Helferkreis Asyl

Wir über uns

Seit der Gründung im Okto­ber 2013 kümmern wir uns im Helfer­kreis Asyl darum, Menschen zu helfen, die vor Krieg und Not aus Ihrer Heimat geflohen sind. Wir setzen uns dafür ein, dass Asyl­suchende für die Dauer ihres Auf­ent­halts bei uns in Kirch­heim eine Unter­kunft bekom­men, sich hier sicher und ange­nommen fühlen und Unter­stüt­zung in ihrer Notlage finden. Der Helfer­kreis arbei­tet ehren­amt­lich und ist weder partei­poli­tisch noch kon­fessio­nell gebun­den. Viele Helfer betreuen, beraten, unter­stützen und fördern die Asyl­bewer­ber. Wir arbei­ten dabei eng zusam­men mit der Gemeinde, dem Land­rats­amt, den Kirchen sowie sozial enga­gier­ten Orga­nisa­tionen. Unser Leis­tungs­spek­trum ist breit gefächert:

  • Unter­stüt­zung zur Sicher­stel­lung einer ange­messe­nen Lebens­quali­tät (Lebens­mittel, Klei­dung, medi­zini­sche Ver­sor­gung)
  • Förde­rung von Bildung und Aus­bil­dung, insbes. Erwerb von Deutsch­kennt­nis­sen
  • Förde­rung der Inte­gra­tion in unsere Gemeinde, durch sozia­len Aus­tausch (Kultur, Sport, Frei­zeit­gestal­tung, Begeg­nungs­feste)
  • Beglei­tung bei Behör­den­gän­gen, auch nach der Aner­ken­nung oder Ableh­nung des Asyl­begeh­rens
  • Unter­stüt­zung bei der Arbeits­platz­suche

Seit Oktober 2015 betreuen wir u.a. zwei Unter­künfte mit zusam­men 135 Bewoh­nern. Weitere Asyl­suchende werden kommen und der Helfer­kreis freut sich über immer mehr Unter­stüt­zer.

Wir haben uns nach thema­tischen Schwer­punkten in Arbeits­gruppen organi­siert und können so die Interes­sen und Kompe­tenzen der Helfer am besten bündeln.

Helfen & Mitmachen

Der Helfer­kreis Asyl ist für jede tat­kräf­tige Unter­stüt­zung dank­bar. Auch Sie können sich in den ver­schie­den­sten Berei­chen ein­bringen. Mit­arbeit ist in kleinen und großen Por­tio­nen möglich.

Infor­mieren Sie sich über unsere Akti­vi­tä­ten auf der Website. Wenn Sie genauer wissen wollen, wie der Helfer­kreis arbei­tet, können Sie auch unsere Präsen­tation zu Rate ziehen. Wenn auch Sie aktiv mit­hel­fen wollen oder per E-Mail infor­miert werden möchten, nutzen Sie bitte unser

Erfreu­licher­weise haben sich auch in unseren Nach­bar­gemein­den Helfer­kreise gebil­det. Ihre Web­seiten finden Sie

Spenden

Sie möchten den Helfer­kreis durch Sach- oder Geld­spenden unter­stützen? Wich­tige Hin­weise dazu finden Sie hier.

Im Moment haben wir Bedarf an den fol­gen­den Sach­spenden:

  • Winter­schuhe für Her­ren
  • Kinder-Sport­wagen mit großen Rädern (kein Buggy)
  • Notebook PCs für unsere Mittel­schüler
  • Kleine Fern­seher (Flach­bild­schirm)
  • DVB-S Satel­liten­recei­ver
  • Kopfhörer oder Head­sets
  • Zwillings­buggies
  • Kiddy Boards (für Kinder­wagen)
  • Ersatz­teile für Fahr­räder

Ganz wichtig: Bitte bringen Sie keine Sach­spenden direkt zu den Unter­künften der Flücht­linge! Ver­wen­den Sie statt­dessen bitte unser um uns Ihre Spenden anzu­kündi­gen.



Tipps zum Gebrauch dieser Website

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Diese Home­page ist zuletzt am 18.11.2016 um 16:24 aktua­li­siert worden.

Aktuelles

Neuig­keiten

08.11.2016 - Bekannt­gabe auf dem Hel­fer­tref­fen: Wir werden ein Verein!

Am Dienstag den 8.11.2016 fand im Gemeinde­saal von St. Peter in Heim­stet­ten ein Helfer­kreis­tref­fen statt. Es war zugleich das 3-jährige Jubiläum des Hel­fer­krei­ses. Erst­malig war auch der Landrat des Land­krei­ses München, Chris­toph Göbel, unser Gast. Einen aus­führ­lichen Bericht über das Treffen können Sie in den Kirch­heimer Mit­tei­lungen 46/2016 lesen.

Der wich­tig­ste Tages­ord­nungs­punkt des Hel­fer­tref­fens war die Infor­ma­tion über die Gründung des Vereins "Hel­fer­kreis Asyl Kirch­heim b. München". Die bis­herige infor­melle Struk­tur unseres Helfer­kreises Asyl Kirch­heim hat einige Nach­teile. Deshalb wollen wir ein Verein werden. Das Finanz­amt hat die Ver­eins­sat­zung schon geprüft und die Gemein­nützig­keit bestä­tigt.

Haben Sie bitte Ver­ständ­nis dafür, dass diese Webseite die Änderun­gen, die sich durch die Ver­eins­grün­dung ergeben, an anderen Stellen noch nicht berück­sich­tigt.

04.11.2016 - Kultur für Kinder:
Der November startet mit Theater- und Museums­besuch

Für die Grund­schul­kinder aus der Flücht­lings­unter­kunft in der Räter­straße hatte sich Brigitte Marx vom Hel­fer­kreis in den Herbst­ferien etwas Beson­deres aus­gedacht: Sie orga­ni­sierte einen Besuch im Münch­ner „Theater für Kinder“. Gemein­sam mit zwei weiteren Helfern und vier Kindern aus der Asyl­bewer­ber­unter­kunft fuhr sie mit der S-Bahn in die Stadt. Dort wartete auf die Gruppe das Stück „Das kleine Gespenst“, ange­lehnt an das Kin­der­buch von Otfried Preuss­ler. Die Geschichte des kleinen Nacht­gespenstes und seines Freundes Uhu Schuhu kam bei allen gut an.

Zwei Tage später hieß das Ausflugs­ziel „Museum Mensch und Natur“. Dort erwar­tete die Kinder und Jugend­lichen eine Fami­lien­führung zum Thema „Fressen bei den Tieren“. Sie lernten so die Unter­schiede zwischen Pflan­zen­fres­sern und Fleisch­fres­sern kennen und erfuhren alles über die Jagd. Im Anschluss blieb der Gruppe noch Zeit, durch das Museum zu schlen­dern und sich bei­spiels­weise über die Ent­stehung der Kon­ti­nente näher zu infor­mie­ren.

29.10.2016 - Zahn­gesund­heit für Kinder - Hand­puppe Dentulus zu Gast in der Räter­straße

Helferkreis auf dem Dorffest

Am Samstag, den 29. Oktober 2016, lud Frau Dr. Angelika Brunner vom Helfer­kreis Asyl große und kleine Leute in ver­schiede­nen Gruppen zu einer Infor­ma­tions­runde über Zahn­hygiene in die Unter­kunft an der Räter­straße ein. Wichtige Hilfs­person war Dentulus, ein großer Hand­puppen­löwe mit blen­dend weißem Gebiss.

Lesen Sie im mehr im Bericht in den Kirch­heimer Mit­tei­lungen 45/2016 lesen.

07.10.2016 - Inter­kul­tu­relles Nach­bar­schafts­fest – Eine gelun­gene Ver­anstal­tung!

Am 7. Oktober 2016 ab 16 Uhr hatte die Gemeinde Kirch­heim zusammen mit dem Helfer­kreis Asyl und den Bewoh­nern der Asyl­bewer­ber­unter­kunft in die Räter­straße 40 zu einem inter­kultu­rellen Nach­bar­schafts­fest ein­ge­laden. Auch wenn die Anmel­dungen anfangs zöger­lich ein­trafen, war die Resonanz am Ende doch über­wälti­gend: Über 80 Gäste hatten sich schließ­lich ange­kün­digt, darunter Anwohner und Nachbarn des Wohn­heims, Leitung, Bewohner und Beschäf­tigte des Col­le­giums, der erste und der dritte Bürger­meis­ter, Herr Böltl und Herr Kleiber, sowie Ver­treter aus Gemeinde­ver­wal­tung und -politik, aus der Silva Grund­schule die Schul­leitung, Frau Sarkar, und ihre Ver­tre­tung, Frau Gott­schalk-Loch­schmidt, Mit­arbei­ter der Schul­sozial­arbeit sowie der Tafel, Pfarrer Kienle und Ange­hörige des Helfer­krei­ses. Sie alle erwar­tete ein Fest mit kuli­nari­schen Köst­lich­keiten aus den Her­kunfts­län­dern der Asyl­bewer­ber, kul­turel­len Einlagen und der Mög­lich­keit, sich gegen­seitig kennen, ver­stehen und schätzen zu lernen. Diese Erwar­tun­gen wurden voll erfüllt – wenn nicht sogar über­trof­fen!

Trotz des unge­müt­lichen Wetters war es ein richtig gut gelun­genes Fest! Neben den ein­leiten­den Worten der Inte­gra­tions­beauf­trag­ten der Gemeinde Frau Steger waren sehr sym­pa­thi­sche Rede­bei­träge Afghanisches Buffet in beein­druckend gutem Deutsch von Seiten der Geflüch­te­ten sowie zwei Kurz­filme zur Situa­tion in Sierra Leone und Nigeria mit anschlie­ßender per­sön­licher Stel­lung­name bzw. per­sön­lichen Erzäh­lungen der beiden Asyl­bewer­ber aus diesen Ländern Teil des Pro­gramms. Kuli­na­risch verwöhnt wurden die Gäste von dreizehn Köchen aus fünf ver­schie­denen Ländern, die ein multi­na­tiona­les Buffet mit ins­gesamt 20 ver­schie­denen Gerich­ten vor­berei­tet hatten und ser­vier­ten. Kuchen­spenden Kuchenbuffet aus dem Helfer­kreis rundeten das Angebot ab. Musi­ka­lisch unter­malt wurde das Fest mit Hilfe eines echten DJs aus Nigeria, der einen gelun­genen Mix aus Musik seiner Heimat, anderen afri­ka­nischen Ländern und aus Afgha­nistan auflegte. Für die Kinder stand wieder die Button­maschine zur Ver­fügung sowie Angebote zum Malen. Alle sprach­lich Inte­res­sier­ten konnten sich zeigen lassen, wie ihr Name in ara­bi­schen Schrift­zeichen geschrie­ben wird.

Vor allem die Besucher aus dem Col­le­gium waren nicht nur rege Teil­nehmer, sie hatten sich vor ihrem Besuch bereits Gedanken über Geschenke gemacht und Spiel­zeug und Süßig­keiten mit­ge­bracht. Voller Begeis­terung über das Fest und die ange­bote­nen Köst­lich­keiten haben sie sich gefreut, dass sich in der benach­barten Unter­kunft etwas bewegt und planen bereits eine Gegen­ein­ladung, ein Vor­schlag, der auch bei Frau Bellmann, der Colle­giums­lei­tung, enga­gierte Unter­stüt­zung findet.

Die Vision, dass aus ‚denen da drüben‘ wirklich Nachbarn werden und sich per­sön­liche Bezie­hun­gen und Freund­schaf­ten ent­wickeln, wie Frau Steger in ihrer Begrü­ßungs­rede so schön formu­lierte, ist auf dem besten Weg, denn es herrschte eine fröh­liche und lockere Atmo­sphäre, mit viel Raum für Begeg­nungen und ange­regte Unter­hal­tungen zwischen Gästen und Gast­gebern.

27.07.2016 - Klasse 8b und AG Schul­haus­gestal­tung backen und malen für den Hel­fer­kreis Asyl

Das Schul­fest der Grund- und Mittel­schule Kirch­heim Klasse 8b überreicht Spende am Diens­tag, den 26. Juli 2016 nutz­ten die Schüle­rinn­en und Schüler der AG Schul­haus­gestal­tung und der Klasse 8b, um Spenden für den Hel­fer­kreis Asyl zu sammeln. Von der 8b wurden Plätz­chen aus aller Welt gebacken, die während des Schul­festes zum Thema „Schule ohne Ras­sis­mus, Schule mit Courage“ an spen­den­wil­lige Eltern ver­kauft wurden. Die AG Schul­haus­gestal­tung druckte selbst­gestal­tete Bilder auf Karten und buk einen Mar­mor­kuchen. Ins­gesamt konn­ten etwas mehr als 120€ an Frau Reichart vom Hel­fer­kreis Asyl über­geben werden. Herz­lichen Dank an die Schü­lerin­nen und Schüler, die zusam­men mit Frau Böhmer und Frau Jacquier diese Spende erar­bei­tet haben.

18.07.2016 - Eine 5. und eine 6. Klasse der Grund- und Mittel­schule Kirch­heim statten der Unter­kunft in der Räter­straße einen Besuch ab

Um die Situa­tion der Flücht­linge besser kennen zu lernen und eben­falls unter dem Motto „Schule ohne Ras­sis­mus, Schule mit Courage“ haben eine 5. und eine 6. Klasse der Grund- und Mittel­schule Kirch­heim am 18.7.2016 die Unter­kunft für Asyl­bewer­ber in der Räter­straße besucht. Da Frau Haunol­der diesen Besuch in ihrer Deutsch­stunde mit den Flücht­lingen sehr gut vor­berei­tet hatte, ent­wickelte sich eine inte­res­sante Frage­stunde, aus der die Schü­ler/in­nen sicher sehr viel mit­nahmen. Sie waren so ent­husias­tisch, dass sie am letzten Schultag noch einmal kamen und mit den Flücht­lingen jeweils selbst­gestal­tete Plakate aus­tausch­ten, dazu wurden Lieder gesungen und afgha­nische Musik gehört.

Helferkreis auf dem Dorffest

9.7. und 10.07.2016 - Spielend um die Welt

"Spiele aus aller Welt für Klein & Groß" war das Motto des Helfer­kreises Asyl beim dies­jähri­gen Dorf­fest. Er war wieder Gast am Stand des Hos­piz­vereins. Mehr können Sie im Bericht in den Kirch­heimer Mit­tei­lungen 29/2016 lesen.

30.06.2016 - Die SZ berichtet über das Aus­bil­dungs­ver­bot gegen zwei Asyl­bewer­ber aus Kirchheim

Die Süd­deut­sche Zeitung hat am 30. Juni 2016 aus­führ­lich über zwei Asyl­bewer­ber aus Kirchheim berich­tet. Dank guter Deutsch­kennt­nisse und begon­nener Aus­bildung schien ihre Inte­gra­tion auf der ganzen Linie zu gelingen. Doch jetzt wurden sie vom Arbeits­verbot getroffen. Lesen Sie selbst!

15.06.2016 - Tutoren für unser neues Lern­zen­trum gesucht!

Ab sofort verfügt der  Helfer­kreis über einige Laptops für Asyl­bewer­ber. Sie sind von Asylplus e.V. zur Verfügung gestellt worden. Es handelt sich um Google Chrome­books mit vor­konfi­gurier­ter, web­basier­ter Soft­ware für das selbst­stän­dige, com­pu­ter­gestützte Lernen. Zusätz­lich zum Deutsch­unter­richt bietet die Lern­platt­form von Asylplus eine Online-Akademie mit prak­ti­schen Leitfäden, Infor­ma­tionen über das Asyl­ver­fahren und inte­gra­tions­fördern­dem Infor­ma­tions­mate­rial. Da viele Asyl­bewer­ber keine Er­fahrun­gen mit PCs haben, suchen wir Tutoren, die sie bei der Bedie­nung anlei­ten und zu den für sie geeig­ne­ten Ange­bo­ten hin­führen. Auch jugend­liche Tutoren sind sehr will­kommen.

Für die Benut­zung der Laptops haben wir in der Unter­kunft in der Räter­straße ein Lern­zen­trum ein­gerich­tet. Während der über­wie­gend nach­mit­täg­lichen Öff­nungs­zei­ten des Lern­zen­trums sollte immer ein Tutor anwesend sein.

Wer Lust für diese Aufgabe hat, kann das mit unserem kundtun. Wir melden uns dann zurück.

11.06.2016 - Ramadan: Gemeinsam fasten und feiern

Im Ramadan nehmen Muslime von Son­nen­auf­gang bis Son­nen­unter­gang Fastenbrechen in St. Peter weder Wasser noch feste Nahrung zu sich. Am Samstag, den 11.6.2016, hatte eine schon lange in Kirchheim ansässige tür­kisch­stäm­mige Familie alle Bewohner der Unter­kunft in der Räter­straße zum Fasten­brechen in den Pfarrsaal von St. Peter ein­ge­laden. In ihrer eigenen Küche bereitete die Familie mit Freunden ein Essen für etwa 50 Personen aus sechs ver­schiede­nen Ländern vor. Lesen Sie weiter in unserem Artikel in der Ausgabe 26/2016 der Kirch­heimer Mit­tei­lungen.

28.05.2016 - Drahtesel in der Räter­straße nun fit für den Frühling

Früh­lings­zeit ist Fahr­rad­zeit: Am letzten Mai­wochen­ende befreiten einige Asyl­bewer­ber in der Räter­straße mit Hans-Peter Hart­mann von der AG Bedarfe ihre Fahr­räder aus der Winter­starre. Dank der kom­pe­ten­ten Unter­stützung weiterer Helfer wurden Mäntel und Schläuche erneuert, Bremszüge ein­ge­zogen, Beleuch­tungen kon­trol­liert, Schal­tun­gen ein­ge­stellt und "Achter" be­sei­tigt. Mehr dazu in unserem Artikel in der Ausgabe 23/2016 der Kirch­heimer Mit­tei­lungen.

24.05.2016 - Grüner Daumen hoch:
Eine Kräuter­schnecke für den neuen Gemüse­garten

Im Asyl­bewer­ber­heim an der Räter­straße ist das Garten­fieber aus­ge­bro­chen. Das Projekt Gemüse­garten wurde schon im Frühling vom Helfer­kreis Asyl auf den Weg gebracht: „Ziel ist, gemein­sam mit den Flücht­lingen ein Gemüse­beet anzu­legen. Dies wird ein dauer­haftes Betäti­gungs­feld sein, für das sie in Eigen­regie selbst ver­ant­wort­lich sind.“, bringt Angelika Brunner, Leiterin des Garten­projekts, das Engage­ment auf den Punkt. Vier Garten­freunde aus den Reihen des Helfer­kreises unter­stüt­zen die Flücht­linge, geben Tipps und kümmern sich um die organi­sa­tori­schen Details.

Bereits im April hatten sich 14 Flücht­linge im Garten der Asyl­unter­kunft in der Räter­straße zusam­men­gefun­den, um die Beete abzu­stecken und den Boden vor­zu­berei­ten. Die Erde wurde umge­graben, Steine wurden heraus­gesam­melt und Weg­begren­zun­gen gesetzt. Mit großer Begeis­te­rung waren die Asyl­bewer­ber dabei: Salat, Kohlrabi, Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Auber­ginen – alles das wurde wenig später gepflanzt. Dank einer im Deutsch­unter­richt erstell­ten Vokabel­liste, kannten auch alle die Namen der Gemüse­sorten, die später geerntet werden sollen.

Mit einer Kräuter­schnecke wurde der neue Gemüse­garten nun ver­voll­stän­digt. Am ver­gange­nen Dienstag packte auch Bürger­meister Maxi­mi­lian Böltl mit an. Mit ver­ein­ten Kräften wird das gemein­same Garten­projekt vollen­det: etwa 150 Steine, ein Kubik­meter Sand und Kies stellte die Gemeinde zur Ver­fü­gung, um eine ent­spre­chende Spirale auf­zu­schich­ten – Erde und Kräuter sponsert der Helfer­kreis.

Nach der ersten Ernte freuen sich die neuen Hobby­gärt­ner natür­lich über weitere Pflänz­chen – seien es selbst gezogene oder gekaufte Pflanzen oder eine zweck­gebun­dene Spende für das Projekt.

Jeden Mittwoch: Do it yourself - Jeder kann hand­arbei­ten!

Hand­arbei­ten liegt im Trend: Es ist ent­spannend und macht einfach Spaß, mit den eigenen Händen etwas zu erschaf­fen. Angelika Brunner und Steffi Kraus hatten deshalb die Idee, einen Hand­arbeits­treff ins Leben zu rufen: Jeden Mittwoch finden sich regel­mäßig ab 15.30 Uhr einige Flücht­linge und Helfer im Gemein­schafts­zimmer der Asyl­unter­kunft Räterstr. 40 ein, um gemeinsam zu häkeln, stricken und zu nähen. Der lockere Treff unter dem Motto "Sticheln und Nadeln klappern" führte bereits zu einigen sehr kleid­samen Ergeb­nis­sen. In einem Artikel der Ausgabe 2016´/21 der Kirch­heimer Mit­tei­lungen haben wir darüber aus­führ­licher berichtet.

03.05.2016 - Nachlese zum Helfer­treffen

Dem Wetter oder dem Fußball geschul­det war das Helfer­treffen dieses Mal nicht ganz so gut besucht wie gewohnt. An die 30 Hel­ferIn­nen ver­sammel­ten sich am Dienstag, den 3. Mai 2016 in St. Peter Heim­stet­ten.

In Fach­vor­trä­gen infor­mier­ten Herr Sauer­wein von der Eltern-und Jugend­bera­tungs­stelle des Land­krei­ses München ("Kinder- und Jugend­schutz - Wann muss ich bei Auf­fällig­keiten etwas unter­nehmen und an wen kann ich mich wenden?") und Herr Machl vom Jugend­amt des Land­kreises ("In welchen Fällen bietet das Jugen­damt Hilfen an und welche Formen der Hilfe kommen in Betracht?") über ihre Arbeit und über vor­han­dene Akzep­tanz­probleme.

Anschlie­ßend stellte Gerlinde Reichart in einer Prä­senta­tion die Pläne für die neue Orga­nisa­tions­struktur des Helfer­kreises vor:

Da mit der Ver­doppe­lung sowohl der Asyl­bewer­ber­zahlen als auch der ehren­amt­lichen Helfer die Arbeit mit den bis­heri­gen Struk­turen nicht mehr beherrsch­bar ist, plant der AK die Gründung eines gemein­nützi­gen Vereins als Dach­orga­nisa­tion für alle aktiven Helfer unter Bei­behal­tung bewähr­ter Struk­turen. Neben den Vor­teilen der ver­besser­ten Rechts­sicher­heit, eines klaren Mit­sprache­rechts und der bisher fehlen­den gesetz­lich geregel­ten Haftung der aktiven Helfer ermög­licht ein Verein auch die eigen-ständige Ver­wal­tung der Spenden­gelder. Die Aner­kennung von Leit­linien des Vereins durch alle aktiven Helfer, ob Vereins­mit­glied oder nicht, soll zusätz­lich dazu bei­tragen, dass der Helfer­kreis auch für zukünf­tige Anfor­derun­gen in der Flücht­lings­arbeit gut auf­ge­stellt ist.

14.04.2016 - Autoren­lesung Hassan Ali Djan „Ich bin ein afgha­ni­scher Bayer!“

Am 14. April 2016 hat Hassan Ali Djan im Jugend­zentrum Kirch­heim (JUZ) aus seinem Buch „Afgha­ni­stan. Mün­chen. Ich. - Meine Flucht in ein bes­se­res Leben“ gelesen.

Als Hassan Ali Djan vor elf Jahren nach Deutsch­land kam, war er minder­jährig und Anal­pha­bet. Ein Flücht­ling aus Afgha­ni­stan ohne Deutsch­kennt­nisse und ohne Per­spek­ti­ven. Heute hat er die Mitt­lere Reife, eine abge­schlos­sene Lehre, eine eigene Wohnung und ist deut­scher Staats­bürger. In seinem Buch „Afgha­ni­stan. Mün­chen. Ich. - Meine Flucht in ein bes­se­res Leben“ erzählt Hassan Ali Djan seine eigene Geschichte.

Die Autoren­lesung stieß auf ein sehr reges Inte­resse. Sie wurde ver­an­stal­tet von „Mit­ein­an­der in Kirch­heim e.V.“ in Zusam­men­arbeit mit dem Helfer­kreis Asyl und dem Jugend­zentrum Kirch­heim. Hier finden Sie einen aus­führ­lichen Bericht.

26. und 28.3.2016 - Oster­aktion in der Räter­straße

Was ist eigent­lich Ostern und warum hängen bunt bemalte Eier in den Gärten Kirch­heims?

„Es ist ein hohes christ­liches Fest, aber auch eine landes­typi­sche Eier bemalen Tra­di­tion zur Begrü­ßung des Früh­lings“, meint Angelika Brunner aus dem Helfer­kreis Asyl Kirch­heim. Sie orga­ni­sierte gemein­sam mit drei Helfern am Grün­donners­tag eine Oster­aktion für unsere Gäste. Rund 20 Flücht­lings­kin­der im Alter von 3-15 Jahren und einige Mütter bemalten dabei in der Asyl­bewer­ber­unter­kunft in der Räter­straße unzäh­lige Eier, plau­der­ten über den Oster-Brauch in Deutsch­land und zum Schluss stellten sie die kleinen Pracht­stücke im Ein­gangs­bereich zur Schau.

Natür­lich durfte auch die Eier­suche nicht fehlen: Dazu trafen sich fast Ostereier an der Raeterstraße alle Kinder am Oster­montag im Garten der Unter­kunft. Liebe­voll hatten Hel­ferin­nen und Helfer Oster­nester für die Kleinen gefer­tigt und diese rund um das Haus ver­steckt. Die Freude war groß, als klar wurde, dass jedes Kind ein Geschenk bekommt. Beson­ders glück­lich war eine Jugend­liche, die einen Mini-Handball in ihrem Nest fand – sie spielt seit einigen Wochen beim KSC und hat nun endlich die Mög­lich­keit, auch "zu Hause" zu üben. Schwung kam in den Nach­mit­tag, als ein kleiner Junge einen Tisch­tennis­schlä­ger in seinem Oster­nest fand. Sofort wurden ein alter Tisch und eine defekte Leucht­stoff­röh­ren­hal­te­rung als Netz heraus­geholt und ab ging die Partie. Ein tolle Aktion, die allen Betei­lig­ten viel Freude berei­tete.

01.03.2016 - Der Helfer­kreis präsen­tiert sich auf der Info­ver­an­stal­tung zur neuen Asyl­bewerber­unter­kunft

Am 1. März 2016 fand um 19 Uhr in der Grund­schule an der Martin-Luther-Straße in Kirch­heim eine Infor­ma­tions­ver­an­stal­tung der Gemeinde statt. Ein­geladen hatte unser Bürger­meister Maxi­mi­lian Böltl, der die neue Asyl­bewerber­unter­kunft in der Erdinger Straße vor­stellte. Rund 150 Bürger waren gekommen, um sich zu infor­mieren und in den Dialog zu treten.

Landrat Christoph Göbel berich­tete, dass derzeit bereits rund 5000 Flücht­linge im Land­kreis unter­ge­bracht sind. Da 80 bis 90% von ihnen eine hohe Bleibe­per­spek­tive haben, favori­siere man im Land­kreis den Bau von lang­fristi­gen Unter­künften. Dabei drängt die Zeit: Bis zum Jahres­ende werden 170 neue Plätze für Schutz­suchende in Kirch­heim gebraucht. Das Modell für die Erdinger Straße bietet Platz für 100 Personen und ist auf zehn Jahre angelegt. Es sieht zwei zwei­ge­schos­sige Bauten in L-Form vor.

Bürger­meister Maxi­mi­lian Böltl erklärte, dass die Gemeinde durch Infoveranstaltung Erdinger Straße die Planung und den Bau der Unter­kunft der Beschlag­nahmung von Turn­hallen und der Errich­tung von Trag­luft­hallen zuvor­kommen möchte. Mit fami­lien­gerech­ten Wohn­ein­heiten und einer Größen­begren­zung auf maxi­mal 100 Bewoh­nern je Unter­kunft will sie gute Voraus­setzun­gen für die Inte­gra­tion schaf­fen.

Auch so bleibt die Inte­gra­tion der Flücht­linge eine große Heraus­forde­rung, wie Gerlinde Reichart in ihrem Vortrag heraus­stellte. Eine zentrale Rolle fällt hierbei sicher neben der Gemeinde und weiteren staat­lichen Insti­tu­tionen auch dem Helfer­kreis Asyl und seinen aktiven Helfern zu. Die beim Vortrag gezeigte Prä­sen­ta­tion finden Sie hier. Mit einem kleinen Informa­tions­stand warb der Helfer­kreis erfolg­reich um Unter­stützung bei den anwesen­den Kirch­heimer Bür­gerin­nen und Bürgern.

28.02.2016 - Maul­taschen? Spätzle? Was ist das? Wie schmeckt das?

Viele fragende Blicke ernteten wir von der Arbeits­gruppe Bedarfe, als wir diese Lebens­mittel von der Tafel unseren Asyl­bewer­bern anboten. Keiner traute sich ans Aus­pro­bieren oder verstand unsere Anlei­tun­gen zur Zuberei­tung. So luden wir zunächst die afgha­nischen Familien zum gemein­samen Kochen ins Pfarr­heim ein. Ange­lei­tet von einem echten Koch und unter­stützt von einigen Helferin­nen wurde geschnip­pelt, gebra­ten und anschlie­ßend mit Inter­esse und Genuss verzehrt: Maul­taschen mit Sauer­kraut, Käs­spätzle, Gemüse­suppe und Pudding.

Nun sind wir gespannt, ob demnächst "deutsch" gekocht wird. Die Nachfrage nach weiteren Koch­events war auf jeden Fall groß.

Weitere Nach­richten

Berichte über länger zurück­liegende Nach­richten finden Sie im Archiv.