Asylbewerber

Auf dieser Seite wollen wir von den Asyl­bewer­bern in Kirch­heim berich­ten. Zunächst möchten wir die wich­tigs­ten Fragen zu den schon in Kirch­heim ange­kommenen Asyl­bewer­bern beant­wor­ten.

Wie viele Asyl­bewerber leben in Kirch­heim? Wie sind sie unter­gebracht? In Kirch­heim halten sich im Moment ca. 125 Flücht­linge in einer Unter­kunft und mehreren Wohnun­gen auf. 
  • Seit Septem­ber 2016 wohnen ca. 75 Asyl­suchende in einer neu errich­teten Unter­kunft mitten in Heim­stetten. Diese Plätze werden vorzugs­weise an Familien mit Kindern vergeben. Jürgen Gnuschke ist der Stand­ort­ver­ant­wort­liche für diese Unter­kunft. Benut­zen Sie bitte unser wenn Sie ihm etwas mit­teilen wollen.
  • Weitere Flücht­linge - vor­wiegend solche, die über einen Aus­bildungs­platz ver­fügen - leben in ver­schiede­nen Wohnun­gen in Kirch­heim und Heim­stetten.
  • Einige unbe­glei­tete minder­jährige Flücht­linge leben in mehreren Wohn­grup­pen. Eine Wohn­gruppe in Heim­stet­ten wird von IMMA e.V. betreut, zwei weitere in Kirch­heim von der AWO Mün­chen-Land. Schließ­lich hat auch eine Wohn­gruppe der Inneren Mission in Heim­stet­ten einige Flücht­linge auf­ge­nom­men. Weitere Einzel­heiten finden Sie

Die meisten Bewohner sind noch Asyl­bewer­ber. Ca. 35 sind schon als Flücht­linge aner­kannt oder haben einen anderen Status, der ihnen auf Zeit einen Auf­ent­halt in Deutsch­land gestat­tet. Diese Flücht­linge sind auf der Suche nach einer regu­­lären Wohnung.

Aus welchen Ländern kommen sie?

Die vier größten Gruppen bilden Flücht­linge aus , Nigeria, und dem Senegal. Außerdem wohnen in Kirch­heim Asyl­suchende aus dem Irak, Pakistan und weiteren afri­kani­schen Ländern.

Weitere Infor­ma­tio­nen über die Her­kunfts­länder finden Sie

Wie sind die Unter­künfte ausge­stattet?

Die Wohn­ein­heiten in der Unter­kunft in der Orts­mitte von Heim­stetten bestehen über­wiegend aus je zwei Zimmern mit jeweils maximal je 3 Betten und Spinden sowie einem Vorraum mit einer kleinen Küchen­zeile, einem Essplatz und einem kleinen Dusch­bad mit Toilette.

In den meisten Fällen werden die Wohn­ein­heiten von einer großen oder von zwei kleinen Familien bewohnt. Einige weitere Räume (Wasch­küche, Spiel­zimmer, Auf­ent­halts­raum, Unter­richts­raum) werden gemein­schaft­lich oder zusammen mit dem Helfer­kreis genutzt.

Welche Vor­bil­dung haben die Asyl­bewerber mit­ge­bracht? Die Vor­bil­dung der Asyl­bewerber reicht von ein­fachen Schreib- und Lese­kennt­nissen bis zur Univer­sität. Etliche Flücht­linge haben eine Berufs­aus­bil­dung. Die Schul- und Aus­bil­dungs­ab­schlüsse sind aber in der Regel mit deut­schen Abschlüs­sen nur schwer ver­gleich­bar. Einige Asyl­bewerber sind Analpha­beten.
Wie steht es um die Deutsch­kennt­nisse der Asyl­bewerber? Dem Helfer­kreis ist es gelungen, einen großen Teil der Asyl­bewerber in Deutsch­kursen und Berufs­vor­berei­tungs­kursen unter­zu­bringen. Siehe dazu die Erläu­terungen bei der AG „Sprache und Bildung”.
Wovon leben die Asyl­bewerber?

Solange die Asyl­bewerber keine anderen Ein­künfte haben, werden sie nach dem Asyl­bewerber­leis­tungs­gesetz versorgt. Die Leis­tungen setzen sich im Wesent­lichen aus den Kompo­nenten Hilfe zum Lebens­unter­halt, Taschen­geld und Unter­kunft zusammen. Dies führt bei Allein­stehen­den zu einer monat­lichen Bar­aus­zahlung von ca. 359 €, je nach den in der Unter­kunft gewähr­ten Sach­leistun­gen auch etwas weniger.

Die meisten Flücht­linge erhal­ten nach 15 Monaten Aufent­halt anstelle der Asyl­bewer­ber­leis­tun­gen Leis­tun­gen ent­spre­chend SGB II (Hartz IV). Weitere Angaben dazu finden Sie auf der Seite der AG „Arbeit und Inte­gra­tion”

Gehen die Kinder und Jugend­lichen in die Schule oder in den Kinder­garten? Alle ca. 10 schul­pflich­tigen Kinder und Jugend­lichen besuchen Grund­schulen oder die Mittel­schule in Kirch­heim. Einige kleine Kinder haben einen Platz in einem Kinder­garten gefunden.
Haben sie Arbeit gefunden?

Drei Monate nachdem der Asyl­antrag in Deutsch­land gestellt wurde, dürfen Asyl­bewerber arbeiten. Hierzu bedarf es einer Arbeits­erlaub­nis, die bei der Aus­länder­behörde im Landrats­amt bean­tragt werden muss. Sobald der Asyl­bewerber über eigene Ein­künfte verfügt, werden die Asyl­bewerber­leistun­gen gekürzt. Siehe dazu die Erläu­terungen bei der AG Arbeit und Inte­gra­tion.

Der Helfer­kreis Asyl bemüht sich je nach Fähig­keiten und Aus­bildungs­stand der Asyl­bewer­ber Arbeits- und Aus­bildungs­plätze zu finden. Erfreu­licher­weise ist es gelungen, dass sich derzeit über zwanzig der erwerbs­fähigen Flücht­linge aus Kirch­heim in einem Arbeits- oder Aus­bildungs­ver­hält­nis befin­den.

Haben die Flücht­linge Fern­sehen und Internet?

In der neuen Unter­kunft in Heim­stet­ten gibt es Anschlüsse für Satel­liten­fern­sehen.

Für die Asyl­bewerber ist das Internet ein ganz wichti­ges Informa­tions­medium und wesent­licher Kommuni­ka­tions­kanal in ihre Heimat­länder, unter­einander und in die neue Umgebung. Die Bewohner haben sich lange Zeit mit dem mobilen Internet beholfen oder kosten­lose Hotspots in Kirch­heim oder im Stadt­gebiet München genutzt, z.B. im Jugend­zen­trum JUZ, in der Gemeinde­büche­rei oder in der Stadt­bib­lio­thek München.

Der Helfer­kreis hat sich erfolg­reich darum bemüht, den Asyl­bewer­bern in Kirch­heim einen leis­tungs­fähi­gen Internet­zugang zu ermög­lichen. Derzeit gibt es in der Unter­kunft in Heim­stetten eine WLAN-Lösung, die auf der Technik von freifunk.net beruhen. An einem Inter­net­zugang für zwei mit Aus­zu­bil­den­den belegten Wohnun­gen wird gerade gear­bei­tet.

Die Reich­weite des WLAN in der Räter­straße ist noch ver­bes­serungs­würdig. Daran wird gerade gear­bei­tet. In der Unter­kunft in der Räter­straße wird das Internet auch für das Asylplus-Lern­zen­trum zum selbst­ständi­gen Deutsch­lernen genutzt.

Welche Infor­ma­tions­angebote gibt es für die Flücht­linge selbst?

Diese Home­page wendet sich bisher aus­schließ­lich an die Öffent­lich­keit, d.h. vor­ran­ging an die Bürger der Gemeinde Kirch­heim bei München und an die Helfer und Unter­stützer des Helfer­kreises Asyl Kirch­heim b. München e.V..

Informa­tions­angebote, die sich direkt an die Flücht­linge wenden, finden Sie