vorhaben witterungsbedingt noch auf wackeligen Beinen, zeigte sich am frühen
Nachmittag pünktlich zum Eintreffen der Kicker die Sonne und der Vereinsvorstand
konnte an die 40 Gäste begrüßen. Spieler der Jugendmannschaften mischten sich unter
die Flüchtlinge und dann wurde auch schon das erste Spiel auf dem geräumten Kunstrasenplatz
angepfiffen. Ein Pavillon am Spielfeldrand versorgte auch die Besucher, die mit
ihren Familien das Treiben als Zuschauer begleiteten, mit Getränken und Kleingebäck.
„Bis zum nächsten Sonntag!” verabschiedeten sich die Gastspieler am
Ende der Veranstaltung. Das zeigt, dass der Nachmittag allen Beteiligten großen
Spaß gemacht hat. Zwar wird der SV Heimstetten solche Fußballnachmittage nicht jede
Woche anbieten können, trotzdem: Der nächste Termin ist bereits geplant.
Kurz vor Weihnachten durfte der Helferkreis Asyl die großzügige Spende
der Firma W. L. Gore & Associates GmbH entgegennehmen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten eine Weihnachtskollekte für Flüchtlinge
veranstaltet. Das Ergebnis hat die Firmenleitung verdoppelt und auf Projekte verteilt,
in denen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sozial engagieren. Ein herzliches
Dankeschön dafür an alle Beteiligten!
Über die großzügige Zuwendung von 1.600 € für den Helferkreis Asyl Kirchheim
freuten sich 3. Bürgermeister Kleiber und die Sprecher des Helferkreises, Frau Reichart
und Herr Gerster-Streit.
Die Spende wird vorrangig für Lernmittel, dringend benötigte Medikamente, Lebensmittel
und Ersatzteile für Fahrräder verwendet
05.12.2015
(Foto: Jürgen Gnuschke)
Explosionen, Feuer und viel Rauch: Die Freiwillige Feuerwehr Heimstetten veranstaltete
am 5. Dezember 2015 unter der Leitung von Gruppenführer Markus Linser auf der Wiese
neben der Asylbewerberunterkunft eine Brandschutzübung in der Räterstraße.
Das war eine große Show. Die Kirchheimer Kameraden unterstützten sie dabei durch
die Bereitstellung einiger Geräte.
Fast alle Flüchtlingsfamilien mit Kindern sowie einige Mitglieder des Helferkreises
lauschten aufmerksam den Informationen und verfolgten gespannt die realitätsnahen
Vorführungen. Die Verständigung war kein Problem: Markus Linser sprach perfekt Englisch
und Dolmetscher für Arabisch und Dari, der Sprache in Afghanistan, fanden sich in
den Reihen der Flüchtlinge.
Die wichtigsten lebensrettenden Botschaften der Feuerwehr wurden anschaulich vermittelt:
Verlassen Sie bei Rauchalarm sofort die Unterkunft! Rauchvergiftung ist mit Abstand
die häufigste Todesursache, nicht die Flammen selbst.
Gießen Sie niemals Wasser in brennendes Öl! Das Ergebnis wäre eine riesige Explosion!
Nehmen Sie Kindern die Angst vor dem bedrohlichen Aussehen der Feuerwehrleute! Wer
sich bei Gefahr versteckt, kann nicht gerettet werden!
Am Ende konnten alle Zuschauer noch den richtigen Umgang mit Feuerlöschern üben:
Die von Markus Linsers achtjähriger Tochter Hanna, einer zukünftigen Feuerwehrfrau,
immer wieder entfachten Flammen wurden von Groß und Klein erfolgreich gelöscht.
(Jürgen Gnuschke)
02.10.2015
Freude über den Umzug in die neue Unterkunft. Die rund
45 Asylsuchenden, überwiegend Familien, die seit Anfang September in der Notunterkunft
in der Silva-Grundschule untergebracht waren, hatten diesen Zeitpunkt sehr herbeigesehnt
- und wir Helfer mit ihnen. Am Freitag, den 02. Oktober, war es dann "endlich" soweit.
... Den Artikel aus den Kirchheimer Mitteilungen 41/2015 können Sie
lesen.
25.09.2015
Unter dem Motte „Kicken, Kennenlernen, Spaß haben!”
fand für die Fußballbegeisterten unter den Asylbewerbern aus der Silva-Grundschule
ein lockeres Event auf dem öffentlich zugänglichen Soccer-5-Platz des SV-Heimstetten-Sportgeländes
statt. Den Artikel in den Kirchheimer Mitteilungen 42/2015 können Sie
weiterlesen.
25.07.2015
Auf dem Gelände des Jugendzentrums Kirchheim fans ein interessantes
Fußballturnier (Kleinfeld) statt. Es beteiligten sich sechs Mannschaften
aus Kirchheim und Feldkirchen, davon allein zwei Teams mit "unseren" Kirchheimer
Asylbewerbern. Das Turnier fand in fröhlicher Atmosphäre statt, es gab neue Kontakte,
spannende Spiele und Versorgung vom Grill. Letztlich setze sich das „Team
Djoloff” (das ist der einheimische Name des Gebiets, das heute von Senegal
umfasst wird) durch.
10. bis 12.07.2015
Auf dem Kirchheimer Dorffest 2015 war der Helferkreis
Asyl zu Gast auf dem Stand des Hospizvereins Kirchheim e.V. Dort wurde am Samstag
und Sonntagnachmittag getrommelt: Einige Asylbewerber baten einen Trommelworkshop
an und dieser wurde von Jung und Alt begeistert angenommen. Mehr können Sie im
in den Kirchheimer Mitteilungen 30/2015 lesen.
14.05.2015
Die Pfarrei St. Peter in Heimstetten veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Helferkreis
ein Begegnungsfest mit den Kirchheimer Asylbewerbern.
Lesen Sie dazu den
von St. Peter und dem Helferkreis in den Kirchheimer Mitteilungen 22-23/2015.
07.05.2015
In einem offenen Brief an Innenminister Hermann kritisiert
der Helferkreis Asyl Kirchheim dessen Forderung nach einem Arbeitsverbot für bestimmte
Flüchtlinge. Sollte es dazu kommen, sieht er seine Tätigkeit und das friedliche
Zusammenleben gefährdet. Sehen Sie dazu den Artikel in der Süddeutsche Zeitung.
12.03.2015
Im Pfarrsaal von St. Peter in Heimstetten fand ein Treffen statt, zu dem alte und
neue Helfer und Unterstützer eingeladen worden waren. Es konnten etliche neue Helfer
gewonnen werden. Lesen Sie dazu den
in den Kirchheimer Mitteilungen 13/2015.
11.01.2015
Im Gemeindesaal von St. Andreas in Kirchheim fand ein Spielenachmittag
statt, über den in den Kirchheimer Mitteilungen
berichtet worden ist.
Vor St. Peter in Heimstetten fand eine Multikulturelle Begegnung
mit einem von den Asylbewerbern gestaltete Programm und Spezialitäten aus ihren
Heimatländern statt. Hier ist die Einladung dazu.